User Online: 1 | Timeout: 18:41Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Auch Zirkusse sorgen für ihre Tiere
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief des früheren Osnabrücker Zoodirektors Dr. Wolf Everts Wohlbefinden der Tiere wichtiger als ein kurzes Vergnügen″ (Ausgabe vom 28. Januar) mit Bezug auf den Artikel Gericht kippt Wildtierzirkus-Verbot″ (Ausgabe vom 17. Januar) erhielten wir eine Stellungnahme von Dieter Seeger, Vorstandsvorsitzender des Verbandes deutscher Circusunternehmen.

„[…] Aus gewissen sehr ideologisch und wenig sachlich geprägten Kreisen geht man derzeit propagandistisch gegen die Zirkusunternehmen und gleich im nächsten Schritt auch gegen die Zoos und ganz nebenbei gegen jegliche andere Tierhaltung sowohl gewerblicher als auch privater Art vor.

Die Zeit ist dagegen weder für den Zirkus noch für den Zoo stehen geblieben. In beiden Wildtierhaltungszweigen wird sich stetig weiterentwickelt und dabei den heutigen Herausforderungen gestellt. Der eine Zoo schafft das besser und schneller als ein anderer, da gibt es sicher noch Unterschiede, ganz so wie bei den Zirkusunternehmen und allen anderen Tierhaltungen auch.

Dass das Wohlbefinden der Tiere dabei oberste Priorität hat, ist für beide, Zoos wie Zirkusunternehmen, längst Grundsatz. Die Richtlinien zur Haltung von Zirkustieren tragen der täglichen Ansprache und Beschäftigung der Tiere mittels qualifizierten Dressuren und enger, vertrauensvoller Bindung an die Tierlehrer Rechnung und gleichzeitig den wechselnden Standortbedingungen, die ein Zirkus an jedem neuen Gastspielort vorfindet.

Im Zoo dagegen hat man oft noch etwas mehr Platz zum Planen, muss aber dafür sorgen, dass dann stetig wechselnde Gehegeeinrichtungen sowie umfangreiche Behavioural-Enrichment-Programme (Beschäftigungsprogramme) dem Tier gerecht werden, sodass keine tägliche Langeweile aufkommt. Hierfür gibt es inzwischen aus ganz Deutschland schon ganz ausgezeichnete Beispiele, ebenso für Zirkusunternehmen, die die Mindestanforderungen regelmäßig überschreiten, zusätzliche Weidemöglichkeiten finden oder auch beim Stallaufbau ganz neue Wege gehen. Natürlich ist jeder für sich auch ein bisschen davon überzeugt, dass die eigene Tierhaltungsform die schönste und beste ist. Sonst würden wir alle unsere jeweilige Arbeit mit unseren vierbeinigen Schützlingen ja nicht so lieben.

In keinster Weise war es aber beabsichtigt, damit Zoos zu kritisieren. Beides hat seinen legitimen Platz in der Welt und ergänzt sich sogar ganz hervorragend. […]″

Dieter Seeger

Schwieberdingen
Autor:
Dieter Seeger


Anfang der Liste Ende der Liste