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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Radeln gegen das Stigma der Depression
Zwischenüberschrift:
Foto-Ausstellung im Ameos-Klinikum zeigt Momente der „Mut-Tour″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Deutschland, eine Reise gemeinsam gegen das Stigma der Depression″ unter diesem Motto zeigen Teilnehmer 50 Momente ihrer Mut-Tour″. Nun schon zum vierten Mal sind Menschen mit und ohne Depressionserfahrung auf Tandems durch Deutschland gefahren, um positive Aufklärung zu betreiben.

Osnabrück. 7300 Kilometer auf dem Tandem: Die Teilnehmer der Mut-Tour″ wählen eine besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit. Zwischen Juni und September 2016 fuhren 300 Teilnehmer in Tandem-Teams auf verschiedenen Etappen durch ganz Deutschland.

Menschen mit und ohne Depressionserfahrung machen entlang ihres Weges halt, um bei Mitmachaktionen an Infoständen mit der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen und sich so für mehr Akzeptanz der Depression als Erkrankung einzusetzen. Unter dem Titel Deutschland, eine Reise gemeinsam gegen das Stigma der Depression″ findet nun im Ameos-Klinikum in Osnabrück eine Foto-Ausstellung statt.

Wir setzen uns für einen normalen Umgang mit dem Thema Depression ein″, sagt Initiator und Künstler Sebastian Burger im Hinblick auf die diffuse Angst vor der Krankheit. Depressionen seien wie viele andere psychische Erkrankungen stark stigmatisiert, was auch dazu führe, dass Betroffene sich vor sozialer Ausgrenzung fürchten. Unsere Vision ist, dass sie den gleichen Stellenwert erhalten wie körperliche Erkrankungen″, sagt er bei der Ausstellungseröffnung. Mit der Initiative, die es seit 2011 gibt, hätten sie entlang ihrer Wege schon Tausende Menschen erreicht, mit der Pressearbeit sogar rund eine Million.

Als Teilnehmerin Maria Menke durch einen Flyer auf die Aktion aufmerksam wurde, war sie sofort überzeugt von dem guten Gedanken, durch die Gesellschaft zu fahren″. Man erreiche die Menschen und tausche sich über Erfahrungen aus weit weg von den dunklen Bildern. Neben der Öffentlichkeitsarbeit ist die Mut-Tour vor allem auch eine Art Therapie für die Betroffenen. Das Tandemfahren ist ein schönes Prinzip. Wenn der andere weiter in die Pedale tritt, dann gibt man selbst nicht auf″, spricht sie aus Erfahrung. Die Bewegung, die Natur, der soziale Kontakt – „ das ist Balsam für die Seele″, weiß Menke.

Bei der Ausstellungseröffnung zieht Krankenhausdirektor des Ameos-Klinikums Ralph Ehring die Parallele zwischen der Erkrankung und der sportlichen Aktivität. Wie bei einer Radtour geht es auch bei der Depression mal bergauf, mal bergab, auf dem Weg Richtung Leben.″ Es sei wichtig, ins Gespräch zu kommen, unterwegs ein Forum zu finden und so Betroffenen eine Stimme zu geben. Auch Bürgermeister Burkhard Jasper betonte die große Bedeutung der Aktion. Die Begegnungen würden dazu beitragen, Mauern abzubauen.

Informationen zu den Mitmachangeboten für die Mut-Tour 2017 gibt es unter www.mut-tour.de. Die Ausstellung findet noch bis zum 22. Februar im Ameos-Klinikum an der Knollstraße statt.

Bildtext:
Noch bis zum 22. Februar können Interessierte die Ausstellung im Osnabrücker Ameos-Klinikum an der Knollstraße besuchen.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
Antonia Wahmhoff


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