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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie Frau Schmidt eine Granate fand
Zwischenüberschrift:
Weltkriegs-Relikt schlummerte viele Jahre in einem Kellerregal
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Im Schinkel ist am Dienstag ein Mehrfamilienhaus vorübergehend geräumt worden, weil im Keller eine Handgranate gefunden worden war. Unsere Redaktion hat mit der Frau gesprochen, die die Granate gefunden hatte. Sie hatte zunächst gar nicht erkannt, dass es sich um eine Waffe handelt.

Osnabrück. Hannah Schmidt hatte die Handgranate schon am Montag beim Aufräumen des Kellers gefunden, wie sie unserer Redaktion erzählt. Schmidt heißt eigentlich anders, möchte ihren richtigen Namen aber nicht in diesem Bericht lesen und auch nicht fotografiert werden.

Meine Mutter zieht aus, und daher räumen wir gerade die Wohnung und den Keller aus″, berichtet die 56-Jährige. Ihre Eltern wohnen seit 1961 in dem Haus an der Belmer Straße. Seit dem Tod ihres Mannes vor 20 Jahren hat Schmidts Mutter alleine in der Wohnung gelebt.

Nachdem der übrige Keller bereits ausgeräumt worden war, stand dort zum Schluss noch ein etwa ein Meter tiefes Regal. Als wir Konserven und Einmachgläser ausgeräumt hatten, habe ich ein eiförmiges Ding in dem Regal gesehen. Wir wussten zunächst nicht, was das ist, und haben es in eine Kellerecke gelegt. Uns war klar, dass wir das nicht einfach in den Müll werfen können. Darauf, dass es eine Granate ist, sind wir aber nicht gekommen.″ Schmidt machte ein Foto und packte noch einen Stein vor den Gegenstand, damit er nicht wegrollt.

Am Mittwoch fuhr sie zur Polizei und zeigte den Beamten das Foto. Die Polizisten fuhren daraufhin mit einem Streifenwagen zu dem Haus und kamen zu dem Schluss, dass es sich wohl um eine Granate handelt. Das Gebäude wurde evakuiert und der nähere Bereich abgesperrt.

Experten der Feuerwehr sahen sich die Granate an, zeitgleich wurden Fotos an den Kampfmittelräumdienst in Hannover geschickt. Die Fachleute waren sich einig, dass es sich um ein Exemplar aus dem Ersten Weltkrieg handelt, das aber nicht mehr unmittelbar gefährlich ist, da es keinen Zünder mehr besitzt.

Die Granate wurde zunächst in einem gesicherten Behältnis bei der Polizei eingelagert. Von dort wird sie vom Kampfmittelräumdienst abgeholt. Das Haus im Schinkel konnte bereits nach gut eineinhalb Stunden wieder freigegeben werden.

Schmidt hat eine Idee, woher die Granate stammen könnte. Mein Vater war ein Sammler und hat alles Mögliche gesammelt. Da er bereits tot ist, können wir ihn aber leider nicht mehr fragen.″

Ob sie sich erschrocken hat, als klar war, dass es sich um eine Granate handelt? Irgendwo habe ich mich schon erschrocken, als wirklich bedrohlich habe ich die Situation aber nicht empfunden.″

Weitere Meldungen der Polizei und ein Video des Granatenfundes auf

noz.de/ blaulicht

Bildtext:
Das Mehrfamilienhaus im Schinkel wurde am Dienstag vorsichtshalber vorübergehend geräumt. Eine akute Gefahr ging von der Granate (kleines Foto) allerdings nicht mehr aus.

Fotos:
Festim Beqiri, Polizei Osnabrück
Autor:
Sven Kienscherf


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