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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Da singt und lacht sogar der Klabautermann
Zwischenüberschrift:
Grün-Weiße Garde feiert beim Osnabrücker Sportclub Piratenparty
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu einer Piratenparty hatte die Grün-Weiße Garde Osnabrück am Samstag eingeladen. Die Karnevalisten feierten in einer der Hallen des Osnabrücker Sportclubs (OSC).

Osnabrück. Zur Titelmusik des Hollywoodfilms Fluch der Karibik″ zogen die Tanzgarden, der Elferrat und das Präsidium der Grün-Weißen Garde gut gelaunt in die liebevoll geschmückte Halle ein. Wenn das nicht den Klabautermann vertrieben hat, weiß ich es auch nicht″, scherzte Renée Herring, Erster Vorsitzender der Grün-Weißen Garde und Präsident des Bürgerausschusses Osnabrücker Karneval (BOK), der zusammen mit dem Vizepräsidenten der Grün-Weißen, Peter Schmalstieg, durch den Abend führte.

Bei ihrer Programmgestaltung hatte die Grün-Weiße Garde einen Schwerpunkt auf Tanz und Musik gesetzt. Zur Einstimmung zeigten die fünf Funkenmariechen der Karnevalisten ihr Können und präsentierten eine anspruchsvolle Choreografie. Später folgte eine strahlende Juniorgarde, deren Tanz einfallsreich und hochkarätig war.

Diesen Auftritt nahm Herring zum Anlass, die Karnevalisten darum zu bitten, die Jugendarbeit des Vereins zu unterstützen, damit die Tanzgarden weiter trainieren können. Dazu zählte auch die Aktivgarde, die an diesem Abend sogar zwei Auftritte absolvierte: Sie begeisterte zunächst mit einem Gardetanz, zu dessen Choreografie gleich mehrfach der Spagat gehörte. Später folgte noch ein Showtanz zu einem Medley verschiedener Film- und Musicalstücke. Hier schafften es die Tänzerinnen sogar, zu jedem neuen Song die Kleidung zu wechseln: Sie begannen mit Nonnenkostümen zu I will follow him″ (Sister Act), tanzen unter anderem mit Glitzerminikleid zum Discohit Saturday Night Fever″ weiter und rockten am Ende im Tellerrock zu einem Song aus dem Musical Hairspray″.

Außerdem umjubelte das Publikum die Garde des TSV Venne, die zum Gefolge des Stadtprinzenpaares gehörte, und das Männerballett aus Pye. Die Männer boten unter anderem klassische Gardetanz-Elemente inklusive Radschlagen zu einem Abba-Medley dar. Mathilda von der Juniorgarde fand die Leistung der Männer gut″ und ihre Mittänzerin Merle erklärte: Das war lustig, die haben den Rhythmus ziemlich gut getroffen.″ Und sie fügte fachfraulich hinzu: Am schwierigsten beim Gardetanz ist, dass immer alles gut abgestimmt sein muss.″

Das Osnabrücker Stadtprinzenpaar, Siegmar I. (Winter) vom Ostercappelner Karnevalsverein (OKV) und Ihre Lieblichkeit Britta I. (Hübner) vom TSV Venne, schaute an diesen Abend nicht nur kurz bei der Grün-Weißen Garde vorbei, sondern feierte den ganzen Abend mit später auch passend zum Motto als Piraten gekleidet.

Ehrung für treue Seelen

Doch vorher ehrten die Majestäten noch vier Karnevalisten mit ihrem Sessionsorden: Iris Buschermöhle, Gaby Rittmeister und Dieter Tepe von der Grün-Weißen Garde für ihre Verdienste in der Karnevalszeit sowie den Hallenmeister des OSC, Horst Hildebrandt, für seine Unterstützung.

Danach wies Peter Schmalstieg wie nebenbei darauf hin, dass der VfL Osnabrück an diesem Tag den Lieblingsrivalen Preußen Münster mit 3: 1 besiegt hatte was das gut gelaunte Singen der VfL-Hymne und ein VfL helau″ zur Folge hatte.

Dass zum Karneval norddeutsches Liedgut passt, bewiesen die Musiker der Skiffle-Band Waschbrettbauch″ aus Hollage. Sie sangen neben Seemannsliedern wie Drunken Sailor″ auch Auf der Reeperbahn…″ jeweils lautstark unterstützt vom Publikum. Es folgten mehrere Elvis-Songs, zu denen sogar das Stadtprinzenpaar ein spontanes Tänzchen wagte.

Dann kam ein besonderer Moment für das Publikum: Letztes Jahr konnten wir nicht entscheiden, wer hat gewonnen: , Sit, Tata′ oder , Tirallala′″, erklärte Theo Fender auf der Bühne, und ein Großteil des Publikums wusste schon Bescheid: Bereits im vergangenen Jahr hatten Waschbrettbauch″ das alte Volkslied In einen Harung jung und stramm″ gesungen, wobei das Publikum, in zwei Gruppen eingeteilt, die Textpassagen Sit, tata″ und Tirallala″ um die Wette mitsang. Nun war es Zeit für eine Neuauflage, und am Ende erklärte Fender Die Gruppe , Sit, tata′ hat gewonnen.″ Dafür wurde er prompt und wiederum sehr laut von den Tirallala″-Sängern ausgebuht.

Natürlich durften auch Büttenredner nicht fehlen, wenn sie an diesem Abend auch nicht ganz so gut beim Publikum ankamen wie andere Programmpunkte. Den Anfang machte Marlies Van Rompaey alias Susi Jeckeschoss″ aus Erftstadt. Sie erklärte, die Grün-Weiße Garde habe sie angerufen, denn sie brauchten noch einen Augenschmaus.″ – „ Der kommt aber später oder?″, rief ein vorlauter Jeck aus dem Publikum dazwischen. Doch Jeckeschoss ließ sich nicht beirren und erklärte, sie habe genaue Vorstellungen, wie ein Mann sein müsste: Er müsste sehr schön anzusehen seien, sehr viel Geld haben, gut im Haushalt sein, sehr gut in der Liebe und diese vier dürften sich nie begegnen.″

Zu späterer Stunde berichtete der Büttenredner Frank Friedrichs in seiner Rolle als De Jummibotz, kölsche Angler″ noch aus seinem Leben als närrischer Petri-Jünger. Seine Sprüche waren der späten Stunde angemessen und sind dementsprechend nicht zitierfähig.

Bildergalerie auf www.noz.de

Bildtexte:
Närrisches Piratenschiff: Die Grün-Weiße Garde ließ es am Samstag in einer der OSC-Hallen so richtig krachen.

Die eigenen Tanzgarden sind ein echtes Pfund, mit dem die Grün-Weißen wuchern können.

Susi Jeckeschoss″ alias Marlies Van Rompaey reiste aus Erftstadt bei Bonn an.

Fotos:
Egmont Seiler
Autor:
Claudia Sarrazin


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