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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bahnprojekt soll im Sommer 2018 fertig sein
Zwischenüberschrift:
Einwohnerversammlung in Vehrte zu den im Januar begonnenen Bauarbeiten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Baustellen in und um Belm: Neben dem Mammutbauwerk Ortsumgehung und der Sanierung der Ortsmitte stehen jetzt auch noch die Arbeiten an den Bahnübergängen in Vehrte an. Vertreter der Gemeinde und der Deutschen Bahn stellten sich den Fragen der Einwohner.

Belm. Schweres Gerät ist in Vehrte im Einsatz und das gleich an zwei Baustellen, die allerdings zu einem Projekt gehören: Deutsche Bahn und Gemeinde Belm planen eine Eisenbahnüberführung, respektive Straßenunterführung in Vehrte, die die bestehenden Bahnübergänge am Wittekindsweg und an der Lechtinger Straße (L109) ersetzen wird. Eine Maßnahme, für die insgesamt 15, 5 Millionen Euro veranschlagt sind und deren Fertigstellung für Sommer 2018 geplant ist.

Der Gemeindeanteil beträgt rund 1, 15 Millionen Euro, hierauf erhalten wir vom Land Niedersachsen eine Förderung von rund 0, 55 Millionen Euro nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz″, so Uwe Harbig, der Belmer Fachbereichsleiter Baudienste, auf Anfrage unserer Redaktion. Weitere Projektbeteiligte sind die Deutsche Bahn, der Bund und das Land Niedersachsen.

Ziel der Maßnahme, für die sich die Gemeinde bereits seit Jahrzehnten einsetzt, ist die flüssigere Abwicklung des Straßenverkehrs, vor allem aber die verbesserte Verkehrssicherheit. Hierzu vorgesehen ist eine Art Spange, die die Lechtinger Straße mit dem Wittekindsweg verbindet. Dazu wird der Bahnübergang am Wittekindsweg beseitigt, Wittekindsweg und Lechtinger Straße werden verschwenkt und treffen in einem Kreisel nördlich der Gleise aufeinander, von dem ausgehend die L109 als Unterführung abzweigt. Da die Maßnahme nicht nur verschiedene Bauwerke wie Straße und Schiene, sondern demnach auch verschiedene Baulastträger, namentlich Landkreis Osnabrück, Gemeinde Belm und Deutsche Bahn betrifft und einbindet, ist eine termingenaue Planung erforderlich, die Projektingenieurin Teresa Herpich von der Deutschen Bahn den Einwohnern vorstellte.

Im Januar haben die ersten Baumaßnahmen begonnen, es fanden Rodungen statt, und die Baustelle wurde eingerichtet. Dazu gehörte auch die Einebnung eines größeren Areals an der Lechtinger Straße unweit des derzeitigen Bahnübergangs. Die planierte Fläche soll als Bohrebene dienen, auf der die Werkzeuge Stand haben, mithilfe derer im Februar Bohrpfähle eingebracht werden. Auch bereits zu erkennen ist eine provisorische Straße im Bereich des Wittekindsweges, die für die Dauer der Bauarbeiten die Grundstücke der Anwohner erschließt. Das Provisorium war erforderlich, da die Entfernung von Straßeneinmündungen zu Bahnschranken mindestens 30 Meter betragen muss für den Bau der endgültigen Straße stellt sich aufgrund der dann vorhandenen Unterführung dieses Problem nicht mehr.

Sperrpausen für den Bahnverkehr werden aufgrund des Brückenbaus erforderlich: Am 8. und 9. Juli sowie vom 15. bis 17. Juli erfolgt der Einbau von zwei Hilfsbrücken. Der Eisenbahnverkehr fährt somit von Juli bis November über diese Hilfsbrücken. Vom 3. bis 5. November werden die Hilfsbrücken wieder ausgebaut und die neue Eisenbahnbrücke, die in Seitenlage bis dahin hergestellt wurde, wird in ihre endgültige Position über Verschubbahnen eingeschoben″, heißt es seitens der DB.

Weitere Projektmeilensteine werden die Schließung des Bahnübergangs an der L109 im Mai dieses Jahres, die Schließung des Bahnübergangs Wittekindsweg im Mai kommenden Jahres sowie der Umbau des Kreuzungsbereichs zur Anbindung der Dorfstraße und der L 109 von Februar 2018 bis Mai 2018 sein. Die zu erwartenden Umleitungen werden vom Landkreis Osnabrück veranlasst.

Die in der Aula der Grundschule Vehrte zahlreich versammelten Einwohner interessierten natürlich die Nebenwirkungen der Bauarbeiten, wie etwa der Lärm durch Rammarbeiten. Rammen werden wir nur beim Einbringen der Spundwand an zwei Wochenenden im Mai 2017. Es werden hier Spundwandbohlen aus Stahl nebeneinander in den Boden gerammt″, so die Deutsche Bahn. Sollten nächtliche Arbeiten anstehen, würden die Anwohner frühzeitig per Post informiert. Auch befürchten etliche Anwohner eine stärkere Lärmbelastung, wenn die Bahnstrecke ausgebaut werde. Diese Sorge suchte Jonas Buchholz von der DB Netz AG zu entkräften: Zwar werde die Stellwerkstechnik auf der Strecke erneuert, aber wir fahren nicht schneller″. Der Ausbau der Strecke zur 200-Stundenkilometer-Trasse sei zudem auch nicht im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen.

Weitere Berichte und Interviews aus Belm finden Sie im Ortsportal unter der Adresse unter www.noz.de/ belm

Bildtext:
Nur vorübergehend: Eine provisorische Straße wurde vom Wittekindsweg aus angelegt.

Foto:
Kerstin Balks
Autor:
Kerstin Balks


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