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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Anlieger zweifeln an Messergebnissen
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Darum/Gretesch/Lüstringen: Verwaltung sieht keine starken Tempoüberschreitungen auf dem Bruchweg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Im Bürgerforum Darum/ Gretesch/ Lüstringen ging es jetzt vor allem um Verkehrsthemen. Aber auch das Bauen in zweiter Reihe war ein Thema.

Osnabrück. Intensiv tauschten sich die Anwohner und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert beim Bürgerforum im Gemeindehaus der Petruskirche über die Verkehrssituation im Bruchweg aus.

Ausgangspunkt war die Anfrage eines Anliegers, ob der Bruchweg auf vier Meter verbreitert und insbesondere im Bereich der durchgehenden Bebauung ein Fuß- und Radweg angelegt werden könne. Als Begründung zitierte Griesert den Anwohner: Täglich vielfache lebensgefährliche Situationen für Fußgänger auf der lediglich dreieinhalb Meter breiten Verbindungsstraße Bruchweg zwischen dem Schledehauser Weg in Lüstringen und der Belmer Straße in Belm.″

Mit der Anfrage hatte sich der Fachbereich Städtebau in Abstimmung mit dem Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen befasst. Er verwies auf eine frühere Anfrage und in diesem Zusammenhang vorgenommene Messungen. Das Fazit der Messungen in beiden Richtungen an vier Tagen im Juli und Oktober 2015: Durchschnittsgeschwindigkeiten von 44 bis 46 Stundenkilometern und eine Anzahl von 780 bis 870 Kraftfahrzeugen pro Tag. Diese Ergebnisse seien bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde akzeptabel, und auch die Geschwindigkeitsbegrenzung selbst sei durchaus angemessen″, hatte die Stadtverwaltung festgestellt. Ferner würden Radfahrer auch bei einer Umgestaltung im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Für Fußgänger seien grundsätzlich Gehwege wünschenswert″, las Griesert aus der Antwort der Fachleute vor. Eine Verbreiterung der Straße sei nur mit Grunderwerb möglich, und dagegen spreche die Haushaltslage der Stadt, so der Oberbürgermeister weiter.

Anwohner Michael Kottmann zweifelte die seinerzeit gemessenen Geschwindigkeiten allerdings an: Ich habe den Kasten gesehen, mit dem gemessen wurde. Da werden viele gedacht haben, es wird geblitzt.″ Seiner Meinung nach seien bergauf Geschwindigkeiten von 70, 80, oder 100 Stundenkilometern″ realistisch. Da muss etwas geschehen, dort gehen viele spazieren″, so Kottmann, der sich allerdings gegen einen Ausbau aussprach.

Auch ein weiterer Nachbar war gegen einen Ausbau, jedoch für eine Zone 30″. Im Zuge der Diskussion kam der Ruf nach Bodenschwellen auf, doch Griesert warnte vor Geräuschbelästigungen: Ich sage nur: Man hört es gut, wenn man Bodenschwellen vor dem Haus hat.″ Dennoch nahm die Mehrheit der Anwesenden den Vorschlag einer preiswerten Lösung in Form von aufgenagelten Schwellen positiv auf. Griesert nahm die Idee mit zurück ins Rathaus und versprach: Wir prüfen auch Tempo 30.″

Bauen in zweiter Reihe

Ein weiteres Thema des Abends war das Bauen in zweiter Reihe, wobei Griesert die konkrete Anfrage einer Anwohnerin am Stadtweg schon aus früheren Gesprächen kannte. Nehmen Sie sich einen Planer und lassen Sie sich einen Vorschlag machen″, riet Griesert. Denn für die Erschließung des 4000 Quadratmeter großen Grundstücks, dessen hinterer Teil nicht im Bebauungsplan enthalten sei, sei der Bau einer Straße notwendig. Außerdem gab das Stadtoberhaupt zu bedenken: Sobald hinten auf einem Grundstück gebaut wird, sind auch die Nachbarn betroffen.″ Und wenn von zehn Nachbarn fünf nicht wollten, gebe es kein Planverfahren. Im konkreten Fall könne er sich grundsätzlich eine Bebauung vorstellen, allerdings könne die Stadt dafür nicht die Planung übernehmen.

Anschließend gingen unter anderem Detlef Schnier vom Servicebetrieb und André Kränske von den Stadtwerken auf Beschwerden zu Schäden in Fuß- und Radwegen, auf Fußwege ragende Hecken sowie nach der Leerung falsch zurückgestellte Mülleimer ein. Sie versprachen Besserung. Was geforderte Verbesserungen für die Situation von Radfahrern auf der Mindener Straße anging, erklärte Griesert mit Blick auf die Haushaltslage der Stadt: Das Thema , Ausbau Mindener Straße′ steht seit zehn Jahren in der langfristigen Planung. Ich hätte zumindest gerne, dass wir in der Planung vorankommen.″

Darum/ Gretesch/ Lüstringen, Atter, Pye mehr aus Osnabrück und seinen Stadtteilen auf noz.de/ os

Bildtext:
Der Verkehr auf der Mindener Straße bleibt ein Dauerbrenner-Thema im Bürgerforum Darum/ Gretesch/ Lüstringen. Jetzt ging es vor allem um die Situation der Radfahrer.

Foto:
Archiv/ Michael Gründel
Autor:
Claudia Sarrazin


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