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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gäste aus Asien und Afrika
Zwischenüberschrift:
Jugendliche tauschen sich an Osnabrücker Schulen über Nachhaltigkeit aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung sind aktueller denn je. Um sich mit Schülern über ihren Einsatz für die Nachhaltigkeitsziele auszutauschen, haben Jugendliche aus Asien und Afrika die Ursulaschule und das Graf-Stauffenberg-Gymnasium besucht.

Osnabrück. Über einen Jugendaustausch von terre des hommes besuchen die drei Jugendlichen aus Nepal, Indien und Simbabwe derzeit Schulen in Norddeutschland. In lokalen Jugendnetzwerken setzen sie sich in ihrer Heimat auf unterschiedliche Weise für die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals SDG) ein. Dort wurden sie zu Delegierten gewählt, um sich mit deutschen Jugendlichen über ihre Aktivitäten auszutauschen″, berichtete die Koordinatorin der internationalen Jugendnetzwerke von terre des hommes Anna Büschemann.

Als Fortführung der Millenniumsziele wurden auf dem UN-Gipfel in New York im September 2015 insgesamt 17 Oberziele beschlossen, darunter Ernährungssicherung, Verringerung von Ungleichgewichten und Klimaschutz mit 169 ambitionierten Unterzielen. Entsprechend vielfältig ist das Engagement der drei Jugendlichen. Dilip Kumar Shahi (24) aus Nepal zum Beispiel sorgt in seinem Heimatort, der keinen Zugang zu Elektrizität und zum Straßennetz hat, für die Verbreitung erneuerbarer Energien. Über eigene Radiosendungen verbreitet er mit seinem Netzwerk auch Informationen zum Katastrophenschutz. Der 18-jährige Puran Singh aus Indien kämpft gegen die Mangelernährung und für einen nachhaltigen Getreideanbau in seinem Dorf. Und Siatra Msandu (18) aus Simbabwe engagiert sich dafür, jungen Menschen und ihren Anliegen eine Stimme zu geben. In ihrem Projekt werden Jugendliche zu Journalisten ausgebildet.

Gesprächsstoff für den Workshop im Politikkurs an der Ursulaschule gab es also ausreichend. Die SDG betreffen alle Länder und sind damit für beide Seiten ein wichtiges Thema″, betonte Büschemann. Über terre des hommes führten ausgebildete Multiplikatorinnen vier Unterrichtseinheiten zur Vor- und Nachbereitung mit den Schülern durch.

Im persönlichen Austausch wurde den jungen Erwachsenen direkter als über den öffentlichen Diskurs bewusst, welchen weltweiten Herausforderungen begegnet werden muss. Man kann viel reden im Unterricht. So hatten wir aber die Möglichkeit zu erfahren, wie es in anderen Leben aussieht und was man alles tun kann″, sagte Schülerin Sophia Dorenkamp. Sehr bereichernd″ war auch das Fazit von Lehrer Tobias Romberg. Der Besuch der internationalen Jugendlichen im Politikkurs war der Auftakt der Unterrichtsreihe zum Klimaschutz.

Am Graf-Stauffenberg-Gymnasium tauschten sich Dilip, Puran und Siatra mit einem Erdkundekurs unter der Leitung von Heide Schimmel aus.

Schon als die internationalen Gäste von ihrem Lebensalltag und den Anstrengungen auf ihrer Reise nach Deutschland Dilip musste dafür zunächst eine zweitägige Wanderung zurücklegen berichteten, waren die Zehntklässler baff. Während des Workshops diskutierten die Schüler in gemischten Gruppen über das globale Ungleichgewicht und entwickelten Ideen, wie Menschen ein besserer Zugang zu Entscheidungsprozessen ermöglicht werden kann.

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Bildtext:
Aus Indien, Nepal und Simbabwe kommen die drei internationalen Jugendlichen, die auf ihrer Reise durch Norddeutschland auch Schulen in Osnabrück besuchen, wie hier einen Politikkurs der Ursulaschule.

Foto:
Antonia Wahmhoff
Autor:
Antonia Wahmhoff


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