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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Unruhe wegen Teilhabegesetz
Zwischenüberschrift:
Neujahrsempfang der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit rund 250 Mitarbeitern, Angehörigen sowie Freunden und Kooperationspartnern feierte die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO) ihren Neujahrsempfang. Dabei ging es um den Rück- und Ausblick auf das eigene Tun.

In einem Vortrag und Hintergrundgespräch schilderten Heiner Böckmann (HHO-Geschäftsführer) und Peter Langer (Vereinsvorstand), was die Hilfe für Menschen mit Handicap bewegt hat und noch bewegt.

Sorge etwa bereitet das Bundesteilhabegesetz, das am 1. Januar in Kraft getreten ist. Das hat im Vorfeld schon zu Unruhe bei den Beschäftigten geführt, weil keiner genau wusste, was mit dem neuen Gesetz auf uns zukommt″, sagte Böckmann.

Neben vielen Petitionen und Gesprächen mit Politikern habe man tatsächlich etwas zum Positiven bewegt, ergänzte Peter Langer. Es hat wichtige Nachbesserungen gegeben, was beispielsweise den Zugang zu Leistungen der Eingliederungshilfe oder den parallelen Anspruch von Leistungen der Eingliederungshilfe und Pflegeversicherung betrifft.″

Auch Wolfgang Prühs vom Werkstattrat betonte eine wichtige Veränderung, die das neue Gesetz bringe: Das Arbeitsförderungsgeld wird von 26 auf 52 Euro angehoben und nicht auf den Hartz-IV-Satz angerechnet.″

Zum Hintergrund: Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) sollen die Rechte der 7, 5 Millionen Menschen mit Behinderung gestärkt werden. Sie sollen selbst wählen können, wo und wie sie leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Das BTHG kann nur ein Anfang sein″, meinte HHO-Geschäftsführer Heiner Böckmann. Um zu analysieren, wie die nächsten Schritte des BTHG aussähen, habe man sich bereits fachjuristische Unterstützung geholt.

Vorgestellt wurde während des Empfangs Michael Kempf, der neue Prokurist für den Bereich Arbeit bei der HHO. Er löst Uwe Bergfeld ab, der in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Gut eingelebt haben sich nach eigenen Angaben auch die Bewohner im sogenannten Wir-Quartier im ehemaligen Bus-Depot. Dort leben seit Ende 2015 Studenten und Menschen mit Behinderung unter einem Dach. Gemeinsame Aktivitäten der Bewohner sind nicht nur gewünscht, sondern werden mit viel Eifer und Elan auch in die Tat umgesetzt″, sagte Böckmann beim Neujahrsempfang. So sei man im Sommer per Kanu auf der Hase unterwegs gewesen, es würden Gebärdenkurse durchgeführt, und auch Praxisprojekte der Studenten fänden im Alltag statt.

Jobvermittlung

Böckmann und Langer dankten auch den Kopperationspartnern aus der Wirtschaft. Sie seien Vorreiter und ebneten den Menschen mit Behinderung einen Weg für selbstbestimmte Teilhabe″ im Arbeitsleben. 2016 habe man so acht Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermitteln können, davon fünf aus dem eigenen betrieblichen Berufsbildungsbereich.

Bildtext
Sprachen beim Neujahrsempfang der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (von links): Heiner Böckmann (Geschäftsführer), Wolfgang Prühs (Werkstattrat), Michael Kempf (Prokurist Arbeit) und Peter Langer (Vereinsvorstand).

Foto:
David Ebener
Autor:
steb


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