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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Imkerei ist in Deutschland so populär wie nie″
Zwischenüberschrift:
Züchter werben auf norddeutschen Großtagen um mehr Rücksicht auf Bienen – Land unterstützt Bauern bei Kooperation
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Celle. Bienenfutter, Königinnenzuchtzubehör, Imkerschutzkleidung, Honigrührgeräte, Gießformen für Kerzen auf den norddeutschen Großimkertagen am Wochenende in Celle haben sich Imker über neueste Entwicklungen informiert und über aktuelle Themen wie den Schutz vor Bienenkrankheiten diskutiert. Wir rechnen mit mehr als 2000 Besuchern. Die Imkerei ist in Deutschland so populär wie nie″, sagt Klaus Ahrens, Vorstandsmitglied des Deutschen Berufs- und Erwerbs- Imker-Bundes.

Nach seinen Angaben gibt es bundesweit rund 200 Berufsimkereien sowie 4000 Nebenerwerbsimkereien. Sie wandern jedes Jahr mit ihren Bienenvölkern dorthin, wo gute Erträge zu erwarten sind, etwa ins Alte Land bei Stade oder in die Lüneburger Heide.

Einer der Nebenerwerbsimker ist Rudolf Jansen aus Lehe im Emsland, der in der Papierherstellung gearbeitet hat. Heute als Rentner imkert er weiterhin und verkauft in Lehe seine Bienenprodukte. Unsere Kunden kommen aus einem Umkreis von 100 Kilometern. Man darf ihnen nicht nur ein paar Honigsorten anbieten, sondern braucht viele Nebenprodukte. Bei uns läuft zum Beispiel Met sehr gut″, sagt Jansen.

Ahrens besitzt 200 Bienenvölker und betreibt in der dritten Generation in Müden/ Örtze am Rande der Lüneburger Heide eine Vollerwerbsimkerei. Der Honig wird vom Familienbetrieb direkt verkauft, über Wochenmärkte, den Hausladen oder im Internet. Die Preise haben sich seit der Wende fast verdoppelt. Deutschland ist beim Honigverbrauch weltweit führend, der Pro-Kopf-Verzehr liegt im Jahr bei 1, 1 Kilo. Wir können den deutschen Bedarf nur zu 20 Prozent selber decken, 80 Prozent des Honigs werden importiert″, sieht Ahrens für die Zukunft gute Perspektiven für die Imkerei, allerdings nicht ohne Risiken. Es gibt Kollegen, die haben im vergangenen Jahr alle ihre Bienen verloren″, sagt Ahrens. Die sich ausbreitende Varroa-Milbe ist in seinen Augen nur ein Grund für diese Entwicklung: Es fehlen Blühflächen, und es werden zu viele Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt, die die Bienen beeinträchtigen.″

In Niedersachsen sieht Ahrens positive Gegenansätze: Das Land unterstützt Landwirte finanziell, wenn sie für Bienen Grünflächen anlegen und dabei mit Imkern kooperieren. So seien im vergangenen Jahr 20 000 Hektar neue Blühflächen in Niedersachsen entstanden. Diese Landwirte nehmen mehr Rücksicht auf die Bienen und setzen Pestizide anders ein″, sagt Ahrens. Das liege in ihrem eigenen Interesse, denn für die Bestäubung der Pflanzen seien Bienen notwendig.
Autor:
Joachim Göres


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