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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Skandalöse Begünstigung
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Wundermittel macht die Luft kaum sauberer″ und dem Kommentar Wäre auch zu schön″ von Wilfried Hinrichs (Ausgabe vom 2. Januar).

Die Hoffnung, mit Titandioxid die Umweltbelastungen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu senken, hat sich ja wohl erledigt. Erschreckend sind die Messergebnisse auf der A 1: 105 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft; auf dem Osnabrücker Schlosswall sind es , nur′ 49 Mikrogramm, die aber den innerstädtischen Grenzwert überschreiten.

Diese Schadstoffe werden vor allem durch Dieselmotoren verursacht. Mit einer Minderung ist nicht zu rechnen: 2016 wurden in Deutschland 38, 3 Millionen Tonnen Diesel abgesetzt (4, 1 Prozent mehr als im Vorjahr). Das entspricht bei einer Dichte von 0, 84 circa 45, 6 Milliarden Litern.

Skandalös ist die Begünstigung dieses problematischen Kraftstoffs, für den gegenüber Superbenzin 21, 9 Cent je Liter weniger Steuern (inklusive Mehrwertsteuer) zu entrichten sind. Bezogen auf den Gesamtabsatz von Diesel, summiert sich der Steuervorteil auf circa zehn Milliarden Euro so sehr belohnt der Staat diejenigen, die überproportional die Problemschadstoffe verursachen.

Zwar liegen die Kfz-Steuern für Diesel-Pkw etwas höher als für vergleichbare Benziner, aber sie kompensieren bei Weitem nicht die Entlastung durch die Mineralölsteuer. Von diesem System profitieren die Vielverbraucher, die Lasten tragen aber wir alle.

Eine ökologisch sinnvolle Steuerung sieht anders aus, sie muss sich am Verursacherprinzip orientieren. Der Kommentar von Herrn Hinrichs endet unter anderem mit der Hoffnung auf alternative Antriebe und dem Wunsch nach weniger Bleifuß. Dem kann man nur beipflichten, aber ich bin skeptisch. Die Förderung von Alternativen geschah bisher lustlos, und an den Bleifuß hat sich noch keine Regierung getraut: Eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen eine einfache, effiziente und vor allem kostenlose Maßnahme zur Schadstoffreduzierung gibt es immer noch nicht.″

Ulrich Mühlenhoff

Osnabrück
Autor:
Ulrich Mühlenhoff


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