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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Seniorenbeirat jetzt viel bunter″
Zwischenüberschrift:
Offeneres Wahlsystem weckt großes Interesse – 31 Kandidaten für 13 Plätze
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
31 Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt, 13 von ihnen wurden in den neuen Osnabrücker Seniorenbeirat gewählt. Die Abstimmung in der Volkshochschule war die erste nach Verabschiedung einer neuen Geschäftsordnung mit weitreichenden Änderungen.

Osnabrück. Die Zeiten, in denen Senioren im Sessel saßen und Pfeife rauchten, seien vorbei, erklärte Ulrich Freisel, Fachdienstleiter für den Bereich Bürgerengagement der Stadt Osnabrück: Die Senioren heute sind ganz anders drauf. Viel agiler, mit anderen Interessen.″ Dazu gehöre, kommunale Politik mitzugestalten.

Der Seniorenbeirat bietet älteren Bürgern bereits seit 1975 die Möglichkeit, sich für die Belange der über 60-Jährigen in der Stadt einzusetzen, aber bei dieser Wahl war das Interesse an einer Mitarbeit in dem Gremium besonders groß: 31 Kandidaten, so viele wie noch nie, stellten sich in der Volkshochschule zur Wahl.

Dass sich so viele Interessenten überhaupt für einen Posten im Seniorenbeirat bewerben konnten, ist der neuen Geschäftsordnung zu verdanken, die im vergangenen Jahr noch der alte Rat verabschiedet hat. Bisher bestand der Seniorenbeirat lediglich aus zehn Mitgliedern: Fünf von ihnen wurden von Wohlfahrtsverbänden entsandt, fünf weitere gewählt. Kandidaten durften jedoch nur von Seniorengruppen mit mindestens 50 Mitgliedern vorgeschlagen werden, was dazu führte, dass dem Gremium vor allem Gewerkschafts- und Kirchenvertreter angehörten. Der Seniorenbeirat war immer gleich besetzt″, erklärte Freisel.

In der neuen Geschäftsordnung wurde die Zahl der Mitglieder nun von 10 auf 15 erhöht, außerdem entsenden die Wohlfahrtsverbände nur noch zwei Senioren, während der Rest gewählt wird. Zudem können nun Verbände unabhängig von ihrer Mitgliederzahl Kandidaten vorschlagen. Sogar Einzelpersonen haben die Möglichkeit, sich zu bewerben. Plötzlich ist der Seniorenbeirat viel bunter, aber das war auch unser Ziel″, meinte Freisel zufrieden. Dem Beirat gehören außerdem die Ratspolitiker Anke Jacobsen (Grüne), Günter Sandfort (CDU) und Andreas Reinisch-Klaß (SPD) als Vertreter des Sozialausschusses an.

Stimmberechtigt waren 52 Delegierte aus verschiedenen Osnabrücker Seniorengruppen. Vor der Wahl stellten sich die Kandidaten den Seniorenvertretern vor. Viele von ihnen hätten dabei betont, dass sie generationenübergreifend tätig werden möchten, fasste die Leiterin des Seniorenbüros Anette Herlitzius anschließend zusammen.

Verwaltung und Wählern war es unter anderem wichtig, dass mindestens ein Senior mit Migrationshintergrund den Sprung ins Gremium schafft nicht zuletzt, weil zwölf Prozent aller Osnabrücker, die über 60 Jahre alt sind, ausländische Wurzeln haben. Am Ende erzielte der aus Nigeria stammende Nnamdi Ambrose Ojinnaka Chief mit 33 Stimmen sogar das beste Ergebnis. Das war vielen offenbar ein Anliegen″, so Herlitzius. Ojinnaka war bei der Wahl allerdings nicht anwesend und muss diese noch offiziell annehmen.

Ebenfalls ins Gremium gewählt wurden Jörg-Martin Rassow (27 Stimmen), Peter Landscheidt (24), Paul Meimberg (21), Ralf Haas (20), Helga Stübbe (20), Mathias Eckardt (20), Jürgen Wilkewitz (19), Dietmar Bax (18), Elisabeth Bühring (18), Burckhard Döhmen (18), Bernd Glüsenkamp (18) und Hartmuth Böth (17).

Die Amtsperiode des neuen Seniorenbeirats beträgt fünf Jahre. Das Gremium beschäftigt sich unter anderem mit Themen wie seniorengerechtem und zugleich bezahlbarem Wohnraum, Altersarmut, Teilhabe und Freizeitmöglichkeiten für Ältere oder der Pflegereform. Seine erste Sitzung hat der neue Beirat am Mittwoch, 15. Februar. Danach warten mehrere Workshops auf die Mitglieder, die sie auf ihre Tätigkeit vorbereiten.

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Bildtext:
Vertreten die Interessen der über 60-Jährigen in Osnabrück: die neu gewählten Mitglieder des Seniorenbeirats.

Foto:
Parton
Autor:
Danica Pieper


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