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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr Kontrollen in den Bussen
Zwischenüberschrift:
250 000 Euro Verlust durch Schwarzfahrer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Geschätzt eine Viertelmillion Euro ist den Stadtwerken Osnabrück im vergangenen Jahr durch Schwarzfahrer durch die Lappen gegangen. Die Kontrollen in den Bussen sollen nun verschärft werden.

Zukünftig werden auf allen Linien im Stadtverkehr verstärkte Fahrscheinkontrollen durchgeführt, teilen die Stadtwerke mit. Vor allem zugunsten unserer ehrlichen Fahrgäste wollen wir ein Zeichen gegen Schwarzfahrer setzen″, wird Werner Linnenbrink, der Leiter des Mobilitätsangebots, in einer Mitteilung zitiert. Das ärgert natürlich nicht nur die Stadtwerke, sondern vor allem diejenigen, die unsere Dienstleistung bezahlen″, so Linnenbrink weiter. Daher habe man sich entschlossen, verstärkt Kontrollen auf allen Linien durchzuführen. Die Kontrolleure können sich dabei stets ausweisen.

Zwar ist die geschätzte Quote der Schwarzfahrer in 2016 im Vergleich zu den Vorjahren etwas zurückgegangen, der verursachte Schaden geht jedoch weiterhin in die Hunderttausende. Für das vergangene Jahr bilanzieren die Stadtwerke die Schwarzfahrerquote auf 1, 36 Prozent was ungefähr die Hälfte der Quote im Bundesdurchschnitt ausmacht. 2015 hatte der Anteil noch bei 1, 8 Prozent gelegen, 2014 bei 1, 4 Prozent und im Jahr davor bei 0, 9 Prozent. Wie hoch die Schwarzfahrer-Quote in der Realität ist, lässt sich nicht genau beziffern. Allerdings dürfte die Dunkelziffer noch deutlich höher liegen, da freilich nicht jeder Fahrgast ohne Ticket auch erwischt wird.

Wie hoch der entstandene Schaden ist, lässt sich ebenfalls nur grob schätzen. Die Stadtwerke rechnen nach eigenen Angaben aber durchaus mit Mindereinnahmen von rund 250 000 Euro. Das ist aber eine geschlossene Zahl. Wir können ja nicht feststellen, welcher Fahrschein vom Schwarzfahrer genutzt wird″, sagt Stadtwerke-Sprecherin Katja Diehl auf Nachfrage unserer Redaktion. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 hatte der geschätzte Betrag bei 400 000 Euro gelegen der Gegenwert zweier kleiner Elektrobusse.

Wird ein Schwarzfahrer von den Kontrolleursteams erwischt, ist ein erhöhtes Beförderungsentgelt″ von 60 Euro fällig. Dieses Bußgeld juristisch gesehen eigentlich eine Vertragsstrafe hatten die Stadtwerke Anfang 2015 um 20 Euro erhöht, was aber offenbar zu keiner Verbesserung der Zahlungsmoral beigetragen hat.

Schwarzfahren oder Beförderungserschleichung″, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt ist eine Straftat, die in der Regel mit einer Geldstrafe geahndet wird. Das Fahren ohne gültiges Ticket kann sogar in einer Gefängnisstrafe münden, wenn der Täter beispielsweise unter laufender Bewährung steht, hartnäckiger Wiederholungstäter ist oder mehrere Vorstrafen hat.
Autor:
sph


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