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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mann und Schlange aus Feuer gerettet
 
Würgeschlange aus brennendem Haus gerettet
Zwischenüberschrift:
Boa constrictor lebt erst einmal im Zoo
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Aus einem brennenden Haus im Osnabrücker Stadtteil Widukindland hat die Feuerwehr eine Boa constrictor gerettet. Ein 44-jähriger Bewohner des Hauses wurde mit Brandverletzungen in eine Spezialklinik gebracht.

ski Osnabrück. Am Mittwoch hat die Feuerwehr eine fast zwei Meter lange Würgeschlange in einem brennenden Haus im Widukindland gefunden. Sie ist im Osnabrücker Zoo untergebracht.

In dem Haus lebte eine Frau gemeinsam mit ihrem 44-jährigen Sohn. Der Mann wird mit Brandverletzungen noch in einem Spezialklinikum behandelt, die Frau ist bei Angehörigen untergebracht. Das teilte die Polizei auf Anfrage mit. Das Haus ist vorerst unbewohnbar.

Die Feuerwehrleute fanden die Schlange im Obergeschoss in einem Terrarium, wie Feuerwehrsprecher Jan Südmersen berichtet. Bei der Schlange handelt es sich um eine Boa constrictor.

Schlangenhaken

Wahrscheinlich haben die Rettungskräfte dem Tier das Leben gerettet; der Dachstuhl des Hauses brannte ab, und auch das Obergeschoss wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Das Tier hatte sich in einem Tontopf verkrochen, der ihm als Rückzugsort in dem Terrarium diente. Wir haben den Tontopf mit der Schlange herausgehoben und zunächst in einen Wäschekorb gelegt und nach draußen gebracht″, sagt Südmersen.

Als das Tier fliehen wollte, packten die Feuerwehrleute mit einem Schlangenhaken zu und verfrachteten es in eine leere Papiertonne. Da die Feuerwehr in Osnabrück auch für Tierrettung zuständig ist, hatten wir einen Schlangenhaken dabei″, so Südmersen. Die Schlange wurde in einem speziellen Behälter schließlich vorübergehend dem Osnabrücker Zoo übergeben.

Der Schlange geht es offenbar gut. Routinemäßig befinde sie sich in Quarantäne, wie Tobias Klumpe, Biologe am Osnabrücker Zoo, erklärt. Er schätzt, dass das Tier zwischen 15 und 20 Jahre alt ist. Vermutlich handelt es sich um ein Weibchen.″

Auch wenn es sich um eine Würgeschlange handelt: Einen erwachsenen Menschen töten könne sie nicht, sagt Klumpe. Im schlimmsten Fall verbeiße sich die Schlange mit ihren kegelförmigen Zähnen. Das könne zwar schwere Bisswunden nach sich ziehen, giftig sei das nicht. Ihre Kräfte reichten nicht aus, um jemanden zu erwürgen.

Nicht gefüttert

Bei ihrer Ankunft sei sie ohnehin friedlich gewesen. Da es sich um ein wechselwarmes Tier handelt, ist ihre Aktivität abhängig von der Außentemperatur.″

Bei Kälte sei sie weniger aktiv. Gefüttert wird sie nicht. Schlangen fressen nur alle paar Wochen, und da wir nicht wissen, wann sie gefüttert wurde, bekommt sie vorerst nichts″, so Klumpe. Bis zu zwei ausgewachsene Kaninchen pro Mahlzeit könne die Schlange verdrücken.

Im Zoo wartet die Boa constrictor jetzt darauf, dass ihr Besitzer sie wieder abholt. Wann das sein wird, sei nicht klar, sagte Hanna Rickert vom Zoo Osnabrück.

Bildtext:
Diese Würgeschlange retteten die Feuerwehrleute aus dem brennenden Haus. Das Tier ist jetzt im Osnabrücker Zoo untergebracht, bis die Besitzer es wieder zu sich nehmen können.

Foto:
Zoo Osnabrück
Autor:
ski


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