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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Glätte sorgt für Chaos auf den Straßen
Zwischenüberschrift:
Eisregen bringt Autos und Fußgänger ins Schleudern – Obdachlosenheime füllen sich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Straßen sind Eisbahnen, auf Autobahnen geht nichts mehr, und Fußgänger stürzen alle paar Meter: In Niedersachsen wird am Wochenende wegen Eisregens die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen. Die Kälte stellt auch Obdachlose in den Städten vor Probleme.

Hannover. Es muss schon schlimm kommen, wenn der Deutsche Wetterdienst warnt: Bleiben Sie im Haus! Doch die Warnung war berechtigt Fußgänger schlitterten unsicher über die Bürgersteige, Autofahrer quälten sich im Schritttempo über die Autobahnen und durch die Städte. Eisregen hatte viele Straßen im Nordwesten vor allem am Samstagabend in gefährliche Rutschbahnen verwandelt .

Von Samstagabend bis zum frühen Sonntagmorgen kam es binnen weniger Stunden zu fast 700 Einsätzen der Polizei, wie das Lagezentrum des Innenministeriums mitteilte. Allein im besonders betroffenen Hannover waren es fast 250 Einsätze. Landesweit gab es rund 630 Verkehrsunfälle. Die meisten gingen glimpflich aus, doch ein 67-Jähriger starb, als er mit seinem Auto bei Devese in der Region Hannover gegen einen Baum krachte.

Auf der Autobahn 30 in Ostwestfalen ereignete sich am Samstagabend auf spiegelglatter Fahrbahn eine Massenkarambolage, in die 16 Pkw und zwei Lastwagen verwickelt waren. Bei dem Unfall in Höhe der Anschlussstelle Löhne-Hüllhorst trugen vier Menschen leichte Blessuren davon.

Ebenfalls auf der A 30 bei Bad Bentheim wollte eine Lastwagenfahrerin zwei Räumfahrzeuge überholen, die ihr laut Polizei offensichtlich zu langsam fuhren. Auf der schneebedeckten Überholspur kam sie mit ihrem leeren Sattelschlepper ins Schleudern und kollidierte mit der Leitplanke. Der Schaden beträgt etwa 50 000 Euro.

Auch im Emsland waren die Straßen glatt. Am Samstagabend verunglückte eine Autofahrerin zwischen Freren und Schapen. Die Rettungskräfte mussten sie aus dem Fahrzeug bergen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Zum Auto geschlittert

Nicht nur die Autofahrer wussten sich kaum zu helfen: Auch die Fußgänger schlitterten unsicher über die Eisflächen auf den Gehwegen. Mancher nahm′s mit Humor: Das ist nicht ohne″, sagte ein Mann am Samstagabend in Hannover und schlitterte mehr oder weniger elegant zu seinem Auto. Andere Fußgänger gingen strategisch vor und planten ihre Route von einem Zaunpfahl zum nächsten. Oder sie hofften, dass direkt vor den Geschäften Salz gestreut war. Sie alle aber einte eines nämlich der unsichere Gang.

Keine Lage allerdings, in der es nicht auch Unbelehrbare gibt: Junge Leute nutzten einen spiegelglatten Parkplatz für Schleudertrainings und ließen sich nicht einmal von einem schweren Unfall abschrecken. Bereits am Freitagabend hatten Autofahrer bei minus 15 Grad auf dem Eis des Parkplatzes am Torfhaus im Oberharz Schleudern geübt. Dabei war eine 17-Jährige schwer verletzt worden. Obwohl die Polizisten an Ort und Stelle Bußgelder verhängten, trafen sich dort am Abend darauf erneut risikofreudige Autofahrer nach einem Aufruf via Facebook. Die Polizei erteilte mehr als 40 Fahrern Platzverweise.

Warnung aufgehoben

Vorsicht blieb auch am Sonntag angebracht, denn nicht alle Straßen waren trotz leichter Plusgrade eisfrei. Und doch: Das Schlimmste ist überstanden″, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Die Glatteiswarnung wurde aufgehoben.

Mit den winterlichen Temperaturen verschärft sich auch die Lage der Obdachlosen. In Hannover leben nach Auskunft der Stadt derzeit rund 1120 Menschen in städtischen Unterkünften. Damit sind die Plätze nahezu ausgelastet″, sagte ein Sprecher am Freitag. Andernorts melden die Städte noch freie Plätze in den Unterkünften, wie eine Umfrage ergab. Die Einrichtungen in Bremen und in Braunschweig sind demnach zu rund 80 Prozent belegt. In Osnabrück ist den Angaben zufolge noch jeder zweite der 50 Plätze in der städtischen Unterkunft frei.

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Bildtext:
Spiegelglatt, da mit Eis überzogen, waren die Straßen vielerorts in Niedersachsen, so auch in Hannover.

Foto:
dpa
Autor:
dpa/epd


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