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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
100 000 Besucher beim Winterzauber
 
100 000 beim Winterzauber
Zwischenüberschrift:
Veranstalter mit Premiere zufrieden – „Ein Imagegewinn für die Stadt″
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Vom ersten Tag an seien sie mit dem Besucherandrang beim Winterzauber auf dem Osnabrücker Ledenhof zufrieden gewesen, bilanzieren die Veranstalter ihr in diesem Winter erstmalig durchgeführtes Eislaufbahnprojekt.

Noch am heutigen Samstag und am Sonntag können Jung und Alt die Schlittschuhe unterschnallen und auf der Kunsteisfläche ihre Runden drehen. Hinzu kommt ein buntes Programm unter anderem mit dem Dinner for One on Ice am Samstag.

Der Winterzauber soll im kommenden Winter auf alle Fälle eine Neuauflage finden. Die Organisatoren um Schausteller Bernhard Kracke hoffen, dass ihnen die Stadt bei den Kosten für die Platzmiete entgegenkommt. Die Stadt habe keine Kosten, aber einen Imagegewinn durch die Veranstaltung, so die Argumentation.

amstag und Sonntag noch, dann ist der Winterzauber auf dem Ledenhof vorbei. Die Veranstalter Bernhard Kracke, Roman Heyn, Bernd Tovar und Fredi Welte sind zufrieden mit der Premiere ihrer Eisbahn gegenüber dem Osnabrücker Schloss. Sie zählten etwa 100 000 Besucher.

Osnabrück. Wir waren ab dem ersten Tag mit der Resonanz sehr zufrieden″, so Bernd Kracke, Sprecher der vier Gesellschafter, die sich zusammengetan haben, um erstmalig eine Eisbahn in Osnabrück als weitere Attraktion neben dem historischen Weihnachtsmarkt vor Dom und Rathaus, in der Johannisstraße und dem Winterdorf auf dem Neumarkt anzubieten.

Man habe mit weniger Besuchern gerechnet, gibt Kracke zu. Umso erfreulicher sei das nun erreichte Ergebnis, dass nach seiner Meinung auch für die Stadt am Ende eine mehr als positive Bilanz aufweise. Kracke rechnet vor, dass pro Besucher etwa 4, 50 Euro durch verschiedene Kanäle in Osnabrück blieben. Die Menschen sind durch die Stadt gegangen, um zu uns zu kommen″, sagt der Schausteller. So habe auch der Einzelhandel von den Besucherströmen zwischen Johannisstraße, Neumarkt, historischem Weihnachtsmarkt und Ledenhof profitieren können.

Kracke betont, dass der Winterzauber kein zweiter Weihnachtsmarkt sein wolle oder könne. Wir wollen hier keine Konkurrenzveranstaltung machen, sondern ganz bewusst mit der Eisbahn ein neues Highlight setzen.″ Ein Highlight, dass in anderen Städten auch in direkter Nachbarschaft zum Teil schon länger etabliert ist. Die vier Gesellschafter des Winterzaubers haben eine Menge Geld in die Hand genommen, um ihr Projekt zu finanzieren. Die Stadt habe die Veranstaltung keinen Cent gekostet″, betont Kracke. Müll, Strom, Wasser, Abwasser und alle anderen Kosten tragen voll und ganz wir″. Selbst der Statiker, der auf Wunsch der Stadt berechnet habe, ob die Tiefgarage die Last des Winterzaubers tragen kann, sei von ihm und seinen Kollegen bezahlt worden.

Dass es auch im kommenden Dezember einen Winterzauber geben wird, steht für Kracke außer Frage. An welchen Stellschrauben noch gedreht werden müsse, werde sich noch zeigen, auf alle Fälle habe sich das während der Veranstaltung präsentierte Programm bewährt. Vor allem aber sei die kostenlos zu nutzende Eisbahn von den Besuchern angenommen worden. Kracke hofft, das Schlittschuhvergnügen auch im kommenden Jahr kostenlos anbieten zu können und setzt dabei auf die Stadt. Noch hat es keine Entscheidung gegeben, ob und wenn ja, in welcher Höhe die Verwaltung Gebühren für die Nutzung des Ledenhofs in Rechnung stellen wird. Kracke gibt zu bedenken, dass mit der Eisbahn der Großteil der Fläche nicht kommerziell genutzt werde. Er sieht hier einen klaren Unterschied zu anderen Standorten oder der Maiwoche.

Wir arbeiten sehr gut mit der Verwaltung und der Osnabrück Marketing und Tourismus (OMT) zusammen″, betont Kracke. Auch deshalb sehen er und seine Mitstreiter den nun anstehenden Gesprächen hoffnungsvoll entgegen. Kracke ist klar, dass es die Fläche nicht zum Nulltarif geben wird. Wir sind da schon auch Realisten.″ Gleichzeitig wünscht er sich ein Entgegenkommen der Stadt. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt Kämmerer Thomas Fillep, dass derzeit an einer Vorlage für die Politik zur Gebührenkalkulation gearbeitet werde. Es sei eindeutiger Wille des Rates, für den Winterzauber einen Nachlass zu realisieren. Fillep hält eine deutliche Reduzierung in den ersten ein bis drei Jahren als Anschubfinanzierung durchaus für angemessen. Der Winterzauber ist ein Gewinn für die ganze Stadt″, verweist auch Fillep auf die große Zahl der Besucher, die ihr Geld nicht nur auf dem Ledenhof, sondern auch an anderer Stelle ausgeben.

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Bildtext:
Zufrieden mit dem Winterzauber auf dem Ledenhof: Bernhard Kracke.

Foto:
David Ebener

Kommentar:

Tolle Sache

Was Bernd Kracke und seine Mitstreiter auf dem Ledenhof aus dem Boden gestampft haben, war eine tolle Sache. Sie sind ein hohes finanzielles Risiko eingegangen, und das auch, weil sie von Anfang an so perfekt wie möglich sein wollten. Die Besucherresonanz gibt ihnen recht. Von allen Seiten ernten sie Lob für eine rundum gelungene Veranstaltung mit einem adäquaten Programm und einem kostenlosen Eislaufvergnügen, das so andernorts nicht selbstverständlich ist.

Dass die Organisatoren nun den Wunsch hegen, dass ihnen die Stadt bei den zu entrichtenden Gebühren entgegenkommt, geht völlig in Ordnung. Kracke und Co. sind nicht so naiv zu glauben, nun sei für sie alles umsonst, schließlich sind sie auch angetreten, um mit dem Winterzauber Geld zu verdienen, eine Gegenleistung für die von ihnen erbrachte Imagesteigerung für die Stadt Osnabrück erwarten sie aber schon. Das geht in Ordnung, denn die Stadt hat für diese Werbung keinen einzigen Cent bezahlt, sondern nur eine Fläche bereitstellen müssen.
Autor:
dk


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