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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrück bleibt auf der Sonnenseite
Zwischenüberschrift:
20 Prozent über Durchschnitt – Kältester Tag am 19. Januar, heißester Tag am 25. August
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
In der Region hat im vorigen Jahr erneut deutlich mehr die Sonne geschienen, als das im langjährigen Mittel der Fall war. Das Plus beträgt rund 20 Prozent. Der bisweilen hochsommerliche September mit nur zehn Liter Regen pro Quadratmeter geht in die Osnabrücker Wettergeschichte ein.

Osnabrück. 2016 war es etwas zu warm, womit sich der langjährige Trend fortsetzte. Aus der Statistik der Meteogroup-Wetterstation im Stadtteil Haste geht hervor, dass die Durchschnittstemperatur im vorigen Jahr 10, 1 Grad betrug. Das sind 0, 3 Grad mehr als im Vergleichszeitraum 1981 bis 2010 (9, 8 Grad). In Osnabrück ist die Abweichung niedriger als im gesamten Bundesgebiet. Auf ganz Deutschland berechnet, kommen die Meteorologen für 2016 auf eine Durchschnittstemperatur von 9, 6 Grad 1, 4 Grad mehr als im langjährigen Mittel.

September als großer Ausreißer

Mit 11, 1 Grad gilt 2014 als wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Osnabrück. In der Region waren im vorigen Jahr sieben Monate wärmer und fünf Monate kälter als im Vergleichszeitraum. Das klingt nach einem sehr durchschnittlichen Wetterjahr, wäre da nicht der September als großer Ausreißer. Die Durchschnittstemperatur betrug 2016 17, 3 Grad und damit 3, 1 Grad mehr als im langjährigen Mittel. Statistisch gesehen ist eine so große Abweichung selten.

Neun Hitzetage

Es gab im September drei Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius. Am 13. September wurden in der Spitze 33, 3 Grad gemessen. Etwas wärmer war es am 25. August, der mit 33, 8 Grad heißester Tag des Jahres war. Im August gab es vier Hitzetage, hinzu kommt je einer im Juni und Juli. Das bedeutet, dass 2016 die Temperatur an neun Tagen auf mehr als 30 Grad anstieg. Der Osnabrücker Hitzerekord 37, 2 Grad am 12. August 2003 wurde aber bei Weitem nicht geknackt.

Kältester Tag am 19. Januar 2016

Die Spitzenwerte bei den Tiefsttemperaturen waren 2016 vergleichsweise moderat. Der 19. Januar ist mit minus 9, 4 Grad in den Nachtstunden als kältester Tag des Jahres in der Wetterstatistik registriert, gefolgt vom 6. Dezember mit minus 8, 0 und dem 30. November mit minus 7, 6 Grad. Leichten Dauerfrost gab es an fünf Tagen im Januar. Am 6. Januar setzte Eisregen ein und verursachte gefährlich glatte Straßen und Wege. Schüler konnten sich freuen, da ihnen das Winterwetter einen zusätzlichen Ferientag bescherte. Zur Monatsmitte gab es etwas Schnee.

Nach einem recht milden, aber verregneten Februar war es im März und April vergleichsweise kühl. Die Natur kam erst spät in Gang. Im April wurde an 13 Tagen Bodenfrost gemessen. Der lang ersehnte Frühling kam spät und brachte vom 6. bis 13. Mai gleich frühsommerliches Prachtwetter mit Temperaturen um 25 Grad.

85, 6 Liter weniger Regen

Nach einem zu nassen Jahr 2015 war es 2016 etwas zu trocken in Osnabrück und Umgebung. Insgesamt fielen 775, 4 Liter Niederschläge pro Quadratmeter und damit 85, 6 Liter weniger als die durchschnittlichen 861 Liter des Vergleichszeitraums 1981 bis 2010. 2015 hatte die Regenmenge 930, 2 Liter betragen.

In der Niederschlagsstatistik für 2016 ragen zwei Monate heraus. Besonders regenreich war der Juni mit 210, 9 Litern pro Quadratmeter (Mittelwert: 68 Liter). Nach schwülwarmen 33 Grad am Donnerstag, 23. Juni, entluden sich schwere Gewitter, und es gab innerhalb von drei Tagen fast 90 Liter Regen. In der Region kam es vereinzelt zu Überschwemmungen, während es in anderen Teilen Deutschlands sintflutartig regnete.

20 Tage am Stück trocken

Der September dürfte als einer der trockensten Monate in die Osnabrücker Wettergeschichte eingehen. Insgesamt fielen nur zehn Liter Regen. Vom 5. bis 24. September blieb es 20 Tage am Stück trocken. An vielen Bäumen vertrocknete das Laub, Rasenflächen verfärbten sich braun, so wie das sonst nur im Hochsommer der Fall ist.

1828 Sonnenstunden

An vielen Tagen im September war der Himmel wolkenlos, der Monat brachte überdurchschnittlich viel Sonnenschein 243, 1 Stunden statt der 138 Stunden im langjährigen Mittel. Insgesamt schien die Sonne im vorigen Jahr 1828, 6 Stunden, etwas weniger zwar als 2015 (1871, 4 Stunden), aber deutlich mehr als im langjährigen Mittel (1512 Stunden). Insofern bleibt Osnabrück auf der Sonnenseite. In zehn Monaten lag die Sonnenscheindauer zum Teil deutlich über dem Soll.

Wie wird das Wetter in der Region? Vorhersage auf www.noz.de/ os

Bildtexte:
20 Prozent mehr Sonne bescherte das Jahr 2016 den Osnabrückern. Am 19. und 20. Juli stimmten auch die Temperaturen mit mehr als 30 Grad. Nicht nur Ferienkinder suchten Abkühlung im Moskaubad.

Durch den gefrierenden Regen am 6. Januar bildete sich auf vielen Autos ein dicker Eispanzer.

Nach einem schwülwarmen 23. Juni entluden sich schwere Gewitter über der Stadt. Innerhalb von drei Tagen gab es fast 90 Liter Regen pro Quadratmeter.

Am 3. April gab der Frühling ein kurzes Intermezzo. Insgesamt waren der März und der April zu kühl.

Hochsommer im Frühherbst: Mitte September stieg das Thermometer an drei Tagen auf mehr als 30 Grad. 20 Tage am Stück blieb es trocken.

Fotos:
Michael Gründel, Jörn Martens, Oliver Franz, David Ebener

Autor:
Holger Jansing


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