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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Einwohnerzahl steigt weiter leicht an
Zwischenüberschrift:
So viele Osnabrücker wie noch nie mit Migrationshintergrund
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück wächst und wächst: Einen Tag vor Weihnachten waren 168 260 Menschen mit Hauptwohnsitz in der Stadt gemeldet erneut ein Rekord. Nicht der einzige.

Osnabrück. Ende November hatten dem Melderegister der Stadt zufolge 168 075 Bürger ihren Hauptwohnsitz in Osnabrück. Drei Wochen später, am 23. Dezember, waren es noch einmal 185 Einwohner mehr erneut ein Rekord, wie aus Zahlen der Osnabrücker Statistiker hervorgeht, die unsere Redaktion erfragt hatte.

Bereits zuvor hatte die Stadt einen anderen Rekord verzeichnet: Am 31. Oktober dieses Jahres hatten exakt 50 000 Bürger, die ihren Hauptwohnsitz in Osnabrück hatten, einen Migrationshintergrund. Mit knapp 30 Prozent ist das fast jeder dritte Einwohner.

Dabei unterscheiden die Statistiker nach dem familiären und persönlichen Migrationshintergrund. Beim familiären erfolgt die Zuordnung, wenn mindestens ein Elternteil im Kernhaushalt einen Zuwanderungshintergrund hat. Dieser familiäre Migrationshintergrund geht in der nachfolgenden Generation verloren″, erklärt Frank Westholt vom Fachbereich Strategische Entwicklung und Statistik. Bürger mit persönlichem Migrationshintergrund wanderten selbst nach Deutschland zu.

Die häufigste Verbindung reicht nach Polen. 5686 Bürger zogen aus dem EU-Nachbarland nach Osnabrück oder haben mindestens einen polnischen Elternteil. Mit knappem Abstand folgt die Türkei (5603), gefolgt von Russland (4663), Kasachstan (4307) und Syrien (2396).

Die hohe Zahl der Syrer geht auf den Bürgerkrieg in deren Heimat zurück. Das Verwaltungsgericht Osnabrück führte im Oktober bereits eine neue Kammer ein, die sich fast ausschließlich mit deren Asylverfahren befasst. Syrer klagen häufig auf Anerkennung als Flüchtling, weil ihnen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in der Regel lediglich subsidiären Schutz gewährt. Der erschwert den Familiennachzug und verkürzt die Aufenthaltserlaubnis.

In der Rangliste der Osnabrücker Bürger mit Migrationshintergrund folgen die Länder Bulgarien (2032), Portugal (1528), Ukraine (1512) und Einwohner ohne Angabe einer Staatsangehörigkeit (1141). Rang zehn belegt Spanien (1023).

Insgesamt listet die Statistik 143 Staaten auf, aus denen mindestens vier Osnabrücker oder mindestens ein Elternteil zugewandert waren. Nur jeweils vier Bürger mit taiwanesischem, nordkoreanischem sowie jemenitischem Migrationshintergrund sind in Osnabrück mit Hauptwohnsitz gemeldet.

Aus Datenschutzgründen sparten die Statistiker alle Herkunftsstaaten aus, aus denen nur drei oder weniger Bürger kamen.

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Autor:
Jörg Sanders


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