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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Herz gezeigt
Zwischenüberschrift:
Wärmestube und Circus Roncalli öffnen Adventstürchen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die diesjährige Adventstürchen-Aktion unserer Redaktion ist Heiligabend mit einer Besonderheit zu Ende gegangen. Ausnahmsweise standen mit dem Herrichten von Krippen in der Wärmestube und einem Besuch des Circus Roncalli zwei Angebote für Drittklässler auf dem Programm.

Osnabrück. In der Hilfsstelle für Wohnungslose waren die Kinder eingeladen, sich an den Vorbereitungen der abendlichen Weihnachtsfeier zu beteiligen. Zusammen mit Schwester Josefo von der Wärmestube richteten sie zunächst die große Krippe auf dem Vorhof der Hilfsstelle her. Wie ihnen die Franziskanerin erklärte, die schon seit 17 Jahren in der Hilfsstelle arbeitet, war das eine besonders wichtige Aufgabe: Die Krippe steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes, mit dem die Weihnachtsfeier beginnt. Deswegen ist es wichtig, dass sie besonders schön ist.″

Riesige Krippenfiguren

Bei der Feier werden Wohnungslose und andere Hilfsbedürftige jeweils mit einem guten Essen bewirtet, und es gibt eine kleine Bescherung für sie. Diesmal waren es über 330 Menschen, darunter etwa 80 Kinder. Wie die Schwester den Drittklässlern erklärte, kommen die Weihnachtsfeier und alle anderen Angebote der Wärmestube allein aus Spenden und durch Mithilfe von Freiwilligen zustande. Am Heiligen Abend waren neben den Teilnehmern unserer Adventstürchen-Aktion etwa 20 weitere Helfer in der Hilfsstelle im Einsatz. Regelmäßig sind es etwa 50 bis 60 Personen, die beispielsweise in der Küche oder in der Kleiderkammer mithelfen.

Da sich bereits viele Gäste in der Hilfsstelle aufhielten und in der Küche Hochbetrieb herrschte, führten Diakon Jochen Meyer als Leiter der Wärmestube und Schwester Josefo die Gäste durch die Räume. Kinder und die spontan ebenfalls eingeladenen Eltern trugen die Figuren und Dekorationsartikel für die Krippe mit vereinten Kräften aus dem Speisesaal nach draußen. Bei Maria, Josef und dem Hirten fassten die Eltern mit an: Die Figuren waren größer als manches Kind.

Nachdem die Kinder die Figuren aufgestellt hatten, wurde Stroh ausgelegt da dabei ein böiger Wind blies, erwies es sich als lustiges Vergnügen, das Material aus dem Sack zu nehmen und in die Krippe zu legen. Als alles fertig war, fiel Till ein unschönes Detail auf: Das ist blöd: Der Ochse und das Jesuskind sind voller Stroh.″ Schwester Josefo stimmte ihm zu: Ja, das geht wirklich nicht.″

Die Franziskanerin berichtete von einem interessanten Detail: Das Krippenhäuschen gehört eigentlich einem Schausteller. Er stellt es jeweils einen Monat lang auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt auf und dekoriert es mit eigenen Krippenfiguren und einer Spendendose für die Wärmestube, die restlichen elf Monate des Jahres befindet sich das offene Holzhaus auf dem Vorhof der Hilfsstelle und wird von Wohnungslosen als Unterstand genutzt. Nach der großen Außen-Krippe″ richteten die Kinder noch eine kleinere Darstellung der Stallszene in einem der Speisesäle ein und halfen bei Dekorationsarbeiten.

Hinter den Kulissen

Im Circus Roncalli wurden den Kindern bei einer Backstage-Führung″ besondere Einblicke geboten. Roncalli-Empfangschefin Katrin Jansen lud neben den 14 Mädchen und Jungen, die sich angemeldet hatten, spontan auch die Eltern zu dem Rundgang ein. Weitere freundliche Geste: Alle, die nach dem Rundgang keine Zeit mehr für die Vorstellung hatten, durften sich Tickets für einen Wechseltermin nach Wunsch aussuchen.

Bei dem Rundgang sahen sich die Gäste zunächst das Stallzelt mit den Zwergponys, Pferden und dem 2, 10 Meter großen Shire Horse an, die in dem Programm in einer Freiheitsdressur auftreten. Anschließend führte Jansen die Gruppe in den Teil des Zelts hinter dem großen Vorhang. Dort durften sie einen kurzen Blick in die Circus-Schneiderei werfen und sahen die Seiltänzerin Yana Pykhova bei ihren Vorbereitungen.

Besonderheit war eine Begegnung mit dem Steampunk-Clown Paolo Carillon (tatsächlich heißt er mit Hausnamen Casanova). Ihn durften die Kinder in seinem Wagen besuchen, der ihm auch als Werkstatt für seine wundersamen Konstruktionen dient. Er zeigte den Kindern echte Requisiten aus dem Programm: Beispielsweise die Brustplatte mit dem mechanischen Herzen und den Hut, der Luftblasen machen kann und einen Vogel beherbergt. Formvollendet wurden die Kinder und Eltern mit einem Zaubertrick verabschiedet.

Herzlichen Dank sagt unsere Redaktion allen 22 Partnern, die uns diesmal mit den Adventstürchen-Angeboten bei sich aufgenommen haben. Jede einzelne Aktion war eine ganz große Besonderheit einfach toll, dass für die Kinder aus den dritten Schulklassen immer so viel möglich gemacht wird.
Autor:
Jens Lintel


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