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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Sofortige humanitäre Hilfe″
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker verurteilen Syrienkrieg in einer gemeinsamen Erklärung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Osnabrücker Religions- und Glaubensgemeinschaften haben in einer gemeinsamen Erklärung die Kriegsverbrechen in Syrien verurteilt. Sie fordern die Politik dazu auf, sofortige und bedingungslose humanitäre Hilfe″ zu leisten.

Die christlichen, jüdischen und islamischen Glaubens- und Religionsgemeinschaften sowie humanistische Vereinigungen und Bürger aus Osnabrück wollen gemeinsam ein Zeichen setzen. Angesichts der zahllosen Verbrechen, die im Zusammenhang der Kämpfe um Aleppo und viele andere Orte in Syrien vor unser aller Augen begangen werden″, gaben sie eine Erklärung.

Zum unverzichtbaren Kern der religiösen und humanistischen Auffassungen, die wir vertreten, gehören die Achtung der Würde des Menschen und seiner körperlichen und geistig-seelischen Unversehrtheit sowie die Prinzipien der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit. Alle diese Werte werden in Aleppo und in den Staaten, die in diesen Krieg einbezogen sind, zurzeit mit Füßen getreten.″ Deutlich distanzieren sich die Unterzeichner der Osnabrücker Erklärung von allen, die Verbrechen im Namen einer Religion verüben: Niemand von denen, die sich an diesen Verbrechen beteiligen, hat das Recht, dies im Namen einer der Gemeinschaften zu tun, die wir vertreten.″

Mit der Erklärung solle ein Signal gesetzt werden, das deutlich macht, dass wir dem durch Macht- und Rachegelüste, durch Hass und Lust am Quälen und Morden bestimmten Geschehen nicht schweigend zusehen wollen und uns gegen jeden Versuch, es in irgendeiner Hinsicht religiös oder ideologisch zu rechtfertigen, zur Wehr setzen. Wir sind uns bewusst, dass wir mit dieser Erklärung kaum Einfluss auf das Geschehen in Syrien werden nehmen können.″

Trotzdem fordern die Unterzeichner die Politik dazu auf, sich für sofortige und bedingungslose humanitäre Hilfe einzusetzen, jede sich bietende friedliche Möglichkeit zu nutzen, um dem Zerstören und Morden Einhalt zu gebieten, sowie dafür zu sorgen, dass die dafür Verantwortlichen so bald wie möglich durch internationale Einrichtungen zur Rechenschaft gezogen werden.″

Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören Birgit Klostermeier (Landessuperintendentin für den Sprengel Osnabrück, Volker Issmer (Historiker und Schriftsteller), Ajdin Suljakovic (Bosnische Moschee Wasastraße), Jane Vernon (Vorsitzende des Geistigen Rates der Bahá′í), Reinhard Brune (Humanistischer Verband) sowie der Runde Tisch der Religionen Osnabrück mit Pfarrer Bernhard Stecker (Stadtdechant der kath. Kirche, Bistum Osnabrück), Pastor Dr. Joachim Jeska (Superintendent des ev.-luth. Kirchenkreises Osnabrück), Pastor Günter Baum (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen), Michael Grünberg (Vorsitzender der jüdischen Gemeinde), Sami Sipahi (Imam der muslimischen Ditib-Gemeinde), Muhammed Arslan (Imam der Milli Görrüs-Gemeinde), Klaus Stakemeier (Bahá′í- Gemeinde), Winfried Wilkens und Carl Heinrich Bösling (Direktor der Volkshochschule Osnabrück), Aloys Lögering (Vorsitzender von AROS), Reinhold Mokrosch (Pfarrer und Vorsitzender des Runden Tisches der Religionen, Vorsitzender der Religions for Peace Osnabrück).
Autor:
pm


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