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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Keine glänzende Zukunft mit Bubbles
Zwischenüberschrift:
Testphase für runde Mülltonnen in der Innenstadt abgesagt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das war wohl nix: Die Bubbles, ballonförmige Edelstahlabfallbehälter, bleiben in Berlin. Eine angekündigte Testphase ist gescheitert oder besser gesagt: kommt gar nicht erst an den Start.

Osnabrück. Osnabrück hat ein Mülltonnenproblem. Ja mehr noch: Osnabrück muss sich, was das Sammeln von Müll im öffentlichen Raum angeht, neu aufstellen. Das ist wörtlich zu nehmen, denn um sinnvoll und ökonomisch und zudem noch in einer bei den Bürgern akzeptierten Form den Müll aufzusammeln, braucht es offenbar grundsätzlicher Überlegungen. Aber dazu später mehr.

Erst einmal ist zu verkünden, dass der für diese Weihnachtszeit kurzfristig geplante Versuch mit kubischen Großmülleimern aus Edelstahl in der Hasestraße abgeblasen wurde. Dabei ist es noch nicht so wirklich lange her, das der Betriebsausschuss des Osnabrücker Servicebetriebs sich Ende November mehrheitlich gegen eine Stimme von Kerstin Albrecht (Bund Osnabrücker Bürger, BOB) für den Testlauf ausgesprochen hatte. Die Tonnenfrage zieht sich nunmehr seit über einem Jahr durch die jüngste Geschichte des städtischen Mülls. Der Versuch mit den Big Bellys in der Großen Straße ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber bislang von ebenso wenig Akzeptanz in der Bevölkerung wie damit auch Erfolg in der Sache gekrönt. Die High-Tech-Tonne sorgt durch die eigenständige Komprimierung des Abfalls zwar für längere Abfuhrzyklen, was aus Kostengründen so gewollt ist, dadurch, dass die Bürgerschaft sie aber weitestgehend ignoriert, aber auch für viel Müll rund um die Tonne.

Als Ersatz sollten die Bubbles getestet werden, die mit ihrem großen Fassungsvermögen bestechen und vor allem dadurch, dass sie mit dem Schlauch einer Kehrmaschine abgesaugt werden können, auch weniger Arbeit machen. Sie würden den Abfuhrzyklus in ähnlichem Umfang reduzieren wie die Big Bellys. Weiterer Vorteil der Bubbles: Sie können von einem Mann per Absaugung bequem geleert werden, während bei den Big Bellys derzeit noch zwei Mann die schweren Säcke mit dem komprimierten Müll auf einen Lkw wuppen müssen.

Dem Vernehmen nach scheiterte der Feldversuch mit den Leihbubbles aus Berlin, wo die Tonnen derzeit wegen eines Weihnachtsmarktes nicht gebraucht werden, an der Kurzfristigkeit des Unterfangens und wahrscheinlich auch an der Geschmacksfrage. Verwaltungsintern habe es Probleme gegeben, die Adhoc-Aktion, die die Stadt 5000 Euro gekostet hätte, zu koordinieren, heißt es. Dabei wäre die Aktion ein Schnapper gewesen, da Versuche dieser Art sonst gerne das Drei- bis Vierfache kosten.

OSB-Chef Axel Raue hätte die Tonnen vor allem gerne in Osnabrück gehabt, um die Technik zu testen, wie er auf Nachfrage unserer Redaktion sagt. Raue bedauert, dass es dazu nun nicht mehr kommt, hat aber schon weitergehende Überlegungen vor Augen. Wir müssen das Müllkonzept der Stadt insgesamt auf neue Füße stellen.″ Ein Problem liege zum Beispiel in den vielen verschiedenen Abfallbehältern, die überall in der Stadt verteilt aufgestellt seien. Raue will sich jetzt um Fördermittel des Bundes bewerben. Mit dem Programm sollen Kommunen unterstützt werden, die ihr Müllkonzept unter anderem unter der Prämisse der Verringerung von CO2-Emissionen neu überdenken wollen. Raue sieht gute Chancen auf eine Förderung. Ihm liegt ein Gesamtkonzept am Herzen, das die Bedarfe, aber auch die räumlichen Gegebenheiten in der Stadt berücksichtigt. Die Frage nach neuen Tonnen werde sich zum Beispiel stellen, wenn die Erneuerung des Pflasters in der Altstadt im kommenden Jahr anstehe.

Die Vorgeschichte auf noz.de/ os

Bildtext:
Einen Test mit den Abfallbehältern Bubble der Firma Lune wird es in Osnabrück vorerst nicht geben.

Foto: Lune Raummobiliar GmbH
Autor:
Dietmar Kröger


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