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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bunt und kreativ: Kunst aus Waschmaschinen
Zwischenüberschrift:
Heilpädagogische Hilfe Osnabrück eröffnet neue Galerie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Waschmaschinenfront statt Leinwand: Dieses ungewöhnliche Material haben Künstler des Kunstcontainers ein Angebot der Osnabrücker Werkstätten für Menschen mit und ohne Behinderung als Arbeitsfläche für Gemälde genutzt. Zur Eröffnung der Galerie waren mehr als 100 Personen zusammengekommen, so viele wie noch nie.

Seit 2009 entstehen jährlich in Zusammenarbeit mit dem Kunstcontainer zwei Ausstellungen für die Studiogalerie in der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO). „ Bei den ersten Galerieeröffnungen waren vielleicht zehn Leute da″, erinnert sich Christoph Seidel, der die Kunstprojekte leitet und plant. Bis heute hat sich einiges getan. Mindestens 100 Personen sind zusammengekommen, um bei der Eröffnung der neuen Galerie mit Titel Mey-Textur″ dabei zu sein.

Als Bildmotiv nutzten die 20 beteiligten Künstler unter anderem ihren eigenen Namen, der möglichst kreativ verarbeitet werden sollte. Die Bilder waren im Sommer während eines einwöchigen Workshops entstanden. Matthias Giffhorn, zuständig für das Wohnen in der HHO, zeigt sich begeistert von den Ergebnissen der Künstler.

Das Kunstprojekt wäre ohne die Hilfe der Bad Iburger Textilreinigung MeyTex, nach der die Ausstellung benannt ist, nicht möglich gewesen, so Giffhorn. Das Unternehmen bietet nicht nur von den Werkstätten ausgelagerte Arbeitsplätze für Gehörlose an. MeyTex hat außerdem die Waschmaschinenfronten zur Verfügung gestellt, die den Künstlern neben Papier und Karton als Arbeitsfläche dienten. Im Nachhinein lassen sich die sonst tristen Metalabdeckungen kaum noch wiedererkennen, so bunt sind sie geworden.

Tolle Atmosphäre

Ganz uneigennützig ist das Sponsoring aber nicht. Brigitte Köppen-Börs, Geschäftsführerin von MeyTex, hat bereits jetzt einen Verwendungszweck für die Gemälde nach Ende der Ausstellung im Mai 2017 gefunden: Die Bilder kommen alle in die Firma. Wir hängen sie in der Produktionshalle auf.″ Schon zuvor hatte Köppen-Börs die Gemälde des Frühjahrsworkshops übernommen, bei dem die Künstler mit einer speziellen Klebetechnik zu Werke gingen.

Oft sind die Projekte sozial wertvoll und künstlerisch eher eine Nullnummer″, sagt Seidel. In diesem Jahr sei es anders gewesen. Es habe eine tolle Atmosphäre während der Arbeit an den Bildern geherrscht, die in den Ergebnissen sichtbar werde. Die künstlerische Freiheit hält Seidel für besonders wichtig. Jeder kann das machen, was er möchte″, bestätigt Eilika Lanfermann, die bei der Eröffnung ihr Gemälde präsentiert.

Inzwischen treffen sich die Mitglieder des Kunstcontainers täglich, um an neuen Bildern zu arbeiten. Rund 60 Beschäftigte, sowohl mit als auch ohne Behinderung, sind regelmäßig dabei. Seidel sieht das Projekt als besonderes Instrument kultureller Bildung, bei dem Amateurkünstler die Möglichkeit haben, sich mit Profis auszutauschen.

Mehr Bilder auf www.noz.de / os

Bildtext:
Künstlerin Eilika Lanfermann präsentiert ihr Bild während der Ausstellungseröffnung von Mey-Textur″.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
brab


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