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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Lernen in und mit der Natur
Zwischenüberschrift:
Noller Schlucht: Regionales Umwelt- und Berufsbildungszentrum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Aktiv zwischen Bäumen und Bach: Der Lernstandort Noller Schlucht (links) ermöglicht Schülern, sich hautnah mit Natur und Umwelt in ihrer Region auseinanderzusetzen. Foto: Gert Westdörp
Dissen. Schon lange war die Natur rund um die Noller Schlucht ein beliebtes Ausflugsziel und das Gebäude des heutigen Lernstandorts an der Rechenbergstraße (links oben im Bild) als Gaststätte Zur Noller Schlucht jahrzehntelang das Ziel durstiger Wanderer. Hermannsweg und Ahornweg führen direkt am Haus vorbei, bis zum geologischen Naturdenkmal Kalksinterterrassen ist es nicht weit.

Irgendwann jedoch war es vorbei mit der Wirtshausherrlichkeit, und das Gebäude verfiel zusehends. Dank der Initiative des Vereins Regionales Lernen e. V. ist seit den späten 1980er-Jahren neues Leben in die alten Mauern zurückgekehrt, ja, neuerdings kann man dort sogar wieder sonntags Kaffee trinken.

Lernstandort

Während der Woche agieren hier Schüler und Auszubildende. Das Gebäude beherbergt eine Umwelt- und Berufsbildungseinrichtung von überregionaler Bedeutung. Zwei berufene Pädagogen, Professor Christian Salzmann von der Universität Osnabrück und Schulamtsdirektor Heinrich Bäumer, waren die Gründungsväter; bis heute engagieren sie sich inzwischen unterstützt von einem 15-köpfigen Mitarbeiterstab und zahlreichen Honorarkräften für ihr Projekt. Ziel ihrer Bemühungen war und ist es, nachhaltiges regionales Lernen zu fördern. Die Verbundenheit mit der Heimat musste damals neu gelernt werden, die Kinder sollten und sollen auch heute einen Zugang zu den natürlichen und kulturellen Besonderheiten der Region bekommen″, erklärt Geschäftsführer Derk van Berkum.

Originalerfahrungen″

Ein Schwerpunkt der Umweltbildungsaktivitäten sind Exkursionen und Seminare mit Schulklassen. Dabei eignen sich die Kinder kein Buchwissen an, sondern sie steigen selbst in den Bach und wühlen im Laub, um zu sehen, welche Tiere dort leben″, so van Berkum. Die Jungen und Mädchen machen Originalerfahrungen″, sie berühren Bäume, die sie bis dahin allenfalls aus dem Fernsehen″ kennen, und sie schnuppern am Bärlauch, der ihnen bis dato eher im Käse begegnete. 70 Prozent der Teilnehmer sind Grundschüler, es kommen aber auch Abiturienten, die dann zum Beispiel Gewässergüteuntersuchungen im Noller Bach durchführen.

In Seminaren zur pädagogischen Abfallberatung lernen die Kinder Wertstoffkreisläufe kennen und überlegen, wie Müll möglichst von vornherein vermieden werden kann. Oder wie benutzte Dinge recycelt werden können. Als Multiplikatoren zeigen die Kinder dann in der Schule oder zu Hause, wie es richtig gemacht wird.

Jugendwerkstatt

Der dritte große Bereich sind Berufsbildungsmaßnahmen für junge und auch ältere Menschen, die aus verschiedensten Gründen im Arbeitsmarkt nicht so leicht Fuß fassen können. Drei Werk- und Qualifizierungsbereiche stehen zur Wahl, in denen die 30 bis 40 Teilnehmer fachliche Kenntnisse erwerben. Wir machen sie als Fachkräfte für die Region stark und begleiten sie bei der Integration in den Arbeitsmarkt″, berichtet van Berkum. Garten- und Landschaftsbau, handwerkliche Berufe im Holz- und Metallbereich sowie Hauswirtschaft stehen zur Wahl. Im Werkstattbereich auf dem Foto erkennbar an dem begrünten Flachdach werden unter anderem Baumelbänke, Wandertafeln und Nisthilfen für Terra-Vita hergestellt. Wir sind ein gemeinnütziges Unternehmen und wollen anderen Betrieben keine Konkurrenz machen″, betont der Geschäftsführer.

Sonntagscafé

Im hauswirtschaftlichen Bereich kochen die Auszubildenden täglich rund 100 Mittagessen frisch für die Kursteilnehmer. Und ab sofort öffnet wieder das sehr erfolgreiche Sonntagscafé, das alleinerziehenden Frauen in der Erziehungszeit eine berufliche Perspektive und erschöpften Wanderern Erquickung bietet. Zwischen 11 und 14 Uhr kann man auf Anmeldung brunchen, ein spontaner Besuch zu Kaffee und Kuchen ist von 14 bis 17 Uhr möglich. In der Bildmitte sind einige Privathäuser zu erkennen sowie im Bildvordergrund ein Reitplatz. Der Platz gehört zum Anwesen Sager und ist privater Trainingsparcours des professionellen Springreiters Vladimir Beletzkiy, der als Mitglied des russischen Nationalteams an internationalen Turnieren teilnimmt. Im letzten Jahr vertrat er sein Heimatland auch bei Horses and Dreams in Hagen.

Dieses Motiv ist in den Geschäftsstellen der Neuen OZ in Osnabrück (Große Straße und Breiter Gang) sowie in Georgsmarienhütte (Am Rathaus 12) erhältlich. Ein Abzug (20 x 30 cm) kostet 14 Euro, das Format 40 x 60 cm 26, 50 Euro.

Bildtext:
Aktiv zwischen Bäumen und Bach: Der Lernstandort Noller Schlucht (links) ermöglicht Schülern, sich hautnah mit Natur und Umwelt in ihrer Region auseinanderzusetzen.

Foto:
Gert Westdörp


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