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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ausstellung zeigt „stille Heldinnen″
Zwischenüberschrift:
Hilfsorganisation Help-Age präsentiert Porträts afrikanischer Großmütter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es sind Gesichter, die Geschichten voller Belastungen und Lebensmühen erzählen: Die Fotoausstellung Stille Heldinnen Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/ Aids″ der Organisation Help-Age zeigt Bilder starker afrikanischer Frauen, die ihre eigenen Kinder durch HIV/ Aids verloren haben und nun für ihre Enkel sorgen. Noch bis Samstag, 6. Juni, kann die Ausstellung im ehemaligen Bekleidungsgeschäft Miss Robins″ an der Herrenteichsstraße besucht werden.„Ich kann nicht gehen, solange ich nicht weiß, was aus meinen Enkelkindern wird″, zitiert Angelika Schürmann, Bildungsreferentin von Help-Age, einen Satz, den sie häufiger von den afrikanischen Omas″ gehört hat. Das Durchschnittsalter in Tansania und Südafrika, der Heimat der porträtierten Frauen, liege bei rund 55 Jahren. Die Hinweistafeln unter den Fotos weisen auf Lebensalter von über 60, sogar über 70 Jahren hin. Die Verantwortung, sich um die Enkel sorgen zu müssen, gebe den älteren Frauen neuen Lebensmut und eine Perspektive, sagt Schürmann.

Die gezeigten Frauen sind den Helfern von Help-Age persönlich bekannt. Einige Großmütter kümmern sich noch heute fürsorglich um ihre Enkel oder sind als Gemeindearbeiterinnen in ihren Heimatdörfern aktiv, andere sind mittlerweile gestorben. Zu jeder der 20 Fotografien weiß Schürmann eine kurze Geschichte, etwa zu Aurelia Mlabi, auf dem Bild war sie 78 Jahre alt, und ihrer damals vierjährigen Enkelin Elida. Elidas Mutter wurde auf der Bananenplantage der Familie begraben, auf der das Mädchen arbeitet, um der Großmutter unter die Arme zu greifen. In Hilfsprojekten lernen die Kinder, wie sie ihre Familie unterstützen können, erzählt Schürmann.

Mit den Bildern des Fotografen Christoph Gödan möchte die entwicklungspolitische und humanitäre Hilfsorganisation auf die HIV/ Aids-Problematik in Tansania und Südafrika aufmerksam machen. Help-Age selbst unterstützt die Frauen durch Gesundheits- und Aufklärungskurse sowie ländliche Beratungsprogramme. Die Großmütter in Tansania erhalten außerdem eine kleine Rente von umgerechnet 5 Euro zuzüglich 2, 50 Euro pro Enkelkind genug, um das Nötigste für einen Monat zu kaufen. Für die Frauen ist das wie Weihnachten″, sagt Schürmann. Einmal im Monat pilgern die Großmütter zum nächstgelegenen Cash Point″ und bekommen dort ihr Geld bar ausgezahlt.

Von 12 bis 18 Uhr (am Samstag nur bis 16 Uhr) ist die Ausstellung in dieser Woche im ehemaligen Miss Robins″ in der Herrenteichsstraße 28 geöffnet. Am Donnerstag um 16.30 Uhr wird es außerdem einen Vortrag mit einem Reisebericht und Bildern aus Tansania geben. Der ungewöhnliche Ort ist laut Schürmann dabei bewusst gewählt: Wir wollen auch ein bisschen Kultur in die Innenstadt bringen und nicht nur Shopping.″

Mehr Geschichten aus Osnabrück finden Sie im Internet auf www.noz.de/ os

Bildtext:

Bilder von stolzen Frauen und ihren schicksalhaften Lebensgeschichten präsentieren Angelika Schürmann und Marion Jähnel (von links) von der Organisation Help-Age in der Ausstellung Stille Heldinnen″.

Foto: Egmont Seiler
Autor:
David Hausfeld


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