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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der neue Standort für das neue Krankenhaus.
Zwischenüberschrift:
In den Steinbrüchen am Westerberg soll die Anstalt errichtet werden.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Standort für das neue Krankenhaus

In den Steinbrüchen am Westerberg soll die Anstalt errichtet werden.

Der Standort für den Neubau eines Krankenhauses in Osnabrück liegt jetzt fest. In einer Pressebesprechung mit Oberbaurat Dr. Goebel, Leiter des Stadtplanungsamtes, erfuhren wir, daß die Anstalt im Steinbruch am Westerberg gebaut werden wird. Das ist das Gelände am Nordhang zwischen Gutenbergstraße, Schoellerstraße, Elsa-Brandström-Straße und Albrechtstraße. Die dort zur Verfügung stehende Fläche ist 8, 5 Hektar groß. Mit diesem Entschluß, daß neue Krankenhaus in dem Steinbruch zur errichten, ist die Standortfrage nunmehr endgültig geklärt und eine lange Diskussion beendet.
Schon seit geraumer Zeit beschäftigen sich Rat und Verwaltung mit dem Bau eines neuen Krankenhauses in Osnabrück. Nachdem Expertengutachten eingeholt worden waren, faßte der Rat schließlich den Entschluß, die jetzigen Städtischen Krankenanstalten durch ein neues medizinisches Zentrum zu ersetzen. Darin waren sich alle drei Fraktionen einig. Umstritten blieb jedoch das Problem, wo man den Neubau hochziehen solle. Zunächst standen zehn Plätze zur Debatte. Als der Rat am 4. Mai zusammentrat, hatte sich diese Zahl auf zwei verringert: auf das Gelände an der Panzerstraße im nördlichen Stadtteil und auf den Finkenhügel an der verlängerten Wilhelmstraße. Während der Sitzung wurde dann ein dritter, aus der Öffentlichkeit gekommener Vorschlag aufgegriffen. Einer Anregung von Handelsvertreter Karl Lange folgend, regte Architekt Dipl.-Ing. Rapior, BDA, an, das neue Gelände auf dem Westerberg in den Middelbergschen Steinbrüchen zu bauen. Heute nun steht es fest, daß diese Konzeption nicht nur Beachtung fand, sondern auch verwirklicht werden wird.
Allerdings ist noch zu sagen, wann die Bauarbeiten beginnen werden. Zur Zeit befindet sich die Stadt in einer ausgesprochenen kritische Finanzlage. Daran ließ auch Stadtkämmerer Dr. Wimmer in seiner Rede zum Haushaltsentwurf für das kommende Rechnungsjahr keinen Zweifel. Er betonte, daß sich ein Krankenhausneubau nur über eine Gewerbesteuererhöhung verwirklichen lasse. Ob die Ausschüsse, die sich in den letzten Wochen intensiv mit den Haushaltsplänen für 1966 beschäftigten, ebenfalls der Ansicht Dr. Wimmers sind, ist im Augenblick nicht abzusehen. Auch wie sich der Rat in dieser Frage entscheiden wird, muß abgewartet werden. Immerhin spricht vieles dafür, daß die Fraktionen noch andere Möglichkeiten sehen, um ohne Steueranhebung zu einem neuen Krankenhaus in Osnabrück zu kommen. Eventuell wird der Startschuß für das Projekt auch nicht schon im nächsten Jahr gegeben, sondern später. Die nächste Ratssitzung wird am 14. Dezember stattfinden. Dann werden sich die Vertreter der Bürgerschaft mit den Haushaltsplänen 1966 befassen und auch in der Frage Krankenhausneubau Farbe bekennen müssen. Auf jeden Fall zeigt der uns vorgelegte Westerberg-Entwurf des Städtischen Planungsamtes, daß man das Vorhaben nicht verschleppt, wie auch immer der Ratsbeschluß am 14. Dezember aussehen mag.


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