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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kinder erobern Recyclinghof am Hafen
Zwischenüberschrift:
Adventstürchen-Aktion auf dem Schrottplatz Schürmann
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am Montag hat sich ein weiteres Türchen unseres Adventskalenders geöffnet. Ausgestattet mit Helm und Warnweste, durften neun Jungen und Mädchen hinter die Kulissen des Recyclinghofs der Firma Schürmann am Osnabrücker Hafen blicken.

Man darf uns nicht mit einem Autofriedhof verwechseln. Wir sorgen dafür, dass Metalle in den Arbeitsprozess zurückgeführt werden″, erklärte Geschäftsführer Dirk Schürmann die Ausrichtung des Unternehmens. Bereits seit über 60 Jahren handelt die Osnabrücker Firma mit Rohstoffen aus Eisen und Metallen, die für Industrie, Privathaushalte oder die Stahlwirtschaft bestimmt sind.

1951 gegründet, hat das Unternehmen seit nunmehr 17 Jahren seinen Sitz am Osnabrücker Hafen. Auf einem riesigen Gelände sammeln sich Unmengen an Schrott, Metallen und Eisen, die darauf warten, weiterverarbeitet oder an andere verkauft zu werden. Für die neun Nachwuchssammler erwies sich der Schrottplatz allerdings als Abenteuerwiese, mit einem unbegrenzten Fundus an aussortierten Haushalts- und Industriewaren. Ausgestattet mit einem magnetischen Stift, prüften die Kinder alles, was ihnen in den Weg kam, um sich mit den Eigenschaften von Eisen und Metallen vertraut zu machen.

Besonders ins Auge fiel den neugierigen Kindern der wuchtige Bagger, der mit Greifarm und angehängtem Magneten tonnenweise Schrott vom Hänger eines Lieferwagens transportierte. Ein Highlight dabei war die höhenverstellbare Fahrerkabine, die dem Führer des Baggers die Möglichkeit gibt, Container und Sattelschlepper mühelos zu beladen. Welche Aussicht der Baggerfahrer hat, durfte jedes Kind selbst herausfinden und in der Kabine Platz nehmen. Man kann den ganzen Tag fahren und sehr viel Unsinn treiben″, scherzte ein anwesender Mitarbeiter.

Abseits von Trafos, Badewannen und alten Bohrern ging es für die Kinder in die Halle des Unternehmens, in der zahlreiche Leiterplatinen und wertvolle Kupferdrähte lagern. Das Schöne an der Recyclingkette ist, dass eigentlich keine Verluste entstehen, sondern vieles weiterverarbeitet wird″, erklärte Dirk Schürmann den Kindern. Auch vor den riesigen Bergen an Edelstahlschrott machten die Kinder nicht halt und sicherten sich verrostete Schilder, ein zufällig gefundenes Kennzeichen oder einfach nur alte Metallspäne als Mitbringsel für zu Hause.

Bei den Schrottplatzbesuchern sorgte die ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung derweil für nachhaltiges Staunen. Mir hat es hier besonders gut gefallen. Das war für mich eine neue Erfahrung. Ich war bislang noch nie auf einem Schrottplatz″, sagte eines der Kinder.

Serie Jeden Tag ein Türchen

Bildtext:
Hobbysammler Friedrich prüft Metallspäne auf ihre Eigenschaften.

Foto:
imago/ imagebroker, David Ebener
Autor:
apo


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