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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Eine Karriere, die auf dem Piesberg begann
Zwischenüberschrift:
Stefan Schlie aus Osnabrück ist das Markengesicht der E-Mountainbike-Sparte von Bosch
Artikel:
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Originaltext:
in Osnabrücker unterwegs in der Welt auf zwei Rädern: Für Stefan Schlie begann Teil drei seiner Karriere, als er den Chef von Bosch eBike Systems kennenlernte. Als ehemaliger Mountainbike-Leistungssportler sowie Test- und Show-Fahrer ist Schlie jetzt Botschafter in Sachen E-Mountainbiking bei der Tochter des Technologiekonzerns Bosch.

Osnabrück. Wie gut, dass Stefan Schlie als Fußballer nach eigener Einschätzung talentfrei″ war. Denn sonst hätte er vermutlich nach Abitur und BWL-Studium nicht das wechselvolle Leben auf zwei Rädern weitergeführt.

Mit dem Radfahren angefangen hat er als Dreikäsehoch, der seine Eltern nervte, bis sie ihm ein BMX-Rad kauften unter der Bedingung, dass er die Schule nicht vernachlässigte. Sie sahen die Augen ihres Jungen im Alter von zehn Lenzen strahlen, wenn ein Gespräch sich um das Thema Rad drehte, das ihn bereits in jüngsten Jahren vor allem im Osnabrücker Steinbruch Piesberg faszinierte.

Heute ist Schlie knapp 44, in der Welt von Rad und Bewegung zu Hause und als Markenbotschafter für E-Mountainbike-Technik aus dem Hause Bosch unterwegs: Als Erster meisterte er die Zugspitze mit dem Mountainbike als hochdekorierter deutscher Meister im Trial-Sport, in dem höchstes Geschick bei der Bewältigung von Felsbrocken und anderen Extrem-Hindernissen zu zeigen ist. Er holte sich technisches Know-how als Mitproduzent einer Radmarke in Fernost. Er ist gefragt für Schulungen und Darstellungen des vielseitigen Umgangs mit dem elektrisch unterstützten Mountainbike.

Er gibt seinen Senf dazu

In dieser neuen Kategorie des Mountainbike-Sports ist Schlie Pionier. Dabei gibt er im Hause Bosch zu allem, was sein Fachgebiet betrifft, seinen Senf dazu″, wie er sagt: von der Entwicklung über die Schulung bis zum Marketing in beratender Funktion. So ist Schlie bei Messen und Präsentationen ebenso gefragt wie bei Diskussionen über Neuentwicklungen oder bei Tests in den Bergen.

Wie er ausgerechnet zum Weltkonzern Bosch mit rund 350 000 Mitarbeitern kam? Seit 1997 arbeitet Schlie als Trainer auf der kanarischen Insel La Palma, einem Treffpunkt für Mountainbiker aus der ganzen Welt. Hier begegnete er Claus Fleischer, dem Chef der Bosch-Tochter Bosch eBike Systems, einem passionierten Mountainbiker. Fleischer ist Visionär und brachte das Unternehmen von 2009 bis heute nach eigenen Angaben zum Weltmarktführer bei Komponenten wie Bord-Computer, Motor und Batterie. Bosch baut selbst keine Räder, sondern Technik für mehr als 50 verschiedene Marken.

Schlies Interesse am elektrisierten Mountainbike faszinierte Fleischer. Beim gemeinsamen Brainstorming kamen ihnen Tausende Ideen, die beim Abendessen und einer Flasche Wein im Uphill Flow″ mündeten. Der Bosch-Marketing-Begriff soll das Lebensgefühl beim E-Mountainbiking in der Natur zum Ausdruck bringen.

Aus diesem Treffen entwickelte sich eine vielfältige Zusammenarbeit zwischen Bosch und Schlie. Gemeinsam appellieren sie auch an das Verantwortungsgefühl der E-Mountainbiker und formulieren Benimmregeln für die Fahrer in der Natur. Die Problematik, dass nun Mountainbiker im Gelände fahren, wo vorher niemand unterwegs war, versuchen sie über Online-Kampagnen bewusst zu machen.

Eine weitere Botschaft, die Bosch und Schlie transportieren wollen: Das E-Mountainbike sei nicht als Hilfsmittel für Menschen mit eingeschränktem Bewegungsvermögen gedacht, sondern sei ein hochagiles rassiges Sportgerät″, wie Schlie sagt. Als zunehmend interessant gelten E-Mountainbikes auch für den Tourismus in den Bergen. Bei weniger Schnee in den Bergen suchen Hotels und Tourismusverbände einen Ausgleich für das Wintersportgeschäft und vermarkten das E-Mountainbiking als neues Skifahren″. Auch im Austausch mit der Tourismusbranche ist Schlie also als Berater gefragt.

Dass Fleischer und Schlie mit ihrem Einsatz für das E-Mountainbiking richtig liegen, lässt das Lob von Gary Fisher vermuten. Der Amerikaner erfand vor 40 Jahren in Kalifornien das Mountainbike und sieht in der E-Variante des Mountainbikes eine Fortschreibung seines Lebenswerks.

Sportliches Marketing

Schlie sieht darin einen Ritterschlag und fühlt sich bestärkt in seinem Wirken als Pionier, der neben Entwicklung, Fahrtechnik und Marketing auch seine eigenen sportlichen Aktivitäten nicht zu kurz kommen lässt. Deshalb präsentiert sich Bosch mit seinem Konterfei in Fahrtechnik-Videos, Broschüren, Seminaren und Bergtouren. Schlie steht für die sportliche Note im Marketing von Bosch eBike Systems. Die Rolle ist dem leidenschaftlichen Athleten auf den Leib geschnitten. Spaß auf zwei Rädern hat er heute wie damals vor der Haustür am Piesberg auch wenn er inzwischen seltener über Felsbrocken fährt.

Und was für ein Gerät sollte man nun fürs Gebirge wählen? Praktiker Schlie rät zu einem vernünftigen, voll gefederten Bike″, damit auch Bordsteinkanten glatt genommen werden können. Und der Preis? Der mobile Spaß beginne bei rund 3000 Euro und sei nach oben offen″.

Wie Sport und Wirtschaft ineinandergreifen, lesen Sie im Internet auf noz.de

Bildtext:
Als Spurenleger der ideale Bergführer: Stefan Schlie unterwegs in der Natur.

Foto: Bosch eBike Systems
Autor:
Winfried Beckmann


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