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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Stadt plant einen Tunnel für Eversburg
Zwischenüberschrift:
2018 soll erstes Geld für die Atterstraße bereitstehen – Bürgerforum diskutiert über Projekte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sehnsucht nach einem Tunnel, Hoffnung auf mehr Einwohner und weniger Verkehr, Trauer um die Wertstofftonne: Damit beschäftigte sich das Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen.

Osnabrück. Wann das Warten ein Ende findet, ist noch offen, aber jetzt besteht die Aussicht auf eine Untertunnelung für den Bahnübergang auf der Atterstraße. Wir wollen da was machen″, kündigte Fritz Brickwedde an: Der CDU-Politiker leitete das Bürgerforum und sprach von einem sehr teuren Projekt″. Zwar ist die Finanzierung des mindestens zehn Millionen Euro teuren Vorhabens noch nicht gesichert, aber für den Haushalt 2018 sollen Ausgaben dafür eingeplant werden. Klar scheint außerdem, dass die Stadt, der Bund und die Bahn je ein Drittel zahlen. Der Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen″ teilte mit, dass für das Vorhaben noch Grunderwerb erforderlich ist.

Seit Jahrzehnten hoffen die Anwohner mehr oder weniger geduldig auf eine Untertunnelung. Jedoch kommt stets dann Empörung auf, wenn sich die Schranken vor Rettungswagen schließen. Im Bürgerforum reagierten sie nun eher verhalten auf die ja eigentlich gute Nachricht zumal Fritz Brickwedde ihnen auch gesagt hatte: Wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, dass es schnell gehen wird.″

Dagegen ist der Plan für einen Containerterminal am Hafen recht konkret. Es handelt sich um eine Schnittstelle im Güterverkehr. Im kommenden Jahr wollen die Stadtwerke und Investoren an der Elbestraße gegenüber der Firma Nosta auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausen-Kaserne eine Umschlaganlage für den kombinierten Ladeverkehr bauen. Ein Kran soll Container zwischen Lastwagen und Zügen verteilen. Es sind vier Ladegleise vorgesehen. Später soll ein weiterer Kran eingesetzt werden. Marcel Haselof von der Eisenbahn- und Hafenbetriebsgesellschaft bezeichnete das zehn Hektar große Gelände als optimalen Standort. Ende 2018 soll das Terminal in Betrieb gehen. Anwohner der Wippchenmoor-Siedlung befürchten eine höhere Geräuschkulisse. Haselof jedoch versicherte, dass der Schall dort nicht wahrnehmbar sein werde, wohl aber am Fürstenauer Weg.

Und der Verkehr? Insgesamt sollen möglichst viele Güter auf Schienen statt auf der Straße transportiert werden. Doch dafür müssen auch Lastwagen zum Terminal rollen und zwar 80 000 im Jahr, wie Haselof voraussagte. Die Lastwagen sollen vorwiegend über die B 68 fahren. Anwohner der Wippchenmoor-Siedlung bleiben skeptisch. Sie befürchten, dass viele auch über die Klöcknerstraße fahren werden und sie deshalb doch mehr Lärm ertragen müssen.

Wegen des Vorhabens an der Elbestraße wird die Boden-Recycling-Anlage der Firma Clausing weichen müssen. Wie Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau, mitteilte, hat die Verwaltung einen neuen Standort ganz in der Nähe an der Brückenstraße gefunden. Bevor dort gebaut werden kann, muss jedoch der Artenschutz beachtet werden. Im Bebauungsplan ist die Fläche als Industriegebiet vorgesehen. Der Verkehr werde auf der Brückenstraße kaum zunehmen, meint Haselof: Wenn dort am Tag zwei Lastwagen zur Boden-Recycling-Anlage fahren, ist das schon viel.″

Zwar liegt das geplante Landwehrviertel auf dem Gebiet des Nachbarstadtteils Atter, doch die Adresse der ehemaligen Quebec-Barracks an der Landwehrstraße gehört zu Eversburg. Auch hier besteht Interesse an der Entwicklung des neuen Wohngebiets. Für Brickwedde ist es sogar von allergrößter strategischer Bedeutung″, denn die etwa 1000 Wohneinheiten seien ein wertvoller Beitrag für die Entwicklung der Stadt. 2017 beginnt die Erschließung des Geländes mit der Quebec-Allee″.

An dem Bebauungsplan für den Barenteich will die Verwaltung noch etwas ändern unter anderem an der Lage des Parkplatzes. Der Entwurf soll im ersten Quartal kommenden Jahres offengelegt werden. Dann wird auch der Entwurf für die Bebauung auf dem Gelände Eversburger Friedhof″ ausgelegt. Dort sollen 120 bis 150 Wohneinheiten entstehen.

Abschied von der Wertstofftonne: Nach sechs Jahren stellt die Stadt das Pilotprojekt in Eversburg ein. Am 2. Januar 2017 werden die Tonnen nach der Müllabfuhr abgeholt. Wir sind raus″, resümierte Detlef Schnier vom Osnabrücker Servicebetrieb. Der Grund dafür ist eine unerwartete Entwicklung auf Bundesebene: Das Wertstoffgesetz kommt nicht.″ Und viele Bürger trauern.

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Bildtext:
Warten auf den Tunnel: Seit Jahrzehnten ärgern sich Eversburger über den Bahnübergang auf der Atterstraße. Für 2018 will die Stadt Geld für die Planung bereitstellen. Wann der Tunnel schließlich gebaut wird, ist noch offen.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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