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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Strompreise bleiben zum Großteil konstant
Zwischenüberschrift:
Viele regionale Anbieter erhöhen Grundversorgungstarife nicht – Ausnahmen TEN und Stadtwerke Versmold
Artikel:
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Originaltext:
Zum Jahresende gibt es für viele Verbraucher Post von ihren Stromanbietern. Unsere Redaktion hat bei den lokalen Versorgern nachgefragt, auf welche Änderungen sich Kunden einstellen müssen.

Osnabrück. Die EEG-Umlage für Stromlieferanten steigt zum Jahresbeginn 2017 um 0, 5 Cent pro Kilowattstunde″, erklärt Klaus Schultebraucks, Pressesprecher der RWE-Tochter Innogy. Eine zusätzliche Belastung für die Anbieter, die zumindest vorerst nicht auf die Endkunden abgewälzt werden soll. Grund dafür sind die derzeit verhältnismäßig geringen Beschaffungskosten, die die Erhöhung der EEG-Umlage wieder ausgleichen. Sprich: An der Börse wird der Strom zu moderaten Preisen gehandelt. Wie lange das noch so bleibt, lässt sich jedoch nicht sagen″, erklärt Schultebraucks. Der Preis für die Grundversorgung liegt bei Innogy bei 28, 55 Cent brutto pro Kilowattstunde, der monatliche Grundpreis bei sieben Euro.

Bei den anderen Anbietern im Landkreis sieht es ähnlich aus. Laut Pressesprecher Marco Hörmeyer von den Stadtwerken Osnabrück wird es bei der Grundversorgung zum Januar 2017 keine Preisänderungen geben. Die Kosten je kWh liegen momentan bei 25, 79 Cent brutto und einem Grundpreis von 6, 78 Euro im Monat. Eine Prognose, wie sich die Tarife im Laufe des kommenden Jahres ändern, könne aber nicht abgegeben werden, heißt es in einer Mitteilung. Wilhelm Grundmann Geschäftsführer der Stadtwerke GMHütte weist darauf hin, dass Erhöhungen ohne Weiteres auch zur Mitte des Jahres möglich wären. Der Preis von 26, 89 Cent je kWh und 6, 43 Euro im Monat solle aber möglichst gehalten werden.

Die Stadtwerke Versmold heben ihren Grundversorgungstarif wegen der höheren Umlagen zu 2017 von 27, 36 auf 27, 93 Cent je kWh leicht an. Der neue Preis soll über das Jahr konstant bleiben. Der Grundpreis liegt bei 7, 69 Euro im Monat. Eine Erhöhung von zwei Prozent gibt es ebenfalls bei den Teutoburger Energiewerken von 28, 25 auf 28, 83 Cent je kWh. Der Grundpreis pro Monat beträgt 7, 14 Euro. Die Elektrizitätsgenossenschaft Hasbergen verspricht dagegen, vorerst nichts zu ändern. Die 25 Cent je kWh und 7, 50 Euro im Monat sollen konstant bleiben. Ebenso wie bei den Stadtwerken Lengerich, die aktuell 26, 45 Cent je kWh und 13, 39 Euro im Monat berechnen. Diese Angaben entsprechen den Grundtarifen der Versorger. Die Beträge liegen bei individuellen Verträgen teils deutlich niedriger.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt in einer Pressemitteilung vor versteckten Preiserhöhungen. Die Kundenanschreiben seien oft so gestaltet, dass eine Preiserhöhung nicht auf Anhieb zu erkennen ist. Das Projekt Marktwächter Energie″ soll die Anschreiben näher untersuchen. Strom- und Gaskunden können ihre Dokumente beim Online-Portal marktwaechter-energie.de hochladen oder per Post an die Verbraucherzentrale in Hannover schicken. Oft verstecken sich die Preiserhöhungen da, wo Kunden sie am wenigsten erwarten″, sagt Tiana Preuschoff, Energieexpertin in der Verbraucherzentrale. Die Auswertung soll anonymisiert im kommenden Jahr vorgestellt werden und Kostenfallen aufdecken.

Mehr Energiethemen im Internet auf noz.de/ energie

Bildtext:
Die EEG-Umlage und Netzentgelte steigen für Stromlieferanten 2017 deutlich. Aufgrund geringerer Beschaffungskosten, wird die Erhöhung aber von vielen Anbietern vorerst nicht auf Endkunden abgewälzt. Eine Preisgarantie für das gesamte kommende Jahr gibt es in den meisten Fällen jedoch nicht
Foto:
Michael Gründel

Strompreis

Laut Website der Stadtwerke Osnabrück verbraucht ein durchschnittlicher Osnabrücker Haushalt mit Grundversorgungstarif jährlich 3500 kWh. Der letztendliche Preis setzt sich aus sechs Komponenten zusammen. 43, 99 Prozent des Preises machen die Energie- und Transportkosten aus. Die Mehrwertsteuer schlägt mit 15, 97 Prozent zu Buche. Hinzu kommt die Stromsteuer mit 2, 05 Cent pro kWh (7, 29 Prozent), die EEG-Umlage mit 6, 354 beziehungsweise ab 2017 mit 6, 88 Cent je kWh (22, 60 Prozent) und die Offshore-Umlage mit 0, 04 Cent pro kWh. Damit sollen Betreiber von Offshore-Windanlagen finanziell abgesichert werden, falls diese durch Verzögerungen im Netzanschluss keinen Strom einspeisen können. Die Konzessionsabgabe liegt bei 1, 99 Cent je kWh und macht 7, 08 Prozent des Endpreises aus. Diese Gebühr wird von Städten und Kommunen für den Betrieb der Versorgungsleitungen in der Stadt erhoben.
Autor:
Bastian Rabeneck


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