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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadtwerke erhöhen Bäderpreise
Zwischenüberschrift:
Wer länger schwimmt, zahlt mehr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Eintritt zu den Osnabrücker Schwimmbädern steigt zum 1. Dezember um durchschnittlich zwei Prozent. Was hat die neue Rutsche im Nettebad damit zu tun?

Osnabrück. Wir erhöhen nicht wegen, sondern trotz der neuen Twist-Rutsche″, sagte Stadtwerke-Bäderchef Wolfgang Hermle am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Tarife. Dank der Attraktionen wie der neuen Trichterrutsche könne das hohe Besucherniveau im Nettebad gehalten werden. Die höheren Umsatzerlöse kompensierten die steigenden Kosten für Betrieb, Personal und Instandhaltung halbwegs, sagte Hermle. Das Nettebad belegte 2015 mit 745 000 Gästen im bundesweiten Besuchervergleich aller Bäder den fünften Platz.

Bei den Stadtwerken gelte die Maxime, dass eine solche Rutsche nur bei einer klaren Renditeerwartung″ gebaut werden dürfe, betonte Hermle. Beispiel Sloop-Rutsche: Der freie Fall habe zu einem Besucherzuwachs im Nettebad geführt. Mit der Trichterrutsche Twist″ werde das Nettebad über einen der größten Rutschenparks in Norddeutschland verfügen. Studien zeigten, dass Bäder ohne solche stetigen Verbesserungen Besucher verlieren mit negativen Folgen für die Wirtschaftlichkeit des Bäderbetriebs. Hermle: Dann bliebe nur das weitere Drehen an der Preisschraube, und das will keiner von uns.″

Die Preiserhöhungen treffen vor allem Besucher, die lange im Schwimmbad bleiben und das sind in der Mehrzahl Besucher mit längeren Anfahrtswegen, die mit dem Urlaubsmotiv″ kommen, wie Hermle sagte. Da die Stadtwerke die Tarife der Nachzahlstufen um 20 Cent pro 20 Minuten erhöhen, wird der Tagesbesuch insgesamt teurer. Dahinter steckt die Strategie, die Tarife der Daseinsvorsorge zumeist genutzt von den Osnabrückern durch die auswärtigen Besucher quersubventionieren zu lassen″, sagte Hermle. Unter Daseinsvorsorge″ versteht Hermle das Angebot für Sport- und Fitnessschwimmer, die regelmäßig ein paar Bahnen ziehen wollen.

Eine vierköpfige Familie, die länger als vier Stunden im Nettebad bleibt, zahlt künftig 29, 40 Euro und damit 3, 60 Euro mehr als bisher. Das entspricht einer Steigerung um knapp 14 Prozent. Ab einer Aufenthaltsdauer von vier Stunden und elf Minuten bleibt der Preis stabil. Kundenbefragungen haben ergeben, dass Gäste aus dem weiteren Umland das Nettebad deutlich besser bewerten als Kunden aus Osnabrück. Überregionale Gäste haben eine deutlich höhere Zahlungsbereitschaft″, sagte Marketing-Expertin Ann-Katrin Naumceski.

Preise für Vereine stabil

Stabil bleiben auch die Preise für Vereine und für die Mitgliedschaft im Schwimmclub. Der Schwimmclub ist im Vorjahr eingeführt worden und funktioniert nach dem Prinzip Fitnessclub. Die Mitgliedschaft kann für sechs Monate (44 Euro Monatsbeitrag) oder zwölf Monate (39 Euro Monatsbeitrag) abgeschlossen werden und umfasst den unbegrenzten Aufenthalt im Moskau- und Schinkelbad beziehungsweise den 90-Minuten-Basistarif im Nettebad.

Zuletzt hatten die Stadtwerke die Preise vor einem Jahr angepasst. Hermle verteidigte die erneute Erhöhung: Es sei besser, in kleinen Schritten moderat zu erhöhen, als in größeren Abständen den großen Schluck aus der Pulle″ zu nehmen.

Die neue Trichterrutsche sei ein zentraler Baustein″, um größere Preissprünge zu vermeiden. Die Montagearbeiten gehen in die Endphase, am 4. Dezember wollen wir die neue Rutsche in Betrieb nehmen″, kündigte der Bäderchef an.

Bildtext:
Die Trichterrutsche Twist″ soll am 4. Dezember in Betrieb gehen.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Wilfried Hinrichs


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