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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Streit um Brems-Buckel auf dem Westerberg
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Keiner will die Brems-Buckel vor der Tür″ (Ausgabe vom 13. Oktober).

Angst essen offenbar nicht nur Seele, sondern auch Verstand und Charakter auf. Ich bin wirklich verärgert. Von diesen Leuten habe ich niemanden am Runden Tisch oder sich sonst wie in irgendeiner Form einbringen gesehen. Jetzt über etwas klagen, was noch nicht einmal probiert wurde, empfinde ich als ganz schwach. Der Plan B verspricht laut den am Kreis teilnehmenden Experten eine Halbierung des Verkehrs und nach anfänglicher Gewöhnung eine deutliche Beruhigung des Verkehrs. Der jetzige Status würde durch den Zuwachs in unserer Gegend bei Ausbleiben der Maßnahmen ja auch nicht einmal gehalten werden können. Da unser Plan A abgelehnt wurde, sollten wir hoffen, dass der Plan B funktioniert wie von den Experten prognostiziert. Der Plan B ist wohl das Beste, das für unseren Straßenzug drin ist. Dass die eine oder andere Unannehmlichkeit entstehen kann, lässt sich wohl nicht vermeiden. Falls Plan B wirklich die befürchtete Katastrophe sein sollte, hätte man es zumindest ohne Straße versucht und wäre bis hierhin den Wünschen der Wähler nachgekommen. [. . .] Ich nehme auch gerne zwei Kissen vor meiner Tür und beschwere mich auch nicht über Querungshilfen, auch wenn sie für mich persönlich vielleicht den einen oder anderen Nachteil hätten. Letztlich soll das Viertel verkehrsberuhigt werden, und jeder hatte häufiger als einmal die Möglichkeit, sich einzubringen.″

Johannes Lohmöller

Osnabrück

Warum erst jetzt?

Mir stellt sich die Frage, warum der Protest jetzt kommt. Es gab die Möglichkeit, sich an der Arbeit und den Diskussionen am Runden Tisch zu beteiligen, und die Ergebnisse waren alles andere als geheim. […] Die NOZ hat über die Arbeit des Runden Tisches ausführlich berichtet; die Ergebnisse wurden also auf den Seiten der Stadt und in dieser Zeitung stets kommuniziert. Auch auf dem letzten Bürgerforum Westerberg am 2. Dezember 2015 wurden die jetzt kritisierten Maßnahmen als Plan B, der zeitnah umgesetzt werden sollte, vorgestellt. Jeder hatte dort ein Mitspracherecht. Hätten sich die Gegner der Berliner Kissen die Mühe gemacht, sich die Protokolle der Sitzungen zum Verkehrskonzept Westerberg durchzulesen, dann wüssten sie auch, dass die Umsetzung des Plans B gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Anwohnern am Runden Tisch laufend evaluiert werden soll. Folgt man den seriösen Berechnungen des zuständigen Planungsbüros Planersocietät aus Dortmund, dann könnten die Maßnahmen in Kombination zu einer Halbierung der Verkehrsmenge auf der heimlichen Westumgehung führen. Geschieht hingegen nichts, erhöht sich durch den Wissenschaftspark, Uni- und Hochschulerweiterung, neue Baugebiete etc. die Verkehrsmenge auf dem Straßenzug noch zusätzlich. Eine passive Haltung und ein , Alles-soll-so-bleiben-wie-es-ist′-Standpunkt bewahrt also keinesfalls den Status quo. Es ist möglich, dass durch die Maßnahmen die Situation , verschlimmbessert′ wird und der Plan B scheitert. Das muss aber die Praxis zeigen. Ihn schon im Vorhinein zum Scheitern zu verurteilen diskreditiert in meinen Augen die harte Arbeit der Beteiligten am Verkehrskonzept Westerberg. Gestalten statt Verhindern hat sich in solchen Fragen stets als die bessere Alternative erwiesen.″

Daniel Bugiel

Osnabrück

Entschleunigung

Diese Brems-Buckel- (Berliner Kissen) halte ich, obwohl diese noch nicht eingehend erprobt sind, für die notwendige Entschleunigung des Verkehrs auf der Straße für eine sehr gute Lösung. Denn hier muss der Verkehrsteilnehmer wirklich die Geschwindigkeit drosseln, um sein Fahrzeug zu schonen. Wir an der Hiärm-Grupe-Straße erfahren seit 20 Jahren genau das Gegenteil. Denn hier sind zur Verkehrsberuhigung Verengungungen/ Nasen eingebaut worden, die genau das Gegenteil erzeugen. Geschwindigkeit bis 80 km/ h sind keine Seltenheiten, statt der vorgegebenen 30 km/ h. Der auf den Inseln entstandene Sträucherbewuchs nimmt noch zusätzlich die nötige Sicht für den Teilnehmer, weil diese nicht auf Augenhöhe beschnitten werden. Für ein Überqueren im Bereich der Hiärm-Grupe-Straße/ Pappelgraben muss man schon sehr schnell sein und keine Gehbehinderung haben. Ein positives Beispiel ist die Rückertstraße mit den vorhandenen Brems-Buckeln, wo sich der Verkehr automatisch beruhigt und trotzdem sehr gut fließt. Ich wünschte mir für die Hiärm-Grupe-Straße auch die Berliner Kissen, um für alle Anwohner eine Beruhigung des Straßenverkehrs zu bekommen und einen besseren Durchblick, denn ohne die eingebauten Nasen steht auch mehr Straßenfläche zu Verfügung.″

Herbert Sommerfeld

Osnabrück

Bildtext:
Am Lieneschweg wurden in dieser Woche sogenannte Berliner Kissen aufgebracht.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Johannes Lohmöller, Daniel Bugiel, Herbert Sommerfeld


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