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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Spendenlauf bei Vollmond
Zwischenüberschrift:
Lauftreff wirbt für vegane Ernährung und Tierschutz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vegan ernähren und Sport treiben? Gar kein Problem, sagen die Organisatoren des Gutenachtlaufs in Osnabrück. Bei Vollmond rufen Nicky Bohne, Andrea Dohmann, Klaus Hess und Eike Stolzenburg zum Lauftreff. Gemeinsam wollen sie ein Bewusstsein für vegane Ernährung und den Tierschutz wecken.

Osnabrück. Der Gutenachtlauf wird inzwischen in 70 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz veranstaltet. Das Besondere: Der Lauf findet tatsächlich nur bei Vollmond statt. Die Idee stammt vom Verein Laufen gegen Leiden″ und verbreitet sich zunehmend über soziale Netzwerke wie Facebook. Gegründet wurde der Münchener Verein 2011 vom veganen Marathonläufer Mark Hofmann.

Seit Juni 2015 ist der Gutenachtlauf bei Wind und Wetter ein fester Termin im Kalender der Osnabrücker Organisatoren. Alle vier ernähren sich vegan. Zwischen 10 und 25 Personen nehmen regelmäßig teil. Zur Auswahl stehen eine sechs Kilometer und eine zehn Kilometer lange Strecke. Die Geschwindigkeit richtet sich nach den Teilnehmern. Ein bisschen Ausdauer ist aber nicht verkehrt″, rät Hess. Aus dem Stand sechs Kilometer zu laufen sei schließlich nicht so einfach.

Den Lauf bei Vollmond zu veranstalten sei ein Alleinstellungsmerkmal. Die Läufer müssten sich nicht verabreden. Außerdem kann jeder einen Termin finden, der für ihn passt. Der Vollmond fällt schließlich immer auf unterschiedliche Tage″, erklärt Dohmann. Es sei speziell in den Wintermonaten nicht einfach, sich so spät zum Laufen zu motivieren. Im letzten Dezember fiel der Vollmond auf den ersten Weihnachtsfeiertag″, erinnert sich Hess. Da waren wir dann nur zu dritt.″ Aber immerhin: Der Lauf ist noch nie ausgefallen.

Der Verein bittet zu jedem Lauf um eine Mindestspende von einem Euro. Das Geld geht an ausgewählte Tierschutzhöfe. Momentan kommt die Spende dem Hof Land der Tiere″ in Vellahn in Mecklenburg-Vorpommern zugute. Allein beim Lauf im September hätten 518 Teilnehmer 1276 Euro gespendet. Es ist jedes Mal ein bisschen wie Weihnachten, wenn wir sehen, wie viel Geld bei unseren Läufen zusammenkommt″, sagt Dohmann.

An diesem Sonntag

Vor jedem Lauf wird ein Gruppenfoto gemacht. Das wird dann in die Facebook-Gruppe des Vereins gepostet. So können die Osnabrücker Läufer sehen, wie viele Menschen auch in anderen Städten teilnehmen ein großer Motivationsfaktor.

Stolz tragen die Läufer ihre Laufen gegen Leiden″-Trikots. Die werden in Deutschland hergestellt und zu fairen Preisen gehandelt. Man bezahlt pro Trikot 40 bis 50 Euro, hat dafür aber eine Topqualität″, sagt Bohne. Die Trikots werden auch bei anderen Läufen wie zuletzt beim Hermannslauf von Detmold nach Bielefeld getragen, um auf den Verein aufmerksam zu machen. Wir sind auf einem guten Weg, möchten aber natürlich noch viel mehr Menschen für den Gutenachtlauf begeistern″, sagt Dohmann.

Ob Veganer oder nicht, sei ganz egal. Als Fleischfanatiker ist man bei uns aber an der falschen Adresse″, sagt Hess. Unterwegs werde vor allem über die vegane Ernährung, den Tierschutz oder Tierrechte geredet. Wir missionieren hier niemanden, finden es aber schön, Erfahrungen an Aufgeschlossene weiterzugeben″, erklärt Bohne. Sie fing ursprünglich aus gesundheitlichen Gründen mit der veganen Ernährung an. Später kamen die ethischen Gründe hinzu.

Der nächste Gutenachtlauf findet bei Vollmond am kommenden Sonntag ab 21.30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkplatz am Moskaubad. Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht erforderlich.

Bildtext:

Andrea Dohmann, Nicky Bohne und Klaus Hess (von links) kämpfen für den Tierschutz. Um Spenden zu sammeln, organisieren sie monatlich bei Vollmond den Osnabrücker Gutenachtlauf. Den gibt es mittlerweile in 70 Städten. Foto: Michael Gründel

Der Gutenachtlauf startet jeden Monat bei Vollmond um 21.30 Uhr am Parkplatz des Moskaubads. Der nächste Lauf ist am Sonntag. Foto: Michael Gründel
Autor:
Bastian Rabeneck


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