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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mal eben 6000 Euro mehr als veranschlagt
Zwischenüberschrift:
Ausbaugebühren: Anlieger des Pottbäckerwegs fordern Kostentransparenz von der Verwaltung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Rainer Foth ist sauer. Statt 25 000 Euro soll er nun satte 31 000 Euro Ablösebeitrag für Bauarbeiten an der Straße vor seinem Grundstück in Hellern bezahlen. Foth und die anderen Anlieger des Pottbäckerwegs erfahren von der Stadt allerdings nicht, warum die Kosten gestiegen sind.

Osnabrück. 24 Prozent mehr als ursprünglich veranschlagt dass die Kosten für die Erschließung ihrer Straße so stark gestiegen sind, will den Anwohnern einfach nicht in den Kopf. Deshalb luden sie Vertreter der Stadtverwaltung Anfang September zu einem Ortstermin ein. Doch zu dem kurzfristig anberaumten Termin kam niemand. Bis heute haben die Anwohner keine Nachricht von der Verwaltung erhalten. Falsche Versprechungen und falsche Planung″ wirft Anlieger Rainer Foth der Stadtverwaltung vor.

Der hintere Teil des Pottbäckerwegs werde derzeit für die dort liegenden Bauplätze erschlossen, erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion der Leiter des Fachbereichs Verkehrsanlagen der Stadt, Jürgen Schmidt. Dafür würden Kanäle und Versorgungsleitungen angelegt. Die Arbeiten sollen in der ersten Oktoberwoche abgeschlossen sein, und deshalb würden nun eben auch die Kosten fällig, die, wie es in solchen Fällen üblich ist, auf die Anwohner umgelegt werden.

Im April habe es ein Treffen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung gegeben, berichten die Anlieger. Dort hätten sie bereits eine Ablösesummenhöhe erfahren, und es sei auch von einer Obergrenze gesprochen worden, beteuern einige Teilnehmer.

Doch nur wenige Tage später sei jedem Anwohner ein neuer Betrag mitgeteilt worden. Dieser lag deutlich niedriger als der zunächst angegebene. Als Erklärung habe es geheißen, dass es einen Rechenfehler gegeben habe. Weil die Anwohner aufgefordert worden waren, den neuen Betrag direkt zu überweisen, habe es einer von ihnen bereits getan. Doch das Geld sei direkt zurücküberwiesen worden, was für Erstaunen gesorgt habe.

Am 22. August sei dann das dritte Ablöseangebot ins Haus geflattert und habe bei den Bürgern vom Pottbäckerweg für Entsetzen gesorgt. Es war 25 Prozent teurer als das erste und 40 Prozent teurer als das zweite″, sagt Foth. Eine Erklärung habe es dazu nicht gegeben.

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt Jürgen Schmidt, dass die erste Kalkulation erstellt worden sei, ohne dass ein Bodengutachten vorgelegen habe. Ein solches sei dann aber später von den Stadtwerken in Auftrag gegeben worden. Das Fazit des Bodengutachtens war eine erforderliche Bodenverbesserung, die natürlich eine Erhöhung der Kosten mit sich brachte″, führt Schmidt aus. Die Ausschreibung sei dann unter Berücksichtigung des Bodengutachtens erfolgt, sodass das Angebot der Baufirma höher als ursprünglich kalkuliert war. Er sagte außerdem zu, dass die Anlieger über den Sachverhalt noch gesondert informiert″ werden würden.

Bisher keine Reaktion

Doch bisher haben diese laut Foth noch immer keine Mitteilung erhalten. Im Namen der Anwohner bat er erneut um eine klärende Aussprache mit sachkundigen Vertretern der Stadt. Wir wünschen uns Transparenz. Gibt es eine Fertigstellungsgarantie, und wer versichert uns, dass die Kosten nicht noch einmal steigen?″, fragt Foth. Er befürchtet, dass die Straße nach weiteren Baumaßnahmen im hinteren Teil des Pottbäckerwegs erneut ausgebessert werden muss auf Kosten der Anlieger. Diesen Freitag endet die Zahlungsfrist, weshalb die Bürger vom Pottbäckerweg zunächst um eine Fristverlängerung gebeten hätten. Reaktion der Stadt: bislang keine.

Bildtext:

Der hintere Teil des Pottbäckerwegs, an dem mehrere Bauplätze liegen. Foto: Johanna Lügermann
Autor:
Johanna Lügermann


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