User Online: 2 | Timeout: 02:52Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO-Archiv | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt hebt Bebauungsplan auf
Zwischenüberschrift:
Klage vor Verwaltungsgericht deckt Formfehler aus den 70er-Jahren auf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Bebauungsplan Nummer 74 Niedersachsenstraße″ muss nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Osnabrück aufgehoben werden. Das Verfahren kommt jetzt mit der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung in Gang.

Osnabrück. Der vom Gericht beanstandete Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1975. Seinerzeit war der Stadt ein formeller Fehler unterlaufen, der über die Jahre unbemerkt blieb, bis ein Grundstückseigentümer sein Unternehmen erweitern wollte. Der Antragsteller kassierte eine Ablehnung seines Bauantrags und zog vor das Verwaltungsgericht. Die Juristen gaben dem Mann recht und verpflichteten die Stadt, die beantragte Baugenehmigung zu erteilen. Das ist geschehen, das Unternehmen hat seine Betriebsfläche erweitert, aber der Bebauungsplan ist damit noch nicht aus der Welt. Das passiert jetzt, indem die Stadt ein Verfahren zur Aufhebung des B-Plans durchführt.

Die Aufhebung ist ein ebenso formelles Verfahren wie die Aufstellung eines Bebauungsplans″, sagt Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau. Dazu gehört unter anderem die Öffentlichkeitsbeteiligung wie am Ende auch ein ordentlicher Ratsbeschluss.

Ein Aufhebungsverfahren ist nicht unbedingt die Regel im Osnabrücker Bauamt. Es gibt sie zwar, allerdings oftmals in Verbindung mit der Erstellung eines neuen Bebauungsplans. Den allerdings wird es in diesem Fall nicht geben, wie Schürings und sein Kollege Holger Clodius sagen. Wenn wir an dieser Stelle einen neuen B-Plan aufstellen wollten, wäre das ein sehr kompliziertes und aufwendiges Verfahren″, so die Städteplaner. Es müssten Gespräche mit jedem einzelnen Grundstückseigentümer geführt werden. Da der Bebauungsplan Nummer 74 ein großes Areal etwa zwischen Heinrich-Heine-Straße, Bischofsstraße, Pottgraben und Konrad-Adenauer-Ring umfasst, wäre dies unverhältnismäßig arbeits- und zeitaufwendig.

In Zukunft werden Bauvorhaben in diesem Bereich also nach Paragraf 34 Baugesetzbuch beurteilt. Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden″, heißt es im Gesetzestext. Mit anderen Worten: Alles, was dort noch geplant wird, muss sich an die vorhandene Bebauung anpassen, zum Beispiel in der Zahl der Geschosse.

Wohl das bekannteste geplante Projekt ist der Neubau eines Hotels auf der derzeit als Parkplatz genutzten Fläche neben dem Alando an der Kreuzung Niedersachsenstraße/ Pottgraben. Hier sei eine Baugenehmigung auf Basis der neuen Voraussetzungen bereits erteilt, sagen Schürings und Clodius.

Die Planunterlagen können noch bis zum 14. Oktober im Fachbereich Städtebau, Dominikanerkloster, Hasemauer 1, im ersten Obergeschoss eingesehen werden. Die Öffnungszeiten des Bauamtes sind montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. Die Unterlagen sind im genannten Zeitraum auch im Internet unter www.osnabrueck. de/ buergerbeteiligung zu finden.

Mehr aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen lesen Sie im Internet auf noz.de

Bildtext:
Der Bebauungsplan Nummer 74 Niedersachsenstraße″ muss nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Osnabrück aufgehoben werden.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Dietmar Kröger


Anfang der Liste Ende der Liste