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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
In den Tierschutz geschlittert
Zwischenüberschrift:
Martina Armbrecht kümmert sich um schwer vermittelbare Katzen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Kotten in einem etwa 500 Quadratmeter großen, etwas verwilderten Garten mitten auf dem Land in Bissendorf: Hier lebt Martina Armbrecht zusammen mit mehreren Katzen, zwei Hunden, Hühnern, drei Kaninchen, zwei Meerschweinchen und Wellensittichen.

Mein Ehrenamt

Von Barbara Behnen

Bissendorf/ Osnabrück. Aufgewachsen ist Martina Armbrecht in einer Stadt. Aber ich habe immer davon geträumt, so zu wohnen. Mein Lebenstraum ist in Erfüllung gegangen″, lächelt sie. Die 52-jährige gelernte Gärtnerin ist seit 30 Jahren im Tierschutz aktiv. 13 Jahre leitete sie das Tierheim des Katzenschutzbundes in Hellern, danach war sie auf dem Tierhof des Katzenschutzbundes in Krevinghausen tätig. Vor vier Jahren gründete sie zusammen mit anderen Engagierten den Verein Katzenleben″ in Osnabrück, der heute um die 40 Mitglieder zählt.

Der Verein berät in Fragen rund um die Katze, er bietet Pflegestellen für schwer vermittelbare Katzen und Catsitting″ an. Catsitting bedeutet, dass die Vereinsmitglieder Katzen betreuen, wenn deren Besitzer für eine begrenzte Zeit außer Haus ist, zum Beispiel während der Urlaubszeit. Die Ehrenamtlichen füttern dann die Katzen, säubern ihr Klo und spielen mit ihnen. Außerdem setzt sich der Verein für die Kastration frei lebender Katzen ein. Weil es zu viele Katzen gibt″, begründet Martina Armbrecht dieses Anliegen.

Tierlieb war Martina Armbrecht schon als Kind. Ich hatte Hamster, weiße Mäuse, Meerschweinchen und einen Wellensittich und mit zehn, elf Jahren dann den ersten Hund″, zählt sie auf. Aber ich wollte nie ne Katze haben, die geht mir an die Kleintiere″, war sie früher der Ansicht.

Als sie 19 Jahre alt war, brachte ihr damaliger Lebensgefährte einen jungen Kater aus einem Wurf mit. Über den Kater bin ich in den Tierschutz geschlittert″, erzählt Armbrecht. Zunächst las sie in einer Zeitungsanzeige, dass jemand einen Catsitterclub″ gründen wollte. Ich habe dort angerufen, aber nicht aus Gründen des Tierschutzes, sondern aus eigennützigen Motiven″, erinnert sie sich. Bald ergab es sich, dass sie nicht nur fremde Katzen sittete″, sondern auch zwei Pflegekatzen bei sich aufnahm.

Aus dem Catsitterclub ist ganz schnell der Katzenschutzbund geworden″, sagt sie. Nach Ende ihrer Tätigkeit beim Katzenschutzbund nahm sie von dort fünf Katzen mit, die nicht vermittelbar waren. Ladenhüter″ nennt Martina Armbrecht die Tiere. Drei von ihnen sind inzwischen gestorben. Neben ihren eigenen Katzen leben heute noch weitere Pflegekatzen bei ihr. Auch sie sind schwer vermittelbar, weil sie zu alt oder chronisch krank sind oder ein anderes Handicap haben.

Für diese Pflegekatzen bezahlt der Verein Katzenleben″ das Fressen und die Tierarztkosten. Die Pflegekatzen wohnen bei Martina Armbrecht hauptsächlich auf dem Dachboden und auf der Diele. Wenn sie sich mit ihren eigenen Katzen vertragen, dürfen sie auch auf dem Gelände rund um den Kotten laufen. Den Garten hat die Tierschützerin katzensicher eingezäunt.

Warum kümmert sie sich gerade um Katzen? Weil das die Tiere sind, die im Tierheim an zweiter Stelle stehen. Ich habe ein Faible für Tiere, die kein Mensch mehr will!

Kontakt zum Verein Katzenleben″ gibt es unter Telefon 05 41/ 1 50 54 92.

Bildtext:

Martina Armbrecht engagiert sich im Verein Katzenleben″ und nimmt Katzen bei sich auf, die sonst kein Mensch mehr haben will. Foto: Barbara Behnen
Autor:
Barbara Behnen


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