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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schinkelgang durch die Dodesheide
Zwischenüberschrift:
Stadtteil gehörte einst zur Gemarkung Schinkel – Jubiläumsvisite der beiden Bürgervereine
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum 50. Mal haben sich jetzt die Schinkeler Bürgervereine auf den Weg durchs Viertel gemacht. Was ursprünglich einmal als Stadtteilpräsentation für Neubürger gedacht war, hat sich im Laufe der Jahre zur gemeinsamen Inspektion der Problemzonen im Schinkel entwickelt und auch der richtig schönen Orte.

Osnabrück. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert lobte den Schinkelgang der Bürgervereine Schinkel-Ost und Schinkel von 1912 in seinem Grußwort dann auch als markantes Zeichen für intensives und intaktes Bürgerengagement″. Der Schinkel sei ein Hotspot der Realität″ und Deutschland im Kleinen″.

Eigentlich war die Idee gewesen, beim Jubiläumsschinkelgang die Strecke des allerersten Schinkelgangs von 1967 abzulaufen. Aber wir haben im Archiv nicht mehr die damalige Route gefunden″, sagte Walter Leineweber beim Start am Heinz-Fitschen-Haus. Der Vorsitzende des Bürgervereins Schinkel-Ost, dem die Organisation des Schinkelgangs in diesem Jahr turnusgemäß zufiel, entwickelte daraufhin eine andere Idee: Er ließ den Jubiläumsgang durch die Dodesheide führen, die längst ein eigener Stadtteil ist, historisch aber zur Gemarkung Schinkel gehört. Vor Ort berichtete Heinrich Grofer über die Funktion der Landwehr, die anhand der Gräben heute noch in der Dodesheide sichtbar ist.

Eingeladen war auch Heiko Schulze, der mit Geplatzte Kragen″ einen historischen Roman über Osnabrück geschrieben hat. Entlang markanter Orte in der Dodesheide berichtete Schulze vom Gesellenaufstand im Jahr 1801. Aus einer ungeliebten Kleiderordnung für Gesellen es ging um das von der Obrigkeit verfügte Zuknöpfen des Kragens entwickelte sich damals eine Rebellion, in die auch Teile der Stadtbevölkerung involviert waren. Der Aufstand wurde von Soldaten blutig niederkartätscht, zurück blieben acht Tote und viele Verletzte. Schulze erläuterte am Forsthaus, dass man nahe dem Haster Weg die Aufstellung einer Tafel plane. Sie soll an den Aufstand vor über 200 Jahren erinnern.

Zurück im Heinz-Fitschen-Haus, las Schulze noch Passagen aus seinem Roman vor. Begleitet wurde die Lesung von einer liebevoll-kundigen Ausstellung, die Beatrix Bausch und Walter Leineweber zusammengestellt hatten. Illustriert wurde darin das historische Geschehen rund um den Gesellenaufstand auf Bildern und Zeichnungen, gepaart mit Auszügen aus Chroniken.

Unter der Rubrik Schinkeler Belange nachgefragt″ ging es schließlich um die kleinen und großen Probleme in den Schinkeler Stadtteilen. Es wurde unter anderem moniert, dass der Fußweg am Friedensweg Probleme bereitet. Er sei zugewachsen und werde zudem ständig durch parkende Autos blockiert, erfuhr Franz Schürings vom Fachbereich Städtebau. Außerdem wollte ein Bürger wissen, ob die Grünabfallplätze am Kapellenweg und Strothmannsweg wohl im Zuge einer möglichen Fusion des Osnabrücker Servicebtriebs und der Awigo erhalten bleiben. Bei dieser Frage musste Schürings allerdings passen.

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Bildtext:
Der 50. Schinkelgang führte ausnahmsweise nicht durch Schinkel oder Schinkel-Ost, sondern durch die Dodesheide. Dort informierte man sich über die Landwehr und den Gesellenaufstand vor 200 Jahren.
Foto:
Stefan Buchholz
Autor:
Stefan Buchholz


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