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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Tarifpolitik nach Gutsherrenart″
Zwischenüberschrift:
Verkehrsinitiativen und Klimaschützer verschärfen Kritik an Stadtwerken
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Die Kritik von Nahverkehrsinitiativen, Klimaschutzgruppen und Teilen des Fahrgastbeirats an den Osnabrücker Stadtwerken wird schärfer. Angesichts des Aufsichtsratsbeschlusses zu geplanten Änderungen im ÖPNV-Angebot ab 2017 werfen sie dem kommunalen Verkehrsbetrieb Tarifpolitik nach Gutsherrenart″ vor.
Bemängelt wird eine Missachtung und Geringschätzung des Fahrgastbeirats (FGB). Wie aus einer gemeinsamen Erklärung hervorgeht, ist das von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) eingerichtete Gremium bei der neuen Tarifstruktur vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Um speziell dem FGB II, dem (anders als dem aus unabhängigen ÖPNV-Kunden bestehenden FGB I) ausschließlich Interessenvertreter angehören, künftig mehr Einfluss zu sichern, fordern die Unterzeichner eine Anpassung der Regeln noch in diesem Jahr.
Die jetzige Entscheidung macht den Fahrgastbeirat zur Farce und verhöhnt seine Mitglieder, die sich ehrenamtlich und mit hohem persönlichen und zeitlichen Engagement für die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs einsetzen″, stellen die Kritiker fest. Beschlüsse der Verkehrsunternehmen nachträglich abzunicken″ widerspreche nicht nur ihrem Selbstverständnis als sachkundige FGB-II-Mitglieder, sondern auch eindeutig Buchstaben und Geist der Geschäftsordnung des Fahrgastbeirats″.
Unterschrieben ist die am Mittwoch verbreitete Erklärung von Johannes Bartelt (Initiative Haller Willem), Tobias Demircioglu (VCD Osnabrück), Lothar Kosch (Initiative Haller Willem und FGB), Thomas Polewsky (Lokale Agenda 21, Klimabeirat und FGB), Renate Vestner-Heise (Osnabrücker Klimaallianz) und Joachim Welsch (FGB). Sie kündigen an, auf der nächsten Sitzung des Fahrgastbeirats II am 22. November dafür zu sorgen, dass die rechtzeitige Einbindung des Gremiums zu einer Verpflichtung von Stadtwerken und Planos″ wird.
Bislang heißt es in der Geschäftsordnung: Die Planos unterrichtet den Fahrgastbeirat II über alle relevanten Verkehrsplanungen.″ Von Mitbestimmung ist keine Rede. Stattdessen sei es Aufgabe des FBG II, Anregungen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (Bus und Bahn) zu sammeln, zu besprechen, zu erarbeiten und frühzeitig gegenüber den Planungs- und Entscheidungsgremien sowie den Verkehrsträgern zur Sprache zu bringen″.

Bildtext:

Was sollen Bustickets in Osnabrück kosten? Und welche braucht es? Bei solchen Fragen der Verkehrsplanung möchte der Fahrgastbeirat gerne ein Wörtchen mitreden und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Foto: Michael Gründel

Kommentar:

Kurzstrecken-Ticket nur im Stadtbusnetz

Das geplante Kurzstreckenticket soll ab 2017 ausschließlich im Osnabrücker Stadtbusnetz gelten. Darauf weisen die Stadtwerke hin. Außerhalb der Tarifzone 0 (Osnabrück/ Belm) werde der neue Fahrschein anders als von unserer Redaktion berichtet nicht verfügbar sein, stellte der kommunale Verkehrsbetrieb klar. Ohnedies stehe die Einführung unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Mit einer Entscheidung ist erfahrungsgemäß im Dezember zu rechnen. Den Plänen der Stadtwerke zufolge soll das Kurzstreckenticket 1, 50 Euro kosten und zu Busfahrten über vier Stationen berechtigen. Es wird in Osnabrück das Cityticket ablösen, mit dem Kunden für nur 1 Euro innerhalb des Wallrings (einschließlich Hauptbahnhof) beliebig weit Bus fahren können. In diesem Bereich der Stadt verteuert sich damit das Busfahren um mindestens 50 Cent, während es darüber hinaus mitunter deutlich billiger werden kann.

Regulär kostet eine einzelne Busfahrt in Osnabrück 2, 70 Euro. Der Preis bleibt 2017 erstmals seit Jahren stabil, nachdem der Stadtwerke-Aufsichtsrat einer geplanten Erhöhung auf 2, 90 Euro Ende September widersprochen hatte:
Autor:
sst


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