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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Flüchtlinge gehen auf Sendung
Zwischenüberschrift:
Auf osradio 104,8 sollen von Samstag an Berührungsängste abgebaut werden
Artikel:
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Originaltext:
Einheimische und Einwanderer sollen sich in einer gemeinsamen Radiosendung von Ehrenamtlichen des Exil-Vereins und osradio 104, 8 besser kennenlernen. Die erste Folge wird am Samstag, 24. September, um 14 Uhr gesendet mit deutscher und arabischer Moderation.

Osnabrück. Ein Beitrag in fünf Sprachen über den Besuch im Café International, dem Treffpunkt am Rosenplatz für Flüchtlinge und Einheimische, ist Teil der Sendung, die Ehrenamtliche des Vereins Exil und osradio 104, 8 vorbereitet haben. Zum einen solle die Sendung Informationen für Einwanderer bieten, im Besonderen für Flüchtlinge, zum anderen solle sie auch Plattform sein, auf der Einwanderer über ihre Erfahrungen berichten können. Dadurch wollen wir Berührungsängste abbauen″, sagt Ahmed Saleh, der als Dolmetscher für Exil arbeitet.

Er selbst ist zwar kein Flüchtling, kennt aber das Gefühl, fremd in einem Land zu sein. Im Sommer 2015 habe er die Idee für die Sendung gehabt, die er nun gemeinsam mit Simone Wölfel von osradio 104, 8 moderieren wird.

Der Name des neuen Formats ist Radio 49″, ein Name, der sich deutsch und englisch aussprechen lässt. 49 steht für die Postleitzahl, denn die Sendung soll alle Menschen in der Region ansprechen″, erklärt Sara Höweler von Exil. Jede Sendung soll unter einem anderen Motto stehen. Am Samstag wird sich alles um das Thema Sprache drehen.

Sprache als letzte Hürde

Sandra Sperling, Ehrenamtliche bei Exil, hat dafür ein junges syrisches Akademikerpaar interviewt. Für sie sei die Sprache die letzte Hürde der Integration. Sie berichten von ihren Erfahrungen mit dem Projekt Sprache, Studium, Chancen″ der Stadt Osnabrück. Die Mitarbeiter der Sendung waren außerdem bei einem gemischten Cricket-Team zu Gast und haben die Verleihung von Zertifikaten an erfolgreiche Absolventen der Uni-Sprachkurse besucht. Unterstützt wurden sie bei der Produktion von Moderatorin Wölfel und Steffen Oetter vom Verein für soziale Kommunikation. Eine große Hilfe sei auch Esper Hadad. Er war bei einem syrischen Radiosender angestellt und ist im Projekt für die Technik verantwortlich, sagt Saleh.

Doch wie funktioniert eine Sendung in unterschiedlichen Sprachen? Die Übersetzung sollte nicht über die verschiedenen Sprachen gespielt werden, hintereinander werden die Informationen in unterschiedlichen Sprachen wiederholt. Dabei dürfen die Beiträge nicht zu lang sein, um Hörer in anderen Sprachen nicht zu langweilen, sagt Wölfel. Wir versuchen, uns die Bälle gegenseitig zuzuspielen″, erklärt sie das Konzept.

Es sei lange diskutiert und überlegt worden, um niemanden auszuschließen. In den Redaktionssitzungen sei auch der Entschluss gefallen, keine Charts-Titel, sondern orientalische und arabische Musik zu spielen. Damit hatte ich vorher nie zu tun, aber ich finde, es vermittelt eine positive Stimmung″, sagt die Moderatorin.

Für die weiteren Sendungen laden die Verantwortlichen alle Interessierten ein, sich zu beteiligen. Jeder dürfe über Erfahrungen und Veranstaltungen berichten. Wer nicht selbst vor dem Mikrofon stehen möchte, könne auch Ideen an radio@ exilverein.de schicken.

Ein Themen-Spezial finden Sie unter noz.de/ fluechtlinge

Bildtext:
Ahmed Saleh und Simone Wölfel im Studio: Die beiden moderieren am 24. September um 14 Uhr eine Radiosendung für Geflüchtete und Einheimische auf Deutsch und Arabisch.
Foto:
David Ebener
Autor:
Johanna Lügermann


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