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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Innovation erlahmt ohne Konkurrenz
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Peter Wüsthoff Leerstände Folge der Einkaufscenter-Politik″ (Ausgabe vom 1. September) mit Bezug auf den Artikel Die Krahnstraße verödet″ (Ausgabe vom 26. Juli).

Herr Wüsthoff macht den verkehrsberuhigten Neumarkt und das geplante Einkaufszentrum für den Niedergang der Krahn- und Hasestraße verantwortlich. Er übersieht dabei, dass beide Straßen seit Jahrzehnten schwächeln ohne dieses Zentrum und immisionsträchtigen Autoverkehr. Ihn und die übrigen Anlieger der mittleren Großen Straße hätte vermutlich heute das gleiche Schicksal ereilt, wenn seinerzeit diese Straße ebenfalls unter großen Widerständen nicht zur Fußgängerzone erhoben wäre. Es war ja die CDU, die den in Agonie befindlichen Neumarkttunnel vor Jahren sogar mit über zwei Millionen Euro künstlich beatmet hat. […]

Es ist unter anderem durch Gutachten belegt, dass Osnabrück seine Position als Oberzentrum mit über einer Million potenzieller Kunden nicht annähernd ausschöpft, weil viele starke Einzelhandelsketten hier nicht vertreten sind. Die Große Straße allein kann diese Anziehungskraft nicht wuppen. Mehr attraktive Firmen locken sicher mehr Käufer. Das könnte durchaus auch positiv für die derzeitigen Platzhirsche sein.

Überhaupt: Konkurrenz hebt das Geschäft! Ohne Konkurrenz erlahmt die eigene Innovation. Diese uralte kaufmännische Weisheit scheint der ehemaligen Wirtschaftspartei CDU verloren gegangen zu sein. […] Fast alle auch kleinere Städte haben in den letzten Jahrzehnten den Individualverkehr ausgesperrt, zum Wohle der Umwelt, der Bürger und des Umsatzes. Der Einzelhandel in Rheine und Ibbenbüren zum Beispiel mit weitläufigen Fußgängerzonen verbucht seit Jahren zunehmende Besucherzahlen aus Holland, weil unseren Nachbarn Osnabrück zum , wandelen und winkelen′ [bummeln und einkaufen] zu klein und nicht attraktiv genug ist.

Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum das Center auf 16 500 Quadreatmeter beschränkt wurde, während L+ T sich ständig ausdehnt auf Arealen, die nie mit Einzelhandel belegt waren. Das L+ T-Parkhaus verursacht an vielen Tagen des Jahres eine Autoschlange, die über die Möserstraße hinaus bis zum Neumarkt reicht und deren laufende Motoren die Luft noch mehr verpesten. Trauriger Effekt: Die Möserstraße wird sich auf Jahrzehnte nicht auf ihren früheren Stand zurückentwickeln können. […]″

Wolfgang Heemann

Verwalter Neumarkt 6

Osnabrück

Realistische Meinung

Endlich mal eine fundierte Feststellung zur Entstehung der Situation in der Osnabrücker Innenstadt. Das ist die realistische Meinung eines [...] Kaufmanns mit jahrzehntelanger Erfahrung [...]. Auch die Heuchler, die, aus Bequemlichkeitsgründen bis an die Fleischtheke, möglichst mit Tankstelle, an den Stadtrand fahren, dürfen sich über den Zerfall der Innenstadt-Infrastruktur nicht beklagen, da sie durch ihr Kaufverhalten genau daran entscheidend mitgewirkt haben.″

Thomas Müller

Osnabrück
Autor:
Wolfgang Heemann, Thomas Müller


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