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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sensationsfunde begutachtet
Zwischenüberschrift:
Zusammensetzung deutschlandweit einzigartig – Brustschmuck und Kupferaxt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lennard Janßen, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück, hatte am 22. Juni auf einer Baustelle nahe der Sandforter Straße in Voxtrup eine Anhäufung von Kupferfunden, die dicht unter einem mittelalterlichen Ackerboden vergraben waren, entdeckt. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert begutachtete jetzt die Funde.

Der Osnabrücker Stadt- und Kreisarchäologe Bodo Zehm geht nach Begutachtung der Fundstelle und Funde davon aus, dass es sich um einen sogenannten Hortfund aus der ausgehenden Jungsteinzeit zwischen 2500 und 2000 v. Chr. handelt. Die unverzüglich eingeleitete Nachsuche im Bereich der Fundstelle ergab weitere Anhaltspunkte, wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt.

Die geborgenen Sondengängerfunde erwiesen sich als ein Ensemble, das in dieser Zusammensetzung und in diesem Umfang in Deutschland bisher nirgendwo sonst angetroffen wurde. Es handelt sich um drei Exemplare von sogenannten Lunulae (mondsichelförmiger Brustschmuck) und um eine Kupferaxt. Geprüft werden soll, ob sie zu den ältesten Metallprodukten zumindest in Norddeutschland zählen.

Gut 500 Jahre vor Beginn der Bronzezeit sind sie nach einem im südosteuropäischen Raum entwickelten Fertigungsverfahren hergestellt worden. Alle an der Erstbegutachtung beteiligten Fachleute waren sich einig, dass es sich um einen Fundkomplex von überregionaler, vermutlich sogar nationaler Bedeutung handele. Auch deshalb ließ sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die Funde zeigen und erläutern.

Die weiteren Untersuchungen sollen die Auffassungen der Fachleute weiter konkretisieren und absichern. Dazu gehört vor allem eine restauratorische Bearbeitung der Funde, um die gestalterischen und fertigungstechnischen Details zeigen zu können.

Ergebnisse liegen den Angaben zufolge frühestens im September vor. Sie sollen dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wir sind darum bemüht, uns die Rechte für die Präsentation der Fundstücke zu sichern″, sagt der Oberbürgermeister. Eine entsprechende Zusage vonseiten des Präsidenten des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, die Stadt Osnabrück in dieser Angelegenheit zu unterstützen, liege bereits vor.

Bildtext:
Vorsichtig begutachtet Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts) zusammen mit Bodo Zehm und Ulrike Haug von der Archäologischen Denkmalpflege die Fundstücke.
Foto:
Stadt Osnabrück/ Gerhard Meyering
Autor:
pm


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