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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler rufen Bienenschutzprojekt ins Leben
Zwischenüberschrift:
Gymnasium „In der Wüste″ und Bienenbündnis arbeiten zusammen – Teilnahme am Bundesumweltwettbewerb geplant
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bienen haben es heute schwer. Die kleinen Bestäuber unserer Kultur- und Wildpflanzen finden keine geeigneten Lebensräume mehr. Schüler der Bundes-Umwelt-Wettbewerb-AG am Gymnasium In der Wüste″ versuchen nun, das Bienensterben in Osnabrück zu minimieren.
Unser Bienen-Hilfsprojekt heißt Be( e) involved″, erklärten die sechs in der AG engagierten Schülerinnen und Schüler, während sie zwei Flächen am Bahnübergang an der Limberger Straße im Osnabrücker Stadtteil Wüste als zukünftige Bienen-Areale herrichteten. Als die Flächen geharkt waren, konnte die Künstlerin Angelika Walter darauf eine Saatmischung ausstreuen, bestehend aus heimischen Wildblumen. Angelika Walter wird sich als Wiesenpatin″ zukünftig um die Pflege der kleinen Bienenwiese kümmern, die im nächsten Frühjahr so bunt erstrahlen soll wie ihr im Bahntunnel gemaltes Fassadenbild Musikexpress″.
Bienen sind sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Sie sichern Pflanzen, die auf Fremdbestäubung angewiesen sind, und leisten so einen lebensnotwendigen Beitrag für die Ernährung der Menschen″, wissen die Schüler und freuen sich deswegen über Unterstützung durch das Osnabrücker Hochschulprojekt Urbane Interventionen″, das Osnabrücker Bienenbündnis und die Stadt Osnabrück.
Daniel Jeschke von Urbane Interventionen″ brachte Erfahrung im Anlegen von Blühstreifen mit, Frank Bludau vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück und Mitglied im Osnabrücker Bienenbündnis das spezielle Saatgut. Das Saatgut besteht aus einem breiten Spektrum heimischer Wildblumen″, erklärte Frank Bludau. Somit würde man dem Bedarf mehrerer Wildbienenarten gerecht, denn einige seien auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Nicht nur Wild- und Honigbieten, auch anderen Insekten würde mit derartigen Blühflächen ein Biotop geboten. Samentütchen der sogenannten Osnabrücker Mischung″ kann übrigens jedermann erwerben für 4, 90 Euro im Museumsshop am Schölerberg und bei der Touristeninformation in der Bierstraße.
Die Schüler, die im Rahmen der Schülerfirma des Gymnasiums In der Wüste″ sogar eine eigene Imkerei betreiben, haben bereits ein großes Wissen über Bienen gesammelt. Dennoch staunten sie, als die wissenschaftliche Hochschulmitarbeiterin Janina Voskuhl vom Bienenbündnis erzählte, dass es neben der Honigbiene 560 Wildbienenarten in Deutschland gibt und 60 davon in Osnabrück nachgewiesen sind. Leider seien von den heimischen Wildbienenarten mehr als die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet.
Insgesamt drei Flächen im Stadtteil Wüste, dazu eine Verkehrsinsel sowie einen Schrebergarten haben die Schüler inzwischen in Bienen-Biotope verwandelt, die nun von Wiesenpaten wie Angelika Walter nachhaltig gepflegt werden. Nach dieser praktischen Arbeitsphase wird die AG ihr Projekt Be( e) involved″ (ein Wortspiel aus bee, dem englischen Wort für Biene, und der ebenfalls englischen Redewendung be involved″, was sich mit misch dich ein″ übersetzen lässt) im März 2017 beim Bundesumweltwettbewerb einreichen.

Bildtext:

Fleißige Bienenfreunde: Die Schüler Livia Hörnschemeyer, Jamila-Lia Fey Usselmann, Katharina Gravenhorst, Justus Morich, Jannes Löwen und Paul Ollermann werden unterstützt von (von rechts) AG-Leiterin Katrin Lückmann, Angelika Walter, Janina Voskuhl vom Osnabrücker Bienenbündnis, Daniel Jeschke („ Urbane Interventionen″), Frank Bludau (Stadt Osnabrück) und Hochschulprofessor Herbert Zucchi vom Bienenbündnis. Foto: Carolin Hlawatsch
Autor:
hla


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