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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schimmel und Asbestgefahr
Zwischenüberschrift:
Räume gesperrt – Eltern an der Grundschule Hellern mit Geduld am Ende
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Den Helleraner Grundschuleltern reicht es. Nachdem am Donnerstag in einem Klassenraum Putz von der Wand gefallen ist und der Schimmel sich immer weiter ausbreitet, fragen sie sich, wie lange sie noch auf die Renovierung ihrer Schule warten sollen.
Osnabrück. In der Grundschule Hellern herrscht dicke Luft, im Wortsinn verursacht durch Feuchtigkeit, Schimmel und Asbest, sprichwörtlich, weil die Eltern kein Verständnis mehr dafür haben, dass ihre Kinder in in ihren Augen gesundheitsgefährdenden Räumen unterrichtet werden. War zunächst nach den Sommerferien im gerade überarbeiteten Musikraum erneut Schimmelbildung aufgetreten, so hat sich am Donnerstagmorgen an einer Wand in einem Klassenraum und in der Bibliothek der Putz gelöst. Auch hier dürfte nach Ansicht von Schulelternratsvorsitzendem Matthias Dudek die Feuchtigkeit Ursache allen Übels sein. Auch der Flur ist demnach von Schimmel befallen.
Asbestgefahr
Dabei belastet nicht nur Schimmel die Atmosphäre, sondern auch noch eine mögliche Asbestgefahr. Untersuchungen hatten ergeben, dass der Putz asbesthaltig ist, was laut Angaben des Fachbereichs Immobilien so lange ungefährlich ist, wie selbiger an der Wand bleibt. Löst er sich aber, kann der Asbest freigesetzt werden mit den daraus resultierenden gesundheitlichen Gefahren.
Vier Kinder seien am Donnerstag wegen Übelkeit von ihren Eltern aus dem Unterricht abgeholt worden, so Dudek. Wobei er hierbei nicht unbedingt einen direkten Zusammenhang zu den baulichen Problemen der Schule herstellen will. Der Verdacht liege aber nahe, und sei es nur, dass die Kinder sich aufgrund der bekannten Problematik in diesem Moment unwohl gefühlt hätten.
Dudek und die Elternschaft fordern nun von der Stadt, dass endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Nach Dudeks Worten verschärft sich der Protest der Mütter und Väter, die nicht mehr bis zu den kommenden Sommerferien warten wollen, bis an ihrer Schule endlich etwas passiert″. Gebaut werden soll in Hellern ohnehin. Um den Ganztagsbetrieb einführen zu können, bedarf es des Neubaus einer Mensa. Auch die Sanierung der Schule ist im Prinzip schon beschlossene Sache. Offen ist nur noch die Frage, ob die bestehenden Bauten bis auf den Rohbau entkernt und dann wieder aufgebaut werden oder ein Teil der Schule komplett abgerissen und neu errichtet werden soll. Hier steht die politische Entscheidung noch aus.
Die Stadt verbrenne an der Grundschule Geld, meinen die Eltern. Sanierungen, die sich schon nach kurzer Zeit als nicht erfolgreich erweisen, sind für sie der Beweis für diese These. Sie fordern laut Dudek von der Stadt, mit dem Stückwerk aufzuhören und möglichst sofort mit der ohnehin fälligen Baumaßnahme zu beginnen. Nach den jüngsten Ereignissen noch bis zum Sommer 2017 zu warten empfinden sie als Affront. Die Eltern überlegen, ob sie ihre Kinder hier überhaupt noch zur Schule schicken können″, sagt Dudek.
Keine Räume mehr
Zudem gehen der Schule langsam die Räume für den Unterricht aus. Nachdem Schulleiterin Silvia Bielefeld Schimmel und Putzschäden festgestellt und den zuständigen Abteilungen im Stadthaus gemeldet hatte, musste sie für ihre Schüler eine neue Bleibe suchen. Die fand sich vorübergehend im Computerraum, dessen Fassungsvermögen aber naturgemäß begrenzt ist. Eine Alternative gibt es schlicht nicht mehr, da alle infrage kommenden Räume entweder gerade saniert werden oder von Asbest und Schimmel okkupiert sind.
Und was sagt die Schulverwaltung? Die zuständige Fachbereichsleiterin Andrea Butke verweist auf einen Termin mit einem Bausachverständigen am Freitagmorgen. Der soll die Schadstoffbelastung bewerten und feststellen, welche Möglichkeiten es gibt, die Räume wieder nutzbar zu machen.

Bildtext:

Das Schlüsselloch zugeklebt, die Klinke mit Klebeband gesichert - einige Räume in der Grundschule Hellern sind so feucht, dass der Putz von der Wand fällt und sie niemand mehr betreten darf.
Foto: Michael Gründel
Autor:
Dietmar Kröger


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