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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Frische Backwaren seit 1921
Zwischenüberschrift:
Die Konditorei Coppenrath ist eine Osnabrücker Institution
Artikel:
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Originaltext:
Für viele Jahre war die Traditionsbäckerei und - konditorei Coppenrath eng mit dem Hauptbahnhof verbunden. Später war sie dann eine Institution am Neumarkt. Beides ist Vergangenheit. Inzwischen gibt es die Torten, Brote und Brötchen aus eigener Produktion an der Bramscher Straße 47.

Osnabrück. Die Firmenhistorie begann 1921. Am Schillerplatz, dem heutigen Berliner Platz, wurde das erste Café Coppenrath mit einer eigenen Backstube eröffnet. Ungefähr dort, wo bis vor einigen Jahren die Autovermietung Sixt ansässig war, stand der Coppenrath′sche Backofen. Heinrich und Antonie Coppenrath legten dort den Grundstein für ein mittlerweile fast 100-jähriges Traditionsunternehmen. Kurz darauf eröffneten die beiden eine Filiale am Bahnhof, was in dieser Zeit noch eine Seltenheit war.

Nach dem Krieg waren beide Läden zerstört, und der Schillerplatz wurde zum Berliner Platz umgestaltet. Die Coppenraths bauten am Bahnhof neu. Damals kamen Fußballfans und Mannschaften noch gemeinsam per Zug nach Osnabrück″, erinnert sich Reinhard Coppenrath, der Sohn der Unternehmensgründer. In den Sechzigern wurde der Bahnhofsplatz grundlegend umgestaltet, und die Konditorenfamilie erweiterte ihr Geschäft. Zusätzlich zu Backstube und Laden entstand der Coppenrath-Snack. Dort kehrten neben den Stammkunden auch Stars ein, die während eines Osnabrück-Gastspiels im Hotel Hohenzollern untergebracht waren.

Auf der Meisterschule in Wolfenbüttel lernte Reinhard Coppenrath seine Frau Marie-Luise kennen. Damals war sie die einzige Konditorin von Nordhessen″, erinnert er sich. Gemeinsam eröffneten die Eheleute 1978 eine Filiale im neu geschaffenen Neumarkt-Tunnel. Dort haben wir frische Berliner gebacken″, erzählt Coppenrath, das sei früher eine Besonderheit in der Stadt gewesen. Später übernahmen die Coppenraths dann noch das Café Trümper am Neumarkt.

Die Backstube am Bahnhof wurde derweil immer mehr zum Problem. Durch die gestiegene Nachfrage nach den Backwaren aus dem Hause Coppenrath stieß sie Anfang der 1980er-Jahre zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb wurde 1984 ein Ladengeschäft an der Bramscher Straße übernommen und im Hinterhaus eine neue Backstube eingerichtet. Nach dem Ende des Neumarkttunnels und dem Abriss des Cafés an der Hase, das dem Hasehaus weichen musste, ist dieser Standort nun die Hauptstelle der traditionsreichen Konditorei.

Viele Kunden aus der Stadt sind uns an die Bramscher Straße gefolgt″, freut sich Reinhard Coppenraths Tochter Diana. Gemeinsam mit ihrer Schwester Iris führt sie mittlerweile die Geschicke des Familienunternehmens. Dazu komme das tolle Umfeld an der Bramscher Straße mit einer jungen, familiär geprägten Nachbarschaft. Diana und Iris haben eindeutig das Coppenrath-Back-Gen″, das in der Familie liegt. Nur ihr Bruder Reinhard scheint davon ausgenommen zu sein. Der hat immer gesagt, dass er Kunstwerke schaffen möchte, die nicht sofort aufgegessen werden″, erzählt Diana Coppenrath und lacht. Deswegen lebt und arbeitet er heute als Architekt in Berlin.″

Im Laden an der Bramscher Straße gibt es auch heute die Torten, Pralinen, Marzipanarbeiten und das Feingebäck, für die der Name Coppenrath seit vielen Jahrzehnten steht. Aber auch besondere Brote und Brötchen viele davon aus Dinkel, Vollkorn und Urgetreide kommen frisch aus dem Ofen. Kundenwünschen kommt man dabei gern entgegen.

Mit den Hildegard-von-Bingen-Plätzchen gibt es seit einigen Jahren eine weitere Besonderheit. Dafür haben wir alte Vorgaben aus den Schriften von Hildegard von Bingen in ein Gebäck umgesetzt″, meint Diana Coppenrath. Die Ideen der christlichen Mystikerin sind eben nicht nur für den Geist wohltuend, sondern auch durchaus lecker.

Wer kommt, wer geht, wer ist schon lange da: Nachrichten aus der Geschäftswelt auf noz.de/ dastutsich

Bildtext:
Familienbande: Reinhard und Marie-Luise Coppenrath und ihre Töchter Diana und Iris leiten das traditionsreiche Familienunternehmen.
Foto:
Robert Schäfer
Autor:
Robert Schäfer


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