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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wachturm und städtisches Gefängnis
Zwischenüberschrift:
Bucksturm in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im 13. Jahrhundert war Osnabrück noch von einer Stadtmauer umzogen, heute ist der Bucksturm eines der wenigen Überbleibsel. Mit 28 Meter Höhe war er der höchste Befestigungsturm der Stadt. Heute lädt der Bucksturm jeden Sonntag zu Besichtigungen ein und versetzt jeden Besucher zurück ins Mittelalter.

Der Turm war damals an beiden Seiten zur Stadtmauer geöffnet, und die Wachen durchschritten bei ihrem Wachdienst von der Mauer aus den Turm und konnten sich in kalten Jahreszeiten im Inneren aufwärmen. Heute ist diese Etage einer Wachstube nachempfunden.
Bekannt ist der Bucksturm vor allem durch den Johanniskasten″ in der zweiten Etage des Turms.

Sechs Jahre gefangen

In einem aus massiven Eichenbohlen gefertigten Kasten wurden im 13. Jahrhundert Gefangene gehalten. Seinen Namen erhielt der Kasten nach seinem wohl spektakulärsten Gefangenen: Johann von Hoya, der als Kriegsgefangener sechs Jahre im Kasten verbringen musste.

Historische Bedeutung bekam der Bucksturm als städtisches Gefängnis im Mittelalter. Während der Hexenverfolgungen im 16. und 17. Jahrhundert diente der Bucksturm ebenso als Folterkammer. Auch diese dunkle Zeit der Osnabrücker Geschichte wird in einer Ausstellung gezeigt. Der Bucksturm ist Teil der einstigen Stadtmauer Osnabrücks. Ab 1306 umschloss ein Mauerring das Stadtgebiet von Altstadt und Neustadt und war an den großen Handelswegen durch fünf Stadttore geöffnet. Bis heute sind viele Teile der alten Befestigungsanlage erhalten geblieben. Der Bucksturm sowie das Heger Tor sind wohl die bekanntesten Überreste.

Alle Infos: Der Bucksturm hat jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. In der Zeit von 12 bis 15 Uhr werden Führungen angeboten. Erwachsene zahlen 2 Euro Eintritt. Weitere Infos auf www.osnabrueck-stadtfuehrungen.de.

Bildtext:
Der Bucksturm in Osnabrück sorgt für eine Zeitreise ins Mittelalter.
Archivfoto:
Jörn Martens
Autor:
apap


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