User Online: 1 | Timeout: 22:44Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gemeinsch. Sitzung der städt. Collegien
Zwischenüberschrift:
Dienstag den 19. März.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
1. Kanalbau im J. 1867. Syndicus Detering berichtet, daß der Plan für den diesjährigen Kanalbau nunmehr in dr Bau-Commission durchberathen sei, und man beschlossen habe, die Strecke vom Blumenfeldschen Haufe auf der Hasestraße anfangend, über den Domhof, Ort, die Großestr. und Johannisstr. bis zum Petersburger Wall in Angriff zu nehmen. Dabei werden zugleich zwei Nebenzweige angelegt, einer beim Rathsgymnasium nach dem Klapperhagen zu, der andere vom Ort über die Krahnstraße bis an die Ecke von Zangenbergs Hause, beide Zweige sich anschließend an die schon fertige Strecke. Um den Bau zu fördern, soll der Angriff an 3 oder 4 Stellen zugleich geschehen, auch möglichst dafür gesorgt werden, daß der Verkehr wenig darunter leide; namentlich sollen auf dem Orte zwei Arbeiterabtheilungen abwechseln, die eine bei Tage, die andere die Nacht arbeiten, damit die Zeit so stark benutzt werde, als es immer geht. an einigen Stellen werden sehr tiefe Aushebungen stattfinden müssen, sogar bis 16 Fuß; das in Anwendung kommende Sielsystem ist theils ein gangbares, theils nicht gangbar. Die ganze Strecke wird 410 1/ 3 Ruten, der Kostenaufwand 29, 334 .. betragen, also bedeutend mehr gearbeitet werden als im vorigen Jahr. Wenn bei diesem Plan im ganzen nichts zu erinnern war, so kam dabei ein Antrag des Senators Dreinhöfer in Frage, dahin lautend, daß der Nebenzweig beim Rathsgymnasium über den Domhof auf das Gymnasium zu gelegt werden und diese Gelegenheit zu Verhandlungen wegen Beseitigung der dortigen Gefängnisse benutzt werden möge. Das Domkapitel sei dem Plane sehr günstig, und auch die Justizverwaltung werde geneigt sein, da das Millitär dort ein Magazin habe, täglich aus- und einfahre, und daher der Binnenhof zu Spaziergängen für die Gefangenen sich nicht mehr eigne. Der Plan wurde genemigt, und dem Magistrat Vollmacht ertheilt, mit erforderlichen Maßregeln vorzugehen.
Eine Folge des Kanalbau ist zunächst, daß 8000 Fuder Erde gewonnen werden, und es fragt sich, wo man damit bleiben will. Der Magistrat proponirt, daß man sie zu Schüttungen verwende, theils sn der Möserstraße, theils an der Gustavistraße. Das Bürgervorsteher-Collgium stimmt zu, jedoch unter der Präjutiz, daß damit nicht etwa die bekanntlich zur Streitfrage gewordene Gustavistraße stillschweigend genehmigt sei.


Anfang der Liste Ende der Liste