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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrück sucht neue Wege für das Museum am Schölerberg
Zwischenüberschrift:
Mit gemeinnütziger GmbH sollen Mittel für Modernisierung akquiriert werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Idee ist nicht neu, jetzt aber konkretisieren sich die Pläne, das Museum am Schölerberg auf neue wirtschaftliche Füße zu stellen. Die Einrichtung einer gemeinnützigen GmbH soll der Weg sein, um das Haus auf dem Schölerberg modernisieren zu können.
Das Museum am Schölerberg und seine Ausstellung sind schon vor Jahren in die Jahre gekommen, wenn das Wortspiel erlaubt ist. Der Handlungsbedarf ist groß, wenn das Haus wieder attraktiv gestaltet werden soll. Die nötigen Investitionen sprengen die in der Stadt verfügbaren Mittel um ein Vielfaches. Ein Weg aus der Misere könnte eine engere Anbindung an den Zoo sein, um hier vor allem von dessen Know-how in Sachen Marketing zu profitieren. Aber auch um durch ein Zusammengehen mögliche Synergieeffekte zu nutzen.
In der derzeitigen Konstellation ist der Handlungsspielraum stark eingeschränkt. Das Museum ist Bestandteil der Stadtverwaltung und als solches an die für eine Kommune gültigen gesetzlichen und vor allem finanziellen Vorgaben gebunden. Um wirtschaftlich eigenständig handeln zu können, braucht das Museum eine andere Gesellschaftsform. Die Stadt will deshalb den Betrieb in eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) überführen. Die kaufmännische Seite dieser gGmbH soll dann zukünftig als Geschäftsführer Andreas Busemann, der diese Funktion bereits im Zoo innehat, verantworten, während Museumsleiter Norbert Niedernostheide weiter für die inhaltliche Ausrichtung des Museums federführend ist.
Dass der Prozess der Neuausrichtung nun bereits einen längern Zeitraum in Anspruch nimmt, ist laut Jürgen Adamek, im Bereich Finanzen zuständig für das Beteiligungsmanagement, auf eine geänderte Steuergesetzgebung zurückzuführen. Vereinfacht gesagt, konnte demnach in der Vergangenheit städtisches Personal an eine gGmbH, wie zum Beispiel an die für das Museum zu gründende, ausgeliehen werden. Das sei nach der Gesetzesänderung nun nicht mehr so einfach möglich, bestätigt Finanzvorstand Thomas Fillep. Mittlerweile würden bei einem solchen Verfahren Steuern fällig. Für das Museum würde das wirtschaftlich keinen Sinn mehr machen″, sagt Adamek.
In der Konsequenz heißt das aber, dass die Museumsmitarbeiter 18 an der Zahl, die sich elfeinhalb Vollzeitstellen teilen in die neue gGmbH übergeleitet werden. Sie müssten also ihr Angestelltenverhältnis mit der Stadt aufgeben, um in die Museums gGmbH zu wechseln. Ein sensibles Thema, das aber dem Vernehmen nach kurz vor einem erfolgreichen Ende steht. Wir sind derzeit dabei, Verträge zu erarbeiten″, sagt Fillep, ohne Details zu nennen. Die Verwaltung ist bemüht, unter Einbeziehung des Personalrates möglichst jeden Mitarbeiter auf dem Weg in die neue Gesellschaft mitzunehmen. Hinter den Kulissen ist von einem positiven Feedback aus der Museumsbelegschaft zu den anstehenden Veränderungen zu hören.
Sollte diese Hürde genommen sein, kann es im weiteren Verlauf schneller vorangehen. Der Gründung einer gGmbH stünde dann wohl kaum noch etwas im Wege. Damit wäre auch der Weg frei, über Sponsoring und ähnliche Aktivitäten neue Gelder für eine neue Ausstellung zu akquirieren und das Museum wieder attraktiver zu machen.

Bildtext:

Schon jetzt gibt es eine Verbindungstür zwischen Unterirdischem Zoo und Museum am Schölerberg. Foto: Sebastian Stricker
Autor:
dk


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