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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Acht Milchviehbetriebe stellen auf Bio um
Zwischenüberschrift:
Ökologische Landwirtschaft als Ausweg aus der Milchkrise?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Acht Milchviehbetriebe aus dem Landkreis Osnabrück haben mit der Umstellung auf Öko-Landwirtschaft begonnen. Dazu haben sich fünf Höfe in Fürstenau, Berge-Dalvers, Berge-Grafeld, Badbergen und Bersenbrück sowie drei aus Melle zusammengeschlossen, um in Biohaltung erzeugte Milch gemeinsam zu vermarkten.
Über den Planungsstand sprach Biokreis-Berater Jörn Bender jetzt mit Vertretern der Grünen. Das Biokreis-Netzwerk betreut bundesweit rund 1000 Öko-Betriebe. Die acht Betriebe werden mit der Berliner Milcheinfuhrgesellschaft (BMG) voraussichtlich zunächst einen Fünf-Jahresvertrag schließen. Mit Abschluss der Umstellung wird die Biomilch ab Herbst 2017 von den Höfen abgeholt und an Kunden der BMG ausgeliefert. Anlass für die Betriebe war der gravierende Preissturz der konventionellen Milch. Während früher der Preis der Biomilch etwa 10 Cent über der konventionellen Milch gelegen habe, sei der Abstand inzwischen auf rund 25 Cent gewachsen, so Bender. Allerdings sinke auch die Jahresmilchleistung einer Kuh von rund 10 000 auf rund 8000 Liter.
Aber wohin mit der ÖkoMilch? Da die nächstgelegene Molkerei, die von einige Bio-Betrieben aus dem Osnabrücker Land beliefert werde, derzeit kaum neue Lieferanten annehme, sei der Vertrag mit der BMG geschlossen worden.
Allerdings funktioniert die Umstellung nicht von jetzt auf gleich: Nachdem Anfang 2016 die Entscheidung für die Öko-Landwirtschaft gefallen wurde, wurde zunächst der Pflanzenbau auf den Höfen entsprechend umgestellt. 2017 sollen dann die Umstellung der Milchviehhaltung auf ökologisches Kraftfutter sowie die Einrichtung von Weidegang und Ausläufen für die Tiere folgen.
Für die Umstellung stelle das Land Niedersachsen in den ersten beiden Jahren jeweils rund 400 Euro pro Hektar bereit, erläuterte Bender.
Die Grünen sehen die Umstellung dieser Milchviehbetriebe als positives Beispiel für den Erhalt der Höfe. Bei jährlichem Wachstum des Bio-Marktes um 6 bis 10 Prozent dürfte noch Platz für weitere Betriebe sein″, betonten die Meller Grünen-Vertreter Silke Meier und Reinhardt Wüstehube.
Jörn Bender bot an, weitere Betriebe bei der Umstellung zu unterstützen. Kontakt: bender@ biokreis.de oder Telefon 0 27 33/ 12 44 55.

Bildtext:

Der niedrige Milchpreis stellt auch in der Region viele Betriebe vor Probleme. Foto: dpa
Autor:
pm


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