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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrücker nutzen das Meldesystem Emsos
Zwischenüberschrift:
Bürger können Schlaglöcher, Müllkippen und Co. via Internet melden – System seit rund zwei Jahren online
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Wer in Osnabrück ein Schlagloch oder eine illegale Müllkippe melden will, hat seit rund zwei Jahren die Möglichkeit, dies unkompliziert via Internet zu erledigen. Eine Anfrage unserer Redaktion bei der Stadt hat ergeben: Die Osnabrücker nehmen das Meldesystem Emsos offenbar an.
Emsos, das steht für das Ereignismeldesystem der Stadt Osnabrück″, wurde im April 2014 scharfgeschaltet. Die Stadt hatte sich damals für die Einrichtung des Systems entschieden, um Schadensmeldungen von Bürgern kanalisieren zu können. Tag für Tag würden viele Bürger die Stadt über Schäden und Missstände im Stadtbild informieren, hieß es in einer im Jahr 2013 erschienenen Vorlage für den Osnabrücker Stadtrat. Ein Großteil der Meldungen, darunter überquellende Mülleimer, wuchernde Sträucher auf dem Gehweg oder Hundekot auf Spielplätzen, fallen in die Zuständigkeit des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB). „ Vermutlich erreichen aber viele Meldungen den OSB nicht, weil die Bürger nicht wissen, an wen sie sich wenden müssen″, mutmaßten die Verantwortlichen in der Vorlage. Andere hätten möglicherweise Hemmungen vor einem Anruf oder würden aufgeben, wenn der richtige Ansprechpartner gerade nicht erreichbar ist.
Damals gab es schnell grünes Licht und seit April 2014 soll Emsos Abhilfe schaffen, wenn es um Meldungen von Bürgern geht. Diese nehmen das standortbezogene System anscheinend an. Nach Angaben des städtischen Presseamtes haben sich die erfassten Meldungen von anfangs 1668 im Jahr 2014 auf 2866 im Folgejahr erhöht. Vom 1. Januar bis 13. Juli dieses Jahres sind 1626 Meldungen eingegangen. Die Funktionsweise ist dabei denkbar einfach: Auf einer virtuellen Stadtkarte kann ein wild wucherndes Gebüsch oder ein Schlagloch per Mausklick markiert werden. Um den Bearbeitern der Meldung das Vorgehen zu erleichtern, können Fotos und Notizen ergänzt werden. Freiwillig ist übrigens die Angabe von persönlichen Daten wie Name oder Telefonnummer. Lediglich die E-Mail-Adresse muss für Rückfragen angegeben werden.
Ist eine Meldung eingegangen, kommen die Mitarbeiter des OSB-Servicecenters ins Spiel: Sie prüfen die Eingänge und geben sie frei. Erst danach wird die Meldung in Emsos für alle Nutzer sichtbar. Wie Nina Hoss aus dem Presseamt auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, wird ein vollkommen automatisierter Prozess erzeugt, der die Meldungen den entsprechenden Verwaltungseinheiten und ihren Mitarbeitern zuordnet″. Die Mitarbeiter würden per E-Mail von einem neuen Eingang erfahren und könnten sich sofort auf die entsprechende Meldung verlinken. Der Verlauf der Bearbeitung werde dann online dokumentiert.
Von den in diesem Jahr gemeldeten Ereignissen sind 644 in die Kategorie Straßen/ Gehwege einzuordnen im weitesten Sinne handelt es sich hierbei also um Schlaglöcher oder lose Gehwegplatten. Wilde Müllablagerungen wurden 230-mal gemeldet, auf den weiteren Plätzen landen Hinweise zur Beschilderung (203), zu Bäumen (157) und Grünflächen (146).
Bezogen auf die einzelnen Stadtteile, führt die Innenstadt das Ranking seit der Einrichtung mit 688 Meldungen an. Es folgt der Schölerberg mit 482 Meldungen und die Wüste mit 446 was aufgrund der Größe und der Bevölkerungszahl beider Stadtteile nicht verwundert. Am wenigsten Meldungen gingen übrigens in Nahne (121) und Schinkel-Ost (119) ein.
Und wie lange dauert in der Regel eine Bearbeitung? Wie Hoss mitteilt, sind es statistisch gesehen zehn Tage. Längere Bearbeitungszeiten würden resultieren aus Bürgermeldungen, die ein höheres Investitionsvolumen nach sich ziehen. Bei einigen Meldungen wiederum bestünden Zusammenhänge mit anderen Maßnahmen, die koordiniert abgearbeitet würden. In einem stichprobenartigen Test unserer Redaktion funktionierte Emsos übrigens gut.
Bezogen auf Jahreszeiten, ergeben sich laut Hoss übrigens keine Häufungen. Jedoch würden zu Beginn der Woche mehr Meldungen eingehen als in Richtung Wochenende. Weil das System vom städtischen Fachdienst Geodaten entwickelt und programmiert wurde und nach Vorgaben des OSB gepflegt wird, ist der Betrieb von Emsos kostenfrei. Aus Sicht der Stadt ist Emsos durchaus als Erfolgsmodell zu bezeichnen, sagt Hoss.

Emsos ist erreichbar unter geo.osnabrueck.de/
emsos

Kommentar:

Mehr Werbung für eine gute Idee

Oft erntet die Stadtverwaltung Kritik. Manchmal ist sie ungerechtfertigt, manchmal mit Recht geäußert. Doch beim Thema Emsos gebührt den Urhebern ein Lob und das aus mehreren Gründen.

Emsos ist eine Eigenentwicklung der Verwaltung, bei der kein externes Know-how teuer eingekauft werden musste. Trotzdem bietet es durch seine intuitive Funktionsweise für den Bürger nur Vorteile. Es ist unkompliziert, läuft auch außerhalb der Bürozeiten und erleichtert das Mitteilen von Hinweisen ungemein, weil für den Meldenden die oft ermüdende Suche nach dem richtigen Ansprechpartner entfällt. Und schließlich sorgt Emsos mit seinem offenen Ansatz für mehr Transparenz. Ob und wann etwas umgesetzt wird, ist schließlich für alle sichtbar.

Die Stadt könnte ihr elektronisches Meldesystem daher ruhig noch offensiver bewerben. In Teilen der Bevölkerung scheint Emsos nämlich noch kein Begriff zu sein.

Meldungen pro Stadtteil

Innenstadt: 688, Schölerberg: 482, Wüste: 446, Sonnenhügel: 390, Dodesheide: 377, Schinkel: 337, Westerberg: 337, Weststadt: 312, Darum-Gretesch-Lüstringen: 272, Hellern: 253, Kalkhügel: 236, Fledder: 226, Eversburg: 224, Voxtrup: 210, Atter: 192, Haste: 189, Sutthausen: 176,

Hafen: 157, Widukindland: 150, Gartlage: 133, Pye: 125, Nahne: 121, Schinkel-Ost: 119.
Autor:
sph


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