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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Schlossgarten soll hübscher werden
Zwischenüberschrift:
Ideenwettbewerb für Osnabrücks gute Stube wird 80 000 Euro kosten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 80 000 Euro für einen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Schlossgartens? So viel Geld mochte der Finanzausschuss am Dienstag nicht in die Hand nehmen, ohne die Zeit bis zur endgültigen Beschlussfassung im Rat für weitere Überlegungen in den Fraktionen zu nutzen.
Der Ausschuss schickte die Vorlage der Verwaltung Freiraumplanerischer Wettbewerb Schlossgarten Osnabrück″ einstimmig ohne Beschlussvorschlag weiter in den Rat, der in seiner mutmaßlich letzten Sitzung in dieser Wahlperiode am Dienstag, 30. August, zu einer Entscheidung kommen muss, ob und wie denn die und da waren sich alle Fraktionen einig durchaus notwendige Renovierung des Schlossgartens in Angriff genommen werden soll.
Dass die Grünanlage im Herzen der Stadt an vielen Ecken und Enden schwächelt, ist unbestritten: Die Brunnen sind zum Teil jetzt schon abgängig. Das Ende der verbleibenden Wasserspiele wird von den Experten mit Ablauf des nächsten Winters erwartet. Die Terrasse am Schloss ist schon lange nicht mehr das, was sie einmal war, und vor allem wird durch den geplanten Bau eines Studierendenzentrums zwischen Mensa und Erweiterungsbau der bis jetzt dort beheimatete Spielplatz wegfallen. Und das sind laut Bauverwaltung nur einige der Gründe, die eine Überarbeitung der Fläche dringend erfordern.
Deshalb hat sie dem Finanzausschuss einen Grundsatzbeschluss vorgelegt, der die Durchführung eines freiraumplanerischen Wettbewerbs auf den Weg bringen sollte. Vor allem die Kosten in Höhe von 80 000 Euro ließen CDU und UWG/ Piraten zurückhaltend reagieren. Letztere hatten denn auch gleich einen Änderungsantrag beigesteuert. Die Verwaltung solle mit der Hochschule Osnabrück kooperieren und möglichst eine Bürgerbeteiligung durchführen.
Eine Zusammenarbeit mit der Hochschule erschien auch Fritz Brickwedde (CDU) eine denkbare Alternative. Der Fraktionsvorsitzende der Union im Rat lenkte den Blick der Ausschussmitglieder mit einer gehörigen Portion Skepsis auf die aus Wettbewerben hervorgegangenen Gestaltungen von Ledenhof und Bahnhofsvorplatz, wo nun erforderliche Veränderungen an den Urheberrechten der Architekten scheitern würden.
Dahingegen fand die Verwaltungsinitiative bei SPD und Grünen ihre Fürsprecher. Michael Hagedorn (Grüne) empfand das Finanzargument als kleinkarriert″. Und auch Heike Langanke (SPD) sprach sich für die Durchführung eines Wettbewerbs aus.
Stadtbaurat Frank Otte wollte die hohe Kompetenz″ an der Hochschule nicht bestreiten, plädierte aber für die Durchführung eines Ideenwettbewerbs, da er sich daraus hervorgehend eine praktikable und umsetzbare″ Lösung verspreche. Auf den Einwand, dass neben den Kosten für den Wettbewerb auch an die Kosten für die Umsetzung gedacht werden müsse, wies Otte darauf hin, dass die Neugestaltung nicht auf einen Schlag passieren solle, sondern im Laufe der Jahre umgesetzt werden könne. Was die urheberrechtsgehemmten Veränderungsmöglichkeiten nach einem Wettbewerb angehe, so könne er durchaus eine Vielzahl von Stellen nennen, wo dies ohne große und teure Auseinandersetzungen mit dem Architekten schon möglich gewesen sei.
Zudem verwies Otte da rauf, dass die am Wettbewerb teilnehmenden Büros einen umfangreichen Katalog an die Hand bekämen mit Hinweisen, worauf bei der Neugestaltung zu achten ist. Da wird dann auch der Schlossgarten als Kultur- und Veranstaltungsraum ein Thema sein.
Immerhin hat das diesjährige Festival einmal mehr die Attraktivität dieser Location für solche Veranstaltungen bewiesen, zu der im kommenden Jahr sogar Robin Schulz kommen könnte. Auch Veranstaltungen in dieser Größenordnung müssen die Planer in ihre Überlegungen einbeziehen.

Bildtext:

Der Schlossgarten als Veranstaltungsort hat schon mehrfach seine Attraktivität bewiesen. Foto: Jörn Martens
Autor:
dk


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