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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Erstes Pappelgrabenfest ein voller Erfolg
Zwischenüberschrift:
Im Stadtteil Wüste – Bürger helfen Brücken bauen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Wüstenstraßenfest ist nach fünf Jahren erstmals an den Pappelgraben gewandert größer und bunter denn je. Anlass war die Stadtteilinitiative für eine Rad- und Fußgängerbrücke, die beide Teile der Schreberstraße miteinander verbindet.
Ein solcher Lückenschluss würde auf genau jener Linie, wo die Westumgehung für Kraftfahrzeuge geplant war, kurze Wege für Radfahrer und Fußgänger ermöglichen zwischen Hochschule und Weststadt auf der einen und Moskaubad und Kleingartenanlage auf der anderen Seite. Für das Pappelgrabenfest bauten große und kleine Wüstenbewohner unter Anleitung des Künstlers David Rauer zumindest schon einmal symbolisch eine Holzbrücke, die allerdings als Bühne verwendet wurde. Zur Begrüßung lobte dort Professor Dirk Manzke das große Engagement der Bürger, mit dem das Projekt vorangetrieben worden ist. In einem Workshop, der vom Hochschul-Forschungsprojekt Urbane Interventionen initiiert worden war, bauten rund 40 Teilnehmer insgesamt 17 Brückenmodelle, von denen nun der Großteil im Rahmen des Stadteilfestes zu bestaunen war.
Ob Wellenformen, Drehmomente oder Bänke für die Aufenthalts- und Kommunikationsqualität: In sämtlichen Entwürfen schimmert die Idee durch, dass es eine Brücke der langsamen Geschwindigkeiten″ werden soll, wie Manzke es ausdrückte. Als Metapher dafür, Ufer zu verbinden, Wege zu verknüpfen und Menschen zusammenbringen″, sei zudem jene bunt bemalte Holzbrücke, auf der er dabei stand, eine Einladung zum Zusammenkommen″. Der folgten nicht wenige Anwohner und andere Neugierige, die das Ostufer des Pappelgrabens einen Nachmittag lang zu einer lebendigen Flaniermeile werden ließen. Flohmarktstände, Büchertische, kulinarische Oasen und Infostationen verschiedener Stadtteilinitiativen säumten den Weg zwischen Hiärm-Grupe- und Sandstraße, dessen Neugestaltung erst vor drei Wochen fertiggestellt worden war. Auf der Brückenschlag-Bühne sorgten das Liedermacher-Duo 2WO mit Gema-freien Eigenkompositionen, ein clowneskes Kleinkunst-Trio sowie Christian Pradel an der klassischen Gitarre für ein so abwechslungsreiches wie unterhaltsames kulturelles Rahmenprogramm.
Die Bewohner sollen sich nicht nur mit ihrem Stadtteil identifizieren, sondern auch selbst Hand anlegen″, beschreibt Wolfgang Timm von der Wüsteninitiative deren Anliegen, die Nachbarschaft zu mobilisieren auch für eine eigene Verkehrspolitik. Ob der Brückenschlag tatsächlich kommt, hängt nun unter anderem von möglichen Sponsoren ab.
Zur Begutachtung der Wildblumen und - kräuter, die entlang der Schreberstraße am Westufer des Pappelgrabens im April ebenfalls dank bürgerschaftlichen Engagements angesät wurden, musste jedenfalls noch ein Umweg gemacht werden. Aber vielleicht ja nicht mehr lange.

Bildtext:

Verbindungen hergestellt: Wolfgang Timm von der Wüsteninitiative (links) und Professor Dirk Manzke bestaunen die Ideen der Wüstenbewohner.

Foto: Egmont Seiler
Autor:
mali


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