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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein kultiges Fleckchen im Westen
Zwischenüberschrift:
Ein „planloser″ Rundgang durch Osnabrücks Stadtteile – Heute: Weststadt und Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Es gibt mit der Weststadt und dem Westerberg wohl kaum zwei Stadtteile in Osnabrück, in denen so viele Menschen in unterschiedlichen Situationen nebeneinander und mit einander leben. Dort wohnen junge Familien und wohlhabende Geschäftsleute, aber auch Rentner und Studenten.
Osnabrück. Zusammen mit meinem Kollegen David Ebener habe ich mir die beiden Stadtteile einmal genauer angesehen. Als Startpunkt wählen wir die Katharinenstraße im wunderschönen Katharinenviertel aus. Treffpunkt ist das Café Herr von Butterkeks″. Wir blicken durch die große Fensterscheibe und sehen sechs junge Mütter, die an einem großen Tische zusammen frühstücken. Mit dabei sind ihre Babys: Entweder sitzen sie auf dem Schoß ihrer Mama oder sie liegen im Kinderwagen.
Nach diesem munteren Auftakt geht es für uns die Augustenburger Straße herunter. Dort treffen wir eine junge Mutter, die ihre Tochter mit einem Babytragetuch auf dem Rücken huckepack nimmt. Sie ist Schauspielerin und wohnt in der Weststadt. Sie lebt etwa seit einem Jahr in dem Stadtteil und fühlt sich sehr wohl. Sie gibt uns einen guten Tipp, zu welchem Ort wir als Nächstes gehen könnten.
Wir folgen dem Tipp der Schauspielerin, gehen weiter die Straße herunter und landen nach etwa 100 Metern an einer Hausecke. Dort befindet sich der Laden Naturkost Kathrinchen″ ein Bioladen. Inhaberin Gudrun Jedersberger erzählt uns, dass sie nicht die erste Inhaberin sei, sondern den Laden seit siebeneinhalb Jahren betreibe. Zudem zeigt sie uns, was ihr Geschäft so einzigartig macht. Seit zweieinhalb Jahren haben wir ein Mitglieder-Laden-Konzept. Diese Mitgliedschaft lohnt sich für Leute, die sehr viel Bio einkaufen″, sagt Gudrun Jedersberger.
Wir verlassen den Bio laden und setzen unseren Rundgang durch das Katharinenviertel fort. Wir sehen viele belegte Autoparkplätze vor den Mehrfamilienhäusern und am Ende des Viertels einen auf einer Parkbank sitzenden Mann, der sich eine Pause gönnt. Auf dem Rad fahren junge Leute entlang der Katharinenstraße Richtung Innenstadt vermutlich sind sie auf dem Weg zur Uni.
Danach wird es sportlich: Wir treffen Philipp und Filip auf einem Basketballfeld im grünen Herzen des Katharinenviertels. Sie werfen ein paar Körbe. Zunächst zeigen die beiden Freizeit-Basketballer, was sie drauf″ haben. Sie treffen aus den verschiedensten Positionen. Dann fordern sie uns auf, unser Glück zu versuchen. Schnell wird klar, dass sie um einiges treffsicherer sind als wir. Aber immerhin haben wir auch ein paar Bälle versenkt.
Bevor wir uns auf den Weg Richtung Westerberg machen, ziehen wir ein kleines Zwischenfazit. Am späten Vormittag ist in der Weststadt schon viel Betrieb. Vor allem junge Mütter sind mit ihren Kindern unterwegs. Sie frühstücken, gehen spazieren oder verbringen Zeit auf einem Spielplatz.
Am Fuße des Westerbergs kommen wir auf dem Straßburger Platz an einem Denkmal zu Ehren der Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/ 1871 vorbei. Dahinter befindet sich ein Spielplatz, auf dem ein Vater mit seiner Tochter etwas Zeit zwischen zwei Arztbesuchen verbringt. Wir gehen weiter und merken, dass es anstrengender wird. Der Weg auf den Westerberg ist ziemlich steil. Das findet auch eine Studentin. Sie schiebt ihr Fahrrad gemäß dem Mottos Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt″ zur Hochschule Osnabrück hinauf.
Oben angekommen: An dem Hochschulstandort lernen viele Studenten. Einige von ihnen scheinen aber gerade in einer Vorlesung oder in der Mensa zu sein. Oder sie schlafen ihren Rausch aus hier ist auf jeden Fall gerade wenig los. Wir machen uns auf den Weg vom Hochschulgebäude an der Caprivistraße zum Hochschulkomplex an der Albrechtstraße. Unterwegs treffen wir einen Gärtner, der in einer Nebenstraße nahe der Musenburg zu einem Grundstück fährt, auf dem er anschließend den Rasen mähen will. Wir erreichen die Hochschule. Sie ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. So waren etwa mehr als 13 000 Studenten im Wintersemester 2015/ 2016 immatrikuliert.
Wir treffen auf Studenten vor der Mensa, die gerade Pause machen oder bei Sonnenschein teilweise ein kleines Mittagsschläfchen halten. Zudem sprechen wir mit einem Mann, der gemeinsam mit seinem Kind seine Frau aus der Hochschule abholen möchte. Sie lehrt in Osnabrück, er an der Universität in Vechta.
Hingucker am Ende
Der Botanische Garten auf dem Westerberg lädt immer zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Deshalb wählen wir ihn für unseren Rückweg in Richtung Weststadt aus. Nachdem wir ihn passiert haben, fallen uns im Villenviertel viele schöne, große Häuser auf. Unser Rundgang endet schließlich mit einem echten Hingucker: eine umgebaute ehemalige Mühle.
Bei unserem spontanen Rundgang durch die beiden Stadtteile sind wir auf unsere Kosten gekommen. Die Weststadt grenzt als ein kultiges Fleckchen mit jungen Familien, Szeneläden und originellen Plätzen an den Westerberg, der eine sehr schöne Wohngegend darstellt, für Bildung steht, aber auch familienfreundlich wirkt.

Bildtext:

Bio-Produkte gibt es im Kathrinchen″.

Auf der Schaukel: Vater und Tochter am Westerberg.
Autor:
Christoph Schillingmann


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